DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -3,63 % 3.884,90 USD 21:59:59 Silber -5,86 % 49,14 USD 21:59:59 Brent -2,22 % 112,33 USD 21:59:57 WTI +0,93 % 102,95 USD 21:59:59 Bitcoin -1,60 % 76.528,00 USD 22:53:59 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:29:43 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:26:43 EUR/CHF -0,37 % 0,92020 CHF 22:28:43 EUR/JPY -0,14 % 175,816 JPY 22:28:43

Iran-Krieg und Gaspreis: Verivox rechnet mit bis zu 20 Prozent höheren Kosten

Wirtschaft

Die Neukundenpreise für Gas würden die Großhandelspreise besonders schnell abbilden und seien seit Februar um über ein Drittel angestiegen, sagte Storck. »Die Bestandskundentarife reagieren langsamer auf die Preisentwicklungen, werden aber früher oder später ebenfalls steigen. Beim aktuellen Preisniveau sind Preiserhöhungen zwischen 10 und 20 Prozent zum Jahreswechsel möglich.«

Deutschland von Importen abhängig

Malte Küper, Energieexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), sagte der Zeitung, Deutschland sei »besonders anfällig für Preisschocks, weil seine Wirtschaft stärker als die vieler anderer Länder von Erdgas abhängt«. Zudem seien Deutschland und die EU »nahezu vollständig auf Gasimporte angewiesen«.

Der Großhandelspreis in Europa ist nach gegenseitigen Angriffen der USA und Irans in dieser Woche auf den höchsten Wert seit mehr als dreieinhalb Jahren gestiegen. Verbraucherinnen und Verbraucher bekommen die gestiegenen Energiepreise zudem an der Tankstelle zu spüren. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, stimmte die Menschen im Euroraum diese Woche auch erst mal auf eine weitere Teuerung ein. »In unseren aktuellen Prognosen steigt die Inflation bis Ende ’26 weiter. Sie wird also schlimmer, bevor sie besser wird, aber sie wird besser«, sagte Lagarde dem ZDF.

In Deutschland trieben die Energiepreise die Inflation im August auf 2,9 Prozent, Wirtschaftsforscher rechnen für 2027 verbreitet mit drei Prozent. Bezogen auf den Euroraum lag die Inflation im August bereits bei 3,3 Prozent – und damit deutlich über dem Inflationsziel der EZB von zwei Prozent. Als Reaktion darauf hat die Notenbank den für Sparer und Banken wichtigen Einlagenzins am Donnerstag auf 2,5 Prozent angehoben. Was in Lagardes Worten im ZDF allerdings auch mitschwingt: Immerhin mittelfristig könnte die Inflation wieder etwas zurückgehen.

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