Iran-Krieg und die Folgen: Ölkonzern TotalEnergies stellt Rekordergebnis in Aussicht
Diese Meldung dürfte die Befürworter einer Übergewinnsteuer bestätigen: Der französische Ölkonzern TotalEnergies rechnet wegen des Irankriegs im dritten Quartal mit einem massiven Gewinnsprung.
Die Raffineriemarge dürfte sich im Vergleich zum Vorjahr fast vervierfacht haben, teilte das Unternehmen mit. TotalEnergies erwarte für das abgelaufene Quartal eine Marge von 33,2 Dollar je Barrel, nach 8,4 Dollar je Barrel im Vorjahreszeitraum.
Zudem verzeichnete das Unternehmen eine »überdurchschnittliche Entwicklung« im Handel mit Gas und Flüssiggas.
Aktienkurse steigen kräftig
Mit einem Plus von knapp 46 Prozent zählt die Aktie von TotalEnergies im bisherigen Jahresverlauf zu den größten Gewinnern unter den europäischen Standardwerten. Die Aktien anderer Ölkonzerne wie BP, Eni oder Shell legten in diesem Jahr ebenfalls kräftig zu.
Der Krieg der USA und Israels mit Iran hat zur faktischen Schließung der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus geführt. Dies hat die weltweite Versorgung gestört und die Preise für Rohöl und Gas auf Mehrjahreshochs getrieben, was den großen Energiekonzernen hohe Gewinne beschert.
Greenpeace plädiert für eine Steuer auf Übergewinne der Konzerne. Mit solch einer Steuer kann sich der Staat die üppigen Gewinne der Konzerne teilweise zurückholen. Eine Übergewinnsteuer lässt allerdings nicht direkt die Preise für den Verbraucher fallen. Befürworter hoffen eher auf einen indirekten Effekt – dass der Anreiz der Spritkonzerne sinkt, die Preise allzu hochzusetzen.