Iran-Krieg: USA melden neue Angriffe auf Iran - Ölpreis steigt
Sabrina Frangos
Explosionen über Stadt im Süden Jordaniens
Über der Stadt Akaba im Süden Jordaniens sind am Dienstagabend Explosionen zu beobachten gewesen. Zuvor hatte der Iran Vergeltung für US-Angriffe angekündigt. Iranische Medien berichteten, es würden Raketen abgefeuert und Drohnen eingesetzt.
Vivian Melchert
Iran reagiert mit Raketen und Drohnen auf neue US-Angriffe
Der Iran hat Berichten iranischer Medien zufolge als Reaktion auf neue US-Angriffe Raketen abgefeuert und Drohnen eingesetzt. Die den iranischen Sicherheitskräften nahestehenden Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim berichteten am Dienstagabend vom Beginn entsprechender Angriffe.
Vivian Melchert
Iran droht den USA nach erneuten Angriffen
Der Iran droht nach den erneuten US-Angriffen auf sein Land mit Vergeltungsschlägen. Der Generalstab der iranischen Streitkräfte und das militärische Hauptquartier Chatam al-Anbija teilten in einer von Staatsmedien verbreiteten Erklärung mit, dem Feind würden vernichtende Schläge versetzt, je mehr Chaos die USA in der Region anrichteten, desto schwerere Verluste würden sie erleiden. Auch die iranischen Revolutionsgarden drohten den USA eine harte Bestrafung an. Das zentrale Hauptquartier Chatam al-Anbija übernimmt in Kriegszeiten das Kommando im iranischen Generalstab.
Iranische Staatsmedien berichten über Explosionen in mehreren Regionen des Landes. Davon betroffen sein sollen die Insel Gheschm und die Großstadt Bandar Abbas an der Straße von Hormus sowie weiter im Osten der Raum Konarak sowie die Hafenstadt Tschabahar. Darüber hinaus wurden Explosionen von der im Persischen Golf liegenden Insel Lavan gemeldet. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht.
Vivian Melchert
Trump: USA greifen iranische Ziele nahe Straße von Hormus an
Die USA greifen nach den Worten von Präsident Donald Trump derzeit iranische Ziele nahe der Straße von Hormus an. Dies sei die Vergeltung für den gescheiterten Versuch des Iran, dort Seeminen zu verlegen, sowie für das Abfeuern von acht Raketen auf einen US-Militärstützpunkt in Jordanien, teilt Trump auf der Plattform Truth Social mit. Sollte der Iran auf diesen „sehr gerechtfertigten Angriff“ reagieren, werde das Land erneut und „auf einer viel härteren und höheren Stufe“ getroffen, erklärt er.
Timm Seckel
USA melden neue Angriffe auf Iran – Ölpreis steigt
Das US-Militär teilt mit, es habe mit Angriffen auf Ziele des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) im Iran begonnen. „Die Angriffe erfolgen als Reaktion auf die jüngsten Angriffsversuche der IRGC gegen die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus und gegen in der Region stationierte amerikanische Soldaten“, erklärt das Zentralkommando des US-Militärs. Der Ölpreis legt in Folge der Nachricht zu: Ein Fass Brent zur Lieferung im November kostete rund 94 Dollar.
Vivian Melchert
Irans Parlamentspräsident: Wir kontrollieren Straße von Hormus
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf sieht die Straße von Hormus eindeutig unter der Kontrolle der Islamischen Republik. Die Meerenge sei früher binnen 24 Stunden von mindestens 120 Schiffen passiert worden, sagte er in einem Video, das in einem Telegram-Kanal des Staatsfernsehens veröffentlicht wurde. „Selbst wenn es jetzt in manchen Nächten zwei oder drei Schiffen gelingt, hindurchzufahren, zeigt das tatsächlich, dass wir die gesamte Straße von Hormus kontrollieren.“
Alle Teheran vorliegenden Informationen, sowohl öffentliche als auch verdeckte, zeigten, dass „der Feind“ nach militärischen und diplomatischen Misserfolgen seine Kampagne um einen breit angelegten Wirtschaftskrieg und einen kognitiven Krieg erweitert habe, sagte Ghalibaf. „Das Ziel des Feindes in diesem hybriden Krieg ist es, Unruhe und Chaos im Land zu stiften. Das ist seine böswillige Absicht“, erklärte er. „Oder aber er versucht, uns durch Diplomatie zur Kapitulation zu zwingen. Niemals.“
Vivian Melchert
Bessent: Wohl diese Woche neue Iran-Sanktionen
Die USA wollen die iranische Führung mit neuen Sanktionen unter Druck setzen. „Wir werden wahrscheinlich diese Woche Sanktionen gegen eine Bank ankündigen und in der darauffolgenden Woche weitere“, sagt US-Finanzminister Scott Bessent bei einem G20-Treffen im Bundesstaat North Carolina. Zudem prüfe die Regierung in Washington Strafmaßnahmen gegen Flugzeugleasinggesellschaften und andere Unternehmen, die mit den iranischen Revolutionsgarden Geschäfte machen. „Wir zeigen null Toleranz. Wir werden dieses Regime wirtschaftlich ersticken.“
Vivian Melchert
Kallas: Mehr als zehn EU-Staaten zu Libanon-Mission bereit
Mehr als zehn EU-Mitgliedstaaten sind bereit, sich an einer neuen militärischen und zivilen Ausbildungsmission für libanesische Sicherheitskräfte zu beteiligen. Dies erklärt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Die Mission soll die innere Sicherheit des Libanon stärken, damit sich die Armee auf die Entwaffnung der Hisbollah-Miliz konzentrieren kann. Hintergrund der Gespräche ist das Ende 2026 auslaufende Mandat der UN-Friedenstruppe Unifil.
Vivian Melchert
Iran zu Rückkehr zu Waffenruhe mit USA bereit
Der Iran ist nach Angaben von Präsident Massud Peseschkian bereit, zu der mit den USA vereinbarten Waffenruhe zurückzukehren, wenn auch Washington seine damaligen Verpflichtungen wieder erfüllt. „Wenn die USA zu ihren Verpflichtungen aus der Absichtserklärung zurückkehren, wird die Islamische Republik Iran dies unverzüglich ebenfalls tun“, sagte Peseschkian iranischen Staatsmedien zufolge beim Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Kirgistan.
Die im Juni geschlossene Absichtserklärung sah eine sofortige Waffenruhe und eine 60-tägige Verhandlungsphase für ein umfassenderes Friedensabkommen vor. Der Iran erklärte sich unter anderem bereit, Minen aus der Straße von Hormus zu räumen und während dieser Zeit die Durchfahrt von Schiffen zu ermöglichen. Die USA sagten im Gegenzug unter anderem zu, ihre Seeblockade zu beenden, Sanktionen aufzuheben, Ausnahmegenehmigungen für iranische Ölexporte zu erteilen und mit der Arbeit an einem Wiederaufbaupaket für den Iran zu beginnen.
Die Vereinbarung brach jedoch rasch zusammen. Zwar gingen die Kämpfe anschließend zurück, am Wochenende beschossen sich beide Seiten jedoch erneut.Peseschkian setzt sich seit längerem für ein ausgehandeltes Ende des Krieges ein. Die mächtigen iranischen Revolutionsgarden drängen dagegen auf weitergehende Zugeständnisse der USA. Dazu zählen die iranische Kontrolle über die Straße von Hormus und finanzielle Entschädigungen für den Krieg. Diese Bedingungen dürften für Washington kaum akzeptabel sein.
Lydia Wolter
Hamas: Sicherheitschef von Israel-gestützter Miliz entführt
Der Sicherheitschef der islamistischen Hamas ist nach Angaben der Terrororganisation von Mitgliedern einer palästinensischen Miliz entführt worden, die mit Israel verbündet ist. Er sei in der Stadt Gaza verschleppt worden, hieß es aus Hamas-Kreisen. Bei dem Vorfall sei seine Frau getötet worden.
Nach Krankenhausgaben wurden dabei zudem zwei Kinder getötet. Diese gehörten aber offenbar nicht zur Familie des Sicherheitschefs. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sagte bei einem Besuch im israelischen Grenzgebiet, ein „ranghoher Hamas-Terrorist“ sei festgenommen worden. Zuvor hatte es Berichte über heftige israelische Luftangriffe und Gefechte in der Stadt Gaza gegeben.
Julie Leduc
Hardliner im Iran fordert Präventivschläge gegen USA
Ein Politiker des ultrakonservativen Lagers im Iran hat Präventivschläge gegen US-Einrichtungen am Persischen Golf gefordert. Angesichts von Berichten über geringe Munitionsvorräte, hohe Spritpreise und die bevorstehenden Kongresswahlen in den USA sei der Feind um einen Abbau der Spannungen bemüht, schrieb der Abgeordnete Mahmud Nabawian, der als einflussreiche Stimme der Fundamentalisten gilt, auf X.
„Daher ist jetzt der beste Zeitpunkt für einen Präventivangriff auf die Interessen der USA in der Region, um den Feind zum Rückzug zu zwingen und die Blockade zu durchbrechen“, schrieb Nabawian weiter. Diese Gelegenheit nicht zu nutzen führe zu Schaden, fügte er hinzu.
Julie Leduc
Iran kritisiert US-Sanktionen: „Verhalten aus der Steinzeit“
Irans Regierung hat die Einschränkung von Sprachtests im Zuge der neuen US-Sanktionen scharf kritisiert. „Das Ziel des Feindes ist es, unser Land durch Sanktionen zur Kapitulation zu zwingen“, sagte Wissenschaftsminister Hussein Simai Saraf, wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete. Dass nun auch ein renommierter Sprachtest für Englisch betroffen ist, bezeichnete er als „Verhalten aus der Steinzeit“.
Julie Leduc
Iran: Flugabwehr an mehr als 3.800 Orten stationiert
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge landesweit Flugabwehreinheiten an mehr als 3.800 Orten stationiert. „Viele dieser Orte befinden sich in schwer zugänglichen Gebieten. Iran ist ein Land mit vielfältigen geografischen Gegebenheiten, und die Luftverteidigungskräfte sind in Wüsten, an Küsten, auf Inseln und im Gebirge stationiert“, sagte ein iranischer General im Staatsfernsehen.
Seinen Worten nach wurden bei den vergangenen militärischen Konflikten mit den USA und Israel seit Oktober 2024 rund 160 Soldaten der Flugabwehr getötet. In dem Interview äußerte er auch vorsichtige Kritik an importierten Waffensystemen. Der Iran sei daher zum Ergebnis gekommen, vermehrt heimisch produzierte Flugabwehrsysteme einzusetzen.
Sabrina Frangos
Erneut Tanker in Straße von Hormus angegriffen
In der Straße von Hormus ist erneut ein Öltanker angegriffen worden. Er sei während der Ausfahrt aus der Meerenge von „drei unbekannten Geschossen“ getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Der Vorfall habe sich rund 30 Kilometer östlich des omanischen Ortes Khasab ereignet. Es gebe keine Verletzten.
Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar. Er erfolgte, nachdem es in der Nacht zum Montag erstmals seit Ende Juli wieder zu gegenseitigen Angriffen zwischen dem Iran und den USA gekommen war. Das US-Militär attackierte dabei nach eigenen Angaben Einheiten der iranischen Revolutionsgarden, die Minen in der Straße von Hormus legen wollten. Der Iran feuerte daraufhin mit Raketen auf Stützpunkte des US-Militärs in Jordanien. Sie wurden jordanischen Angaben zufolge abgefangen.
Der Iran blockiert mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Meerenge weitestgehend. Laut US-Medienberichten eskortiert das US-Militär jedoch immer wieder erfolgreich Schiffe entlang der omanischen Küste durch die Passage zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman.
Lydia Wolter
Irans Präsident offen für diplomatische Lösung mit USA
Irans Präsident Massud Peseschkian hat sich im festgefahrenen Konflikt mit den USA erneut für eine diplomatische Lösung ausgesprochen. „Sollten die USA zu ihren Verpflichtungen (...) zurückkehren, wird auch die Islamische Republik Iran unverzüglich entsprechend handeln“, zitierte die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna aus einer Rede Peseschkians beim Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek.
Sarah Sendner
Iran feuert Drohne in Richtung der Vereinigten Arabischen Emirate ab
Der Iran hat eine Drohne in Richtung der Vereinigten Arabischen Emirate abgefeuert. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate wurde die Drohne am Montag über den eigenen Hoheitsgewässern abgefangen. Die Vereinigten Arabischen Emirate bezeichneten den Angriff als „gefährliche Eskalation“ durch den Iran.
Nach mehr als einem Monat ohne größere Kampfhandlungen hatten die USA am Sonntag iranische Raketenwerfer angegriffen. Nach Angaben der US-Regierung bereiteten diese den Einsatz von Minen in der Straße von Hormus vor. Der Iran reagierte mit dem Abschuss von Raketen auf US-Stellungen in Jordanien. Alle Raketen wurden abgefangen. Der iranische Präsident Massud Peseschkian sagte, sein Land strebe keinen Krieg an. Zugleich werde man „entschlossen auf Aggressoren reagieren“.
Leonidas Exuzidis
„Werden sie hart treffen“ – Trump will Iran erneut attackieren
US-Präsident Donald Trump hat erneute Vergeltungsangriffe auf den Iran angekündigt. „Es wird eine Reaktion geben“, sagte Trump am Montag gegenüber Fox News. „Wir werden sie hart treffen.“
Erstmals seit Ende Juli hatten die USA in der Nacht wieder Ziele im Iran angegriffen. Teheran reagierte umgehend mit Angriffen auf Stützpunkte des US-Militärs, etwa in Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Jeanne Vesper
Trump fordert Prozess gegen Iran zu getöteten Demonstranten
US-Präsident Donald Trump fordert nach dem Tod von Demonstranten im Iran eine Anklage gegen die Verantwortlichen. „Sie müssen wegen Kriegsverbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt werden!“, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social über den Iran.
Ohne Beweise oder seine Quellenlage vorzulegen, brachte Trump in dem Post die Zahl von 100.000 Toten ins Spiel. Es wurde auch nicht klar, auf welchen Zeitraum er sich dabei bezieht. Die Zahl weicht sehr deutlich von bislang offiziellen Zahlen und Schätzungen ab, die im Kontext von getöteten Demonstranten im Iran bekannt sind. Diese liegen deutlich darunter.
Trump schrieb zudem: „Iran ist offiziell eine gescheiterte Nation.“ Das Land sei „TOT!“ Es habe keine Marine, keine Luftwaffe, keine Währung, es bezahle Soldaten oder Polizisten nicht, es gebe eine hohe Inflation und die Führung befinde sich in „völliger Unordnung“ und sei nicht in der Lage, das Land angemessen zu vertreten. Sie seien bereit, ihre Demonstranten zu töten.
Miriam Braun
Trump meldet Zerstörung der Ölinsel Charg, Iran widerspricht
US-Präsident Donald Trump zufolge wird das iranische Ölzentrum auf der Insel Charg von den USA „in Stücke gerissen“. In den sozialen Medien nennt er jedoch keine weiteren Details. Ein beigefügtes Video, das gewaltige Explosionen zeigt, ist einer Überprüfung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge wahrscheinlich künstlich generiert.
Zuvor haben US-Streitkräfte zwei Raketenwerfer auf einer anderen Insel angegriffen. Dies sind die ersten bekannten US-Angriffe auf den Iran seit Ende Juli. Als Reaktion darauf feuert der Iran auf US-Stützpunkte in Jordanien.
Der Betrieb auf der wichtigen Ölinsel läuft nach Angaben der staatlichen Ölgesellschaft NIOC trotz gegenteiliger Behauptungen von Trump normal weiter. „Trumps Beiträge sind lächerlich, und die Lage auf Charg ist ruhig und stabil“, zitiert das Portal Nournews den NIOC-Chef Hamid Bovard.
Lukas Bay
Revolutionsgarden: Tanker in Straße von Hormus brennt nach Minentreffern
In der Straße von Hormus ist ein Supertanker iranischen Angaben zufolge nach zwei Minentreffern in Brand geraten. Das Schiff sei vollständig zum Stehen gekommen, berichtet das Staatsfernsehen unter Berufung auf eine Mitteilung der Revolutionsgarden. Der Tanker habe versucht, die wichtige Wasserstraße illegal zu passieren. Angaben zum Namen des Schiffes oder zum Schicksal der Besatzung machen die Garden nicht. Sie warnen zugleich, dass anderen Schiffen bei einem Verstoß gegen iranische Vorschriften für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus dasselbe drohe.
Lukas Bay
Emirate melden Drohnenvorfall über Hoheitsgewässern
Die Luftwaffe der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums auf eine Drohne reagiert, die über den Hoheitsgewässern des Landes entdeckt worden war. Das unbemannte Fluggerät sei aus Richtung des Irans gekommen, teilte das Ministerium mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
Die iranische Armee hatte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim von einem Angriff mit Dutzenden Drohnen auf ein Ziel in den Vereinigten Arabischen Emiraten gesprochen. Demnach wurde der Flugplatz Minhad südöstlich von Dubai ins Visier genommen. Das emiratische Verteidigungsministerium wies Berichte über einen Raketenangriff auf den Flugplatz zurück. Meldungen, wonach der Stützpunkt Ziel von Raketen geworden sei, seien falsch.
Miriam Braun
Finanzminister: Planen wöchentlich neue Sanktionen gegen den Iran
Das US-Finanzministerium plant nach den Worten von Scott Bessent wöchentlich neue Sekundärsanktionen gegen den Iran. Zunächst stünden Banken im Fokus, sagt Bessent der Nachrichtenagentur Reuters. Man werde den Geldhäusern klarmachen, dass es nicht in Ordnung sei, iranisches Geld zu verwalten und das Regime zu unterstützen.
Der nächste Schritt könne sein, ein Institut vollständig vom dollarbasierten Finanzsystem abzuschneiden. Bessent will diese Botschaft auch beim anstehenden Treffen der G20-Finanzminister übermitteln: Wer die wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran nicht kappe, müsse mit Sekundärsanktionen rechnen.
Miriam Braun
Iran greift US-Stützpunkte in Jordanien an
Der Iran hat eigenen Angaben zufolge zwei Stützpunkte des US-Militärs in Jordanien angegriffen. In einer von mehreren staatlichen iranischen Nachrichtenagenturen verbreiteten Erklärung der mächtigen Revolutionsgarden hieß es in der Nacht, die kombinierte Drohnen- und Raketenattacke sei Vergeltung für einen US-Angriff auf die iranische Insel Larak. Das Königreich Jordanien habe acht Raketen zerstört, die in den Luftraum eingedrungen waren, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf das Militär.
Dem US-Sender Fox News zufolge blieben die Angriffe zunächst ohne größere Auswirkungen. Fast alle anfliegenden Raketen seien abgefangen worden, berichtete der Sender unter Berufung auf US-Kreise.
Miriam Braun
Verlängerung von Iran-Einsatz untragbar? Pentagon dementiert
Das US-Verteidigungsministerium hat einen Medienbericht zumindest in Teilen dementiert, wonach mehrere hochrangige US-Militärs vor einer Verlängerung des US-Einsatzes gegen den Iran gewarnt haben. „Vieles davon ist schlichtweg falsch“, schrieb Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf der Plattform X. Er betonte, dass die Veröffentlichung streng geheimer Lageberichte ein „Verbrechen“ sei.
In einem Statement an die Deutsche Presse-Agentur sagte Parnell, dass der Artikel „ein schlecht recherchierter Bericht voller Ungenauigkeiten“ sei. Zu internen operativen Abläufen oder bestimmten Risikobewertungen wolle er sich nicht öffentlich äußern.
Zuvor hatte die „Washington Post“ unter Berufung auf mit einem geheimen Dokument vertraute Personen berichtet, dass mehrere hochrangige US-Militärs Verteidigungsminister Pete Hegseth darauf hingewiesen hätten, dass eine Verlängerung großangelegter Operationen gegen den Iran nicht tragbar sei. Zudem könnten dadurch die Fähigkeiten der Streitkräfte, Bedrohungen auch in der Heimat abzuwehren, eingeschränkt werden, schrieb die Tageszeitung unter Berufung auf das sogenannte Secretary of Defense Orders Book (SDOB).