Iran-Krieg: Pentagon ändert Opferzahlen zum Iran-Krieg und sorgt für Verwirrung
Lydia Wolter Syriens Präsident: Streben Sicherheitsabkommen mit Israel an Syrien strebt ein Sicherheitsabkommen mit Israel an. Dies sagte der syrische Präsident Ahmed al-Scharaa am Sonntag in einem Interview mit dem Sender Al-Dschasira. Ein solches Abkommen könne den Weg für einen umfassenden Frieden zwischen den beiden Ländern ebnen, ohne jedoch den syrischen Anspruch auf die Golanhöhen aufzugeben. Syrien versuche, eine Staatengruppe einzubeziehen, um Israel zu einer ausgewogeneren Politik zu bewegen. „Wir vermeiden Konfrontationen“, fügte Scharaa hinzu. Seine Regierung erwäge zudem keine militärischen Interventionen im Libanon. Die vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz und Scharaa hatten sich im syrischen Bürgerkrieg als Gegner gegenübergestanden. Sarah Sendner Ölpreis fällt nach US-Angriffspause im Iran deutlich Nach dem Ende der US-Angriffsserie im Iran hat der Ölpreis zu Wochenbeginn deutlich nachgegeben. Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent lag zeitweise bei ungefähr 92 US-Dollar je Barrel (159 Liter) und damit mehr als 5 Prozent im Minus. Zuvor hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf den Iran gemeldet. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg in den folgenden Tagen deutlich und überschritt die Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Die jüngste Pause der US-Angriffe am Wochenende nährte erneut Hoffnung auf eine Deeskalation in dem seit Ende Februar tobenden Konflikt. Auch der Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen. Das Militär begründete den Schritt damit, dass es mit seinem Vorgehen lediglich Vergeltung auf US-Angriffe übe. Sarah Sendner Pentagon ändert Opferzahlen zum Iran-Krieg und sorgt für Verwirrung Das US-Verteidigungsministerium hat die Opferbilanz zum Iran-Krieg abgeändert. Die vier US-Soldaten, die bei erneuten Kämpfen zwischen den USA und dem Iran in den vergangenen Wochen getötet wurden, werden in der offiziellen Statistik des Pentagons nun nicht mehr aufgeführt. Stattdessen wurden sie in eine neue, separate Kategorie aufgenommen. Das Defense Casualty Analysis System (DCAS), auf das Pentagon-Vertreter wiederholt als maßgebliche Quelle verwiesen haben, entfernte vergangene Woche die vier getöteten Soldaten sowie Dutzende Verwundete aus der Bilanz zum Iran-Krieg. Am Sonntag erschien auf der Webseite des Systems die neue Kategorie „Overseas Operations“ („Auslandseinsätze“). Darin werden die vier getöteten Soldaten namentlich sowie 207 Verwundete aufgeführt. Unklar blieb, ob alle Verwundeten im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg verletzt wurden. Sarah Sendner Huthi-Angriffe drosseln Schiffsverkehr im Roten Meer Nach Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf saudische Ölanlagen ist der Schiffsverkehr durch die Meerenge Bab al-Mandab eingebrochen. Am Sonntag durchquerten nur elf Handelsschiffe die Meerenge an der Küste des Jemen, der niedrigste Stand seit Monaten, wie aus am Montag veröffentlichten Daten des Analysehauses Kpler hervorging. Auch der Verkehr durch die Straße von Hormus blieb am Wochenende gering. Anna Lena Stahl USA bestätigen Verlegung von Militär in den Nahen Osten Die USA haben inmitten des Iran-Kriegs die Verlegung von weiterem Militär in den Nahen Osten bestätigt. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, sagte in der Polit-Sendung „Face the Nation“ des US-Senders CBS News, zusätzliche Kapazitäten würden in die Region verlegt. Genauere Angaben machte er nicht. US-Medien hatten bereits vor rund einer Woche berichtet, dass die USA weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Region verlegen. Anna Lena Stahl Insider: Israel lässt internationale Truppe in Teile des Gazastreifens Das israelische Sicherheitskabinett genehmigt einem Insider zufolge, dass eine geplante internationale Truppe für den Gazastreifen in Teile des Gebiets vordringen darf, die nicht unter israelischer Kontrolle stehen. Die geplante internationale Sicherheitstruppe gehört zu dem im Oktober vorgelegten, von den USA unterstützten Plan für den Gazastreifen. Anna Kipnis Iran bezeichnet Gespräche mit Oman über Straße von Hormus als produktiv Nach Aussagen des iranischen Außenministeriums haben Vertreter des Iran und des Oman am Wochenende in Teheran Gespräche über die Straße von Hormus geführt. Die Gespräche seien produktiv gewesen, teilte das Ministerium mit. Die technischen und politischen Konsultationen dauerten demnach an. Im Golf von Oman, entlang der Schifffahrtsrouten zwischen der Straße von Hormus und dem Arabischen Meer Tanker und Frachtschiffe zu sehen. dpa Anna Kipnis Iran setzt offenbar Angriffe während Unterbrechung durch USA aus Der Iran will seine Angriffe aussetzen, solange die USA ihre Attacken unterbrechen. Die Führung in Teheran bleibe jedoch skeptisch hinsichtlich der Absichten der US-Regierung, sagt ein ranghoher iranischer Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die Position des Iran laute „Angriff für Angriff“: Wenn die Attacken aufhörten, werde auch der Iran seine Einsätze einstellen. Diese Botschaft sei den USA bereits übermittelt worden. Es gebe jedoch mehr Skepsis als Optimismus. „Die vorherrschende Meinung ist, dass die Pause eher taktischer Natur und nicht ernst gemeint ist“, sagt der Insider. Die US-Regierung hat ihre Angriffe nach 13 Nächten mit Luftschlägen in Folge am Samstag eingestellt. Anna Kipnis UN-Botschafter der USA: Trump gibt Gesprächen mit Iran Spielraum US-Präsident Donald Trump gibt Gesprächen mit dem Iran über ein Kriegsende nach den Worten des US-Botschafters bei den Vereinten Nationen einen gewissen Spielraum. „Er gibt den Gesprächen etwas Raum, er lässt ihnen ein wenig Zeit“, sagt Botschafter Mike Waltz dem US-Sender Fox News. Die USA haben den Iran 13 Nächte in Folge angegriffen, ihren Beschuss über das Wochenende aber nicht fortgesetzt. Eine Erklärung des US-Militärs dazu gibt es zunächst nicht. Am Wochenende gab es bislang auch keine Berichte über Angriffe des Irans. Bastian Prockner Iranische Agentur Tasnim: Öltanker nach Kollision mit Mine explodiert In der Straße von Hormus ist der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge ein Öltanker explodiert, nachdem er auf eine Seemine aufgelaufen war. Der Tanker habe zuvor die vom Iran festgelegte Route verlassen, meldet Tasnim. Von den iranischen Behörden liegt zunächst keine Stellungnahme zur Meldung der halb-amtlichen Nachrichtenagentur vor. Anna Kipnis Iran droht USA mit Ausweitung des Konflikts Irans Armeesprecher Amir Akraminia droht mit einer Ausweitung des Kriegsgebiets, falls die USA ihre Luftangriffe fortsetzen sollten. Unter Verweis auf Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Schiffe im Roten Meer sagte der Sprecher laut Nachrichtenagentur Mehr, entsprechende Warnungen hätten sich schon vor Ort bewahrheitet. Das Kriegsgebiet reicht laut Akraminia bereits von Jordanien bis hin zu den Anrainerstaaten des Persischen Golfs. Sollte das US-Militär die Luftangriffe fortsetzen, werde das Gebiet noch weiter ausgedehnt. Das iranische Militär habe entsprechende Strategien vorbereitet. Nach Angaben Sprechers ist das Militär auch auf andere Szenerien vorbereitet. Er nannte eine großangelegte Luftoperation sowie eine Bodenoffensive des US-Militärs. Anna Kipnis Katar lässt Schifffahrt wieder normal laufen Warnungen wegen erneuter iranischer Angriffe wieder normal. Fahrten für alle Arten von Schiffen seien ab heute wieder regulär möglich, teilte das katarische Transportministerium mit. Die Betreiber und Besatzungen von Schiffen sollten sich aber weiterhin an die Vorschriften halten, um ein höchstes Maß an Sicherheit zu garantieren. Katar hatte nach erneuten iranischen Angriffen zuvor zu einer vorübergehenden Einstellung des Schiffsverkehrs geraten. Für alle Fahrten und andere „meeresbasierte Tätigkeiten“ werde empfohlen, diese bis auf weiteres auszusetzen, teilte das Ministerium vor zwei Wochen mit. Das betreffe auch Fischer- und Freizeitboote, Jetskis und „alle anderen Seefahrzeuge“. Die Warnung folgte nach erneuten Angriffen aus dem Iran. Alter Hafen Katar dpa Von den Perlentauchern und traditionellen Daus bis zu heutigen touristischen Fahrten und Luxusbooten ist die Identität Katars eng mit der Schifffahrt am Persischen Golf verbunden. Das auf einer Halbinsel liegende Land verfügt über Dutzende Fischerei- und Jachthäfen für kommerziellen und privaten Betrieb. Anna Kipnis Irans Revolutionsgarden stoppen Schiffe in der Straße von Hormus Irans Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben sechs Handelsschiffe vor einer Durchfahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus gestoppt. Die Garden erklärten laut der ihnen nahe stehenden Agentur Tasnim, sie setzten die Kontrolle über ein 240.000 Quadratkilometer großes Gebiet im Persischen Golf und der Straße von Hormus durch. Diese Fläche entspricht etwa zwei Dritteln des deutschen Staatsgebiets. Kein Schiff könne passieren, ohne die iranischen Vorschriften einzuhalten, hieß es. Versuche des US-Militärs, den Kurs von Schiffen zu ändern, würden mit „einer entschlossenen Reaktion und Warnschüssen beantwortet“. Als Folge seien die betroffenen Schiffe gezwungen, umzukehren. Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai erklärte laut englischsprachigem Staatssender PressTV, es gebe keine Veränderung der Verkehrslage in der Straße von Hormus. Der Sprecher verwies auf bilaterale Gespräche mit Vertretern des Omans, dessen Territorialgewässer einen Teil der internationalen Schifffahrtsroute umfassen. Anna Kipnis Huthi-Miliz reklamiert Angriffe auf Saudi-Ölanlagen für sich Im sich zuspitzenden Konflikt am Roten Meer hat die jemenitische Huthi-Miliz nach eigenen Angaben Ölanlagen in Saudi-Arabien beschossen. Man habe mit Dutzenden Raketen und Drohnen Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco in den Städten Dschisan und Yanbu angegriffen, sagte Jahja Sari, Militärsprecher der vom Iran unterstützten Miliz, in einer Videobotschaft. Es handelte sich demnach um Gegenangriffe für Attacken der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen. Diese hatte mitgeteilt, als Reaktion auf den erneuten Beschuss eines unter Saudi-Flagge fahrenden Schiffes im Roten Meer „legitime militärische Ziele“ in der jemenitischen Provinz Hudaida angegriffen zu haben. Die Huthi hatten dem benachbarten Königreich dafür Vergeltung geschworen. Über Huthi-Angriffe in der Nacht in Dschisan und Yanbu berichtete auch der iranische Sender Press TV. Die Regierung Saudi-Arabiens äußerte sich bislang nicht dazu. Rauch über Anlage von Saudi-Aramco Reuters Angelika Ahrens Iran verurteilt ukrainischen Angriff auf Frachter Die iranische Regierung hat gegen einen mutmaßlichen ukrainischen Angriff auf ein Frachtschiff im Kaspischen Meer und den dadurch verursachten Tod eines Matrosen scharf protestiert. Nach Darstellung des Außenministeriums in Teheran soll ein weiterer Matrose bei dem Angriff am Samstag verletzt worden sein. Die iranische Mitteilung verwies darauf, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Angriff ausdrücklich eingeräumt habe. Es handele sich um einen Akt der Aggression, der die Flammen des Krieges weiter anfachen und verbreiten könnte, und um einen Verstoß gegen das Völkerrecht, hieß es in der Mitteilung. Selenskyj hatte am Vormittag tatsächlich verkündet, dass weitreichende Drohnen Schiffe im Kaspischen Meer getroffen hätten. Auf Facebook teilte er mit, darunter seien Schiffe gewesen, die militärische Güter geladen und Bezug zum Iran gehabt hätten. Weitere Details nannte er nicht. Angelika Ahrens Selenskyj: Russland stellt Iran Satellitenbeobachtungen zur Verfügung Russland gibt dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge seine Satellitenbeobachtungen im Nahen Osten an den Iran. Dies ermögliche dem Iran Angriffe in der Region, schreibt Selenskyj auf X. Seit Anfang Juli habe die Ukraine eine aktive russische Satellitenüberwachung der Golfstaaten und der dort befindlichen US-Militäreinrichtungen registriert. Diese Bilder tauchten anschließend im Iran auf. „Gleichzeitig besteht ein klarer Zusammenhang zwischen den russischen Satellitenbildern dieser Standorte und den iranischen Angriffen – sowohl vor den Angriffen, bei deren Vorbereitung, als auch danach, um den verursachten Schaden zu bewerten.“ Jeanne Vesper UN-Generalsekretär Guterres besucht Damaskus – Kritik an Israel UN-Generalsekretär António Guterres ist zu seinem ersten offiziellen Besuch in Syrien eingetroffen. Bei seinem Aufenthalt in der Hauptstadt Damaskus rief er am Samstag die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung des syrischen Volks auf. Er äußerte auch Kritik an Israel. Der Besuch ist der erste eines UN-Generalsekretärs in Damaskus seit 2009. Kurz nach seiner Ankunft sprach Guterres mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa. Guterres suchte auch das berüchtigte Militärgefängnis Sajdnaja nördlich von Damaskus auf. Das Gefängnis wird mit einigen der schlimmsten Gräueltaten während der Assad-Herrschaft in Syrien in Verbindung gebracht. Baschar al-Assad war im Dezember 2024 als Präsident des Landes gestürzt worden. Guterres teilte auf der Plattform X zu seinem dreitägigen Besuch mit, dass es sich um „einen Solidaritätsbesuch“ handele. Mit Blick auf die von Israel annektierten Golanhöhen sagte er, dass sie für die Vereinten Nationen zu Syrien zählten. Guterres sagte, es dürfe keine Verstöße Israels gegen die Souveränität Syriens geben. „Was in der Region um die Golanhöhen passiert, ist absolut inakzeptabel“, sagte er. UN-Generalsekretär António Guterres (l.) bei dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa. dpa Vivian Melchert Polizeichef der Hamas bei israelischem Angriff getötet Die israelische Armee hat nach palästinensischen Angaben den Polizeichef der radikal-islamischen Hamas im nördlichen Gazastreifen getötet. Abdel-Nasser Al-Makadma sei bei dem Angriff im Viertel Scheich Radwan im Norden von Gaza-Stadt ums Leben gekommen, teilen das von der Hamas geführte Innenministerium und palästinensische Rettungskräfte mit. Makadma war auch als Gouverneur des nördlichen Gazastreifens bekannt. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt zunächst nicht vor. Bei einem weiteren israelischen Angriff wurde Rettungskräften zufolge ein palästinensischer Sanitäter im Flüchtlingslager Nuseirat im Zentrum des Gazastreifens getötet. Zudem sei ein Polizist seinen Verletzungen erlegen, die er bei einem israelischen Luftangriff in der vergangenen Woche erlitten hatte. Israel hat in den vergangenen Monaten Dutzende Mitglieder der von der Hamas geführten Polizei getötet, darunter auch Führungspersönlichkeiten. Jeanne Vesper Huthis: Haben Anlagen von Saudi-Aramco angegriffen Die mit dem Iran verbündeten Huthis im Jemen haben nach eigenen Angaben Anlagen des Erdölförderers Saudi Aramco in Dschisan und Janbu in Saudi-Arabien angegriffen. Das erklärt der Militärsprecher der Huthi-Miliz, Jahja Sare. Eine Bestätigung aus Saudi-Arabien gibt es zunächst nicht. Jeanne Vesper Israels Soldaten nehmen Dutzende Palästinenser im Westjordanland fest Nach einer tödlichen Auseinandersetzung im Westjordanland haben israelische Soldaten am Samstag Dutzende Palästinenser festgenommen. Bei einer Schießerei am Vortag waren mindestens vier Palästinenser und zwei israelische Soldaten getötet worden. Die Palästinenserbehörde im Westjordanland erklärte, die Schießerei sei von bewaffneten israelischen Siedlern provoziert worden, die das palästinensische Dorf Tal angreifen wollten. Das israelische Militär bezeichnete die beteiligten israelischen Zivilisten zunächst als Wanderer, räumte später jedoch ein, dass einige von ihnen bewaffnet waren. Beide Seiten hätten das Feuer eröffnet, bevor die Soldaten eingegriffen hätten. Der Bürgermeister von Tal, Walid Sidan, sagte Reuters, etwa 70 Menschen aus dem Dorf seien festgenommen worden. „Die Hausdurchsuchungen gehen weiter, Armeepatrouillen fahren durch die Straßen.“ Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte als Reaktion ein „scharfes Vorgehen“ an. Der israelische Armeechef Ejal Samir sagte, der Einsatz diene dazu, „Terrorismus zu vereiteln, die Sicherheit israelischer Zivilisten zu gewährleisten und eine weitere Eskalation zu verhindern“. Bürgermeister Sidan erklärte hingegen, die Siedler hätten das Dorf gezielt schikaniert. Die Siedler folgten keiner Route oder einem Pfad, wie sie behaupten. Sie beabsichtigten, die Häuser anzugreifen. Die Leute haben nicht die Konfrontation mit ihnen gesucht; sie haben lediglich ihre Häuser verteidigt, nicht mehr und nicht weniger. Walid Sidan, Palästinensischer Bürgermeister Vivian Melchert Huthi: Angriffe auf Saudi-Arabien nach Beschuss von Hudaida Die jemenitischen Huthi-Rebellen sollen nach eigenen Angaben Saudi-Arabien mit Raketen und Drohnen beschossen haben. Der Beschuss sei eine Reaktion auf saudische Luftangriffe auf die am Roten Meer gelegene jemenitische Stadt Hudaida und die Insel Kamaran, teilten die Huthi am Samstag mit. Beide Orte werden im jemenitischen Bürgerkrieg von den Rebellen kontrolliert. Huthi-Militärsprecher Jahja Sari teilte mit, in Saudi-Arabien seien Einrichtungen des weltgrößten Ölkonzerns Aramco angegriffen worden. Jeanne Vesper Iran ruft zu Dialog im Jemen-Konflikt auf Angesichts einer Eskalation zwischen Saudi-Arabien und der von Teheran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen hat der iranische Außenminister Abbas Araghtschi zum Dialog aufgerufen. Es gebe keine militärische Lösung in dem Konflikt, vielmehr müsse dieser durch Dialog zwischen Saudi-Arabien, Jemen und anderen Ländern in der Region gelöst werden, sagte Araghtschi in einem Interview mit der staatlichen Tageszeitung „Iran“. Obwohl der Iran die Huthi-Miliz unterstützt, behauptete Araghtschi, die Probleme im Jemen seien nicht seinem Land anzulasten, sondern wurzelten in alten regionalen Konflikten. Jeanne Vesper Offenbar zwei Raketen aus Jemen mit Zielen in Saudi-Arabien abgeschossen Luftabwehrsysteme in Saudi-Arabien haben nach Angaben aus griechischen Sicherheitskreisen zwei ballistische Raketen aus dem Jemen abgeschossen. Ziel seien Ölraffinerien in der Stadt Yanbu am Roten Meer gewesen, sagten die Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Das eingesetzte Abwehrsystem wird den Kreisen zufolge von griechischem Militärpersonal bedient. Der saudische Zivilschutz gab nach anfänglichen Warnungen für Yanbu und die südliche Hafenstadt Jizan Entwarnung. Eine Warnung wurde zudem für die rund 1000 Kilometer weiter südlich nahe der Grenze zum Jemen gelegene Hafenstadt Dschisan ausgesprochen. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor. Griechenland hat seit 2021 im Rahmen eines Abkommens ein US-Patriot-Luftabwehrsystem in Saudi-Arabien stationiert, um die Energieinfrastruktur des Königreichs zu schützen. Sarah Sendner Nach Angriff auf Schiff: Saudi-Koalition greift Ziele im Jemen an Nach einem Angriff auf ein Schiff im Roten Meer hat die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Luftangriffe auf Ziele im Jemen geflogen. Sie macht die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz verantwortlich für die Attacke auf das unter saudi-arabischer Flagge fahrende Schiff und wirft ihr „maritimen Terrorismus“ vor. Ziel seien „legitime militärische Ziele“ der Huthi in der jemenitischen Provinz Hudaida gewesen, die mit der Bedrohung des Schiffsverkehrs im Roten Meer in Verbindung stünden, erklärte Koalitionssprecher Turki al-Maliki auf X. Die inzwischen abgeschlossene Militäraktion sei verhältnismäßig gewesen und habe die Einsatzziele erreicht. Der Hafen von Hudaida sei nicht angegriffen worden.