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Iran-Krieg: US-Opferzahlen durch Verteidigungministerium verschoben

Welt

Kritik aus der eigenen Partei So trickst das Pentagon mit den Opferzahlen im Iran-Krieg Von t-online, mal 28.07.2026 - 10:56 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Das Pentagon hat die Darstellung der US-Opfer im Iran-Krieg neu geordnet. Die Aufteilung in zwei Kategorien sorgt nun für Kritik von republikanischer und demokratischer Seite. Das Vorgehen bei der Veröffentlichung der US-amerikanischen Opferzahlen im Iran-Krieg durch das Pentagon sorgt für starke Kritik. Das Verteidigungsministerium unter Pete Hegseth hatte die Zahlen teilweise neu angeordnet und verschoben, wodurch sich Widersprüchlichkeiten bei Verletzten- und Todesopferzahlen ergaben. Das Verteidigungsministerium listet bei der Veröffentlichung die Zahlen der getöteten oder verwundeten US-Soldaten auf und gibt dabei an, welcher Abteilung des Militärs die Opfer angehören. Doch die Zählweise veränderte sich im Laufe des Juli auf einmal. Die Tendenz schien zu sein, die Zahl der Toten nach unten zu korrigieren, die Zahl der Verwundeten dagegen nach oben. Die Zahl der Todesopfer sank plötzlich von 18 auf 14, einige Tage später stieg die Zahl der Verletzten um 204 Personen. Ukraine könnte Moskau wohl schon im Herbst mit Raketen angreifen: Alle Entwicklungen im Newsblog Newsblog zum Krieg in Nahost: Neue Umfrage kommt für Trump zur Unzeit Pentagon verschiebt Opferzahlen Tatsächlich erscheint die Zahl der Opfer in der Veröffentlichung geringer als in der Realität, da die Liste nun in zwei Kategorien geteilt wird. Laut dem Militärportal "Task and Purpose" wurde ein Teil der Todesopfer aus dem Bericht zum Militäreinsatz "Operation Epic Fury" in einen Bericht namens "Overseas Operations" verschoben. Dabei trennt das Pentagon den Iran-Krieg in zwei verschiedene Einsätze, obwohl es sich um einen fortlaufenden Krieg handelt. Zwischen den beiden Militäreinsätzen gab es eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. Damit begründet das Pentagon die Entscheidung, die neue Zählung am 7. Juli, also am Tag der Verkündung des Waffenstillstands, beginnen zu lassen. Die Opfer der "Operation Epic Fury", die am 28. Februar von US-amerikanischer Seite gestartet wurde, zählen nach aktuellem Stand insgesamt 14 Tote und 412 Verletzte. Die späteren "Overseas Operations" zählen nun auch die vier getöteten US-Soldaten des iranischen Angriffs auf einen US-Stützpunkt im Juli sowie 207 Verletzte. Kritik an diesem Vorgehen kommt sowohl von republikanischer als auch von demokratischer Seite. Der Republikaner Thomas Massie kritisierte die neue Zählweise auf X als "absurden Trick". Das Pentagon tue so, "als hätte es zwei Iran-Kriege gegeben, die durch eine kurze Waffenruhe getrennt waren." Die demokratische Senatorin Nevadas, Jacky Rosen, forderte gemeinsam mit anderen Senatoren eine vollständige und korrekte Darstellung der Opferzahlen. In ihrer Erklärung heißt es: "Die amerikanische Bevölkerung, der Kongress, die Soldaten und ihre Familien haben Anspruch auf eine vollständige und genaue Darstellung der menschlichen Kosten des Krieges."

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