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Iran-Krieg: USA zerstören fünf iranische Öltanker - einer wird versenkt

Welt

Sabrina Frangos

Iran: Revolutionsgarden greifen zehn Schiffe im Golf an

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben zwei US-Schiffe und acht Öltanker im Persischen Golf angegriffen. Dies sei eine Reaktion auf einen US-Angriff auf fünf iranische Tanker, berichten staatliche Medien unter Berufung auf eine Erklärung der Garden. Die zehn Schiffe hätten versucht, ein „verbotenes und unsicheres“ Gebiet in der Straße von Hormus zu durchqueren.

Miriam Braun

US-Militär: Iranischer Öltanker versenkt

Das US-Militär hat bei seinen Angriffen auf iranische Öltanker nach eigenen Angaben eines der Schiffe versenkt. Der Tanker „M/T Riesco“ sei im Golf von Oman zerstört worden und sinke, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Dazu stellte es ein Video, auf dem zu sehen ist, wie ein Schiff getroffen wird, Feuer fängt und anschließend mit dem Bug voran sinkt. Das Militär machte zunächst keine Angaben dazu, ob der Tanker Rohöl geladen hatte.

Nach Angaben von Centcom wurden bei den Angriffen vom Dienstag insgesamt fünf iranische Öltanker angegriffen und „zerstört“. Die Besatzungsmitglieder seien zuvor aufgefordert worden, die Schiffe zu verlassen, hatte das US-Regionalkommando mitgeteilt. Der Schlag sei erfolgt, nachdem Irans Revolutionsgarden zuvor ein Kriegsschiff der US-Marine mit ballistischen Raketen angegriffen hätten. Das Kriegsschiff habe den Angriffen ausweichen können, hieß es.

Miriam Braun

Jordanien: Fast zwei Dutzend iranische Raketen abgefangen

Jordanien hat eigenen Angaben zufolge 20 ballistische Raketen aus dem Iran erfolgreich abgefangen. 18 seien zerstört worden, zwei weitere in entlegene Gebiete gestürzt, teilte die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra in der Nacht mit. Es habe keine Verletzten gegeben. Zu den Zielen der Angriffe gab es keine Angaben. Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor laut der Nachrichtenagentur Fars von „schweren Raketenangriffen“ auf die US-Militärbasis Al-Asrak gesprochen.

Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim gab es mehrere Explosionen auf zwei US-Stützpunkten in Jordanien. Eine Bestätigung dafür gab es weder vonseiten des US-Militärs noch von jordanischer Seite. Der Iran sprach von Vergeltung für Angriffe des US-Militärs auf iranische Öltanker. Die US-Streitkräfte erklärten, die Attacken auf die Tanker seien Vergeltung für iranische Raketenangriffe auf ein US-Kriegsschiff gewesen.

Miriam Braun

USA zerstören fünf iranische Öltanker – Rubio warnt Teheran

Das US-Regionalkommando Centcom meldet die Zerstörung von fünf iranischen Rohöltankern am 8. September. Dies sei die Reaktion auf versuchte Raketenangriffe, teilt das Militär mit. Die iranischen Revolutionsgarden hätten in den vergangenen zwei Tagen zweimal ein US-Kriegsschiff mit ballistischen Raketen ins Visier genommen.

Das Schiff wich den Angriffen laut Centcom erfolgreich aus. US-Außenminister Marco Rubio warnt den Iran unterdessen, dass die USA als Vergeltung weiterhin iranische Öltanker attackieren werden. Während eines Besuchs in Kolumbien erklärte Rubio, dass das Land jedes Mal, wenn der Iran versuche, Schiffe der US-Marine zu treffen, Tanker verlieren werde.

Miriam Braun

Iranische Medien melden Raketenangriffe auf Jordanien

Der Iran hat Medienberichten zufolge US-Militärstützpunkte in Jordanien mit einer „Welle an Raketen“ angegriffen. Wie unter anderem der regierungstreue Sender Press TV in der Nacht auf Telegram meldete, handelte es sich um Vergeltungsschläge nach Angriffen des US-Militärs auf iranische Öltanker. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim gab es mehrere Explosionen auf zwei US-Stützpunkten in Jordanien. Die Berichte ließen sich zunächst nicht unabhängig bestätigen. Das US-Militär und die jordanischen Behörden machten dazu zunächst keine Angaben.

Das US-Militär hatte in der Nacht erklärt, die Attacken auf mehrere iranische Tanker seien Vergeltung für iranische Angriffe auf ein US-Kriegsschiff mit ballistischen Raketen gewesen. Zuvor hatten iranische Medien mehrere Explosionen vor der Insel Charg im Persischen Golf sowie nahe der Hafenstadt Dschask an der Straße von Hormus gemeldet. Charg ist das wichtigste Exportterminal für iranisches Erdöl im Persischen Golf.

Sabrina Frangos

USA verlieren Unterwasserdrohne nahe der Straße von Hormus

Der Iran hat nach Angaben des Staatsfernsehens eine US Unterwasserdrohne erbeutet. Die Marine habe das unbemannte Fahrzeug am Dienstag am Eingang der Meerenge von Hormus „als Beute sichergestellt“, hieß es.

Der Sprecher des für den Nahen Osten zuständigen US-Regionalkommandos Centcom, Tim Hawkins, räumte ein, das US-Militär sei nicht mehr im Besitz der Drohne vom Typ Anduril Dive-LD. Diese habe bei einem Einsatz in der Gegend vor mehr als einem Tag eine Fehlfunktion gehabt. Es habe sich um ein defektes, älteres Modell gehandelt, das „weder sensible Daten gesammelt noch geheime Sonar- oder Radarausrüstung an Bord gehabt“ habe. „Sie war in einer handelsüblichen Ausstattung. Deshalb machen wir uns keine Sorgen“, sagte Hawkins.

Miriam Braun

Iran: Kleiner iranischer Tanker von US-Rakete getroffen

Ein kleiner iranischer Tanker ist der iranischen Agentur Tasnim zufolge vor der Insel Kharg von einer US-Rakete getroffen worden. Es habe keine Verletzten gegeben und die Besatzung sei evakuiert worden.

Vivian Melchert

Iranische Medien: Explosionen auf Insel Charg und nahe Dschask

Iranische Medien haben mehrere Explosionen auf der Insel Charg im Persischen Golf sowie nahe der Hafenstadt Dschask an der Straße von Hormus gemeldet. Laut der regierungsnahen Nachrichtenagentur Mehr waren Explosionen auf verschiedenen Teilen der Insel Charg zu hören, darunter auch im Hafengebiet. Offizielle Informationen zu Ursprung und Ursache der Explosionen sowie über mögliche Schäden lagen demnach zunächst nicht vor.

Auch nahe der Hafenstadt Dschask im Südosten des Irans an der Straße von Hormus seien Explosion zu hören gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Vivian Melchert

Deutschland schließt sich Einfuhrverbot israelischer Waren nicht an

Deutschland wird sich dem angekündigten Einfuhrverbot der engsten Partner für Waren aus israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland nicht anschließen. Im Auswärtigen Amt wird auf Anfrage lediglich darauf verwiesen, dass man sich an dem EU-Israel-Assoziierungsabkommen orientiere, nach dem die EU Handelspräferenzen nur für Produkte aus dem israelischen Staatsgebiet in den Grenzen von 1967 vorsehe. Diese Regel müsse konsequent angewendet werden. „Daneben sind keine weiteren Maßnahmen geplant“, heißt es zu dem von Paris und London am Dienstag verkündeten Importverbot für israelische Waren aus dem palästinensischen Westjordanland. Man nehme die Ankündigung einiger Partnerländer wie etwa Frankreich, Großbritannien, Norwegen, den Niederlanden, Belgien und Kanada „zur Kenntnis“.

Vivian Melchert

Israel schließt wegen Sanktionen britisches Konsulat in Jerusalem

Israel will als Reaktion auf ein britisches Einfuhrverbot für Waren aus Siedlungen im Westjordanland das britische Konsulat in Jerusalem schließen lassen. Das kündigte der israelische Außenminister Gideon Saar am Dienstag an.

Die Schließung gehört zu mehreren Gegenmaßnahmen, die Israel wegen des britischen Verbots gegen den Handel mit israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland unternimmt. Saar kündigte unter anderem an, dass britische Vertreter von einem gemeinsamen militärischen Zentrum für die Überwachung der Waffenruhe im Gazastreifen ausgeschlossen würden.

Darüber hinaus werde das Training für Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde durch Großbritannien im Westjordanland gestoppt, teilte Saar mit. Zudem werde Israel ein Einreiseverbot gegen zwölf gewählte britische Beamte und andere britische Staatsbürger verhängen, denen „antisemitische und israelfeindliche Aktivität“ vorgeworfen werde.

Bianca Hugo

Britische Sanktionen könnten Gegenmaßnahmen auslösen

Nach der Ankündigung britischer Sanktionen gegen Waren aus israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland könnte Israel mit Gegenmaßnahmen reagieren. „Wenn Großbritannien gegen Israel vorgeht, wird Israel gegen Großbritannien vorgehen“, sagte Außenminister Gideon Saar.

Israels Präsident Izchak Herzog sprach von einer „schweren Fehleinschätzung“ Londons und einer Entscheidung, mit der Großbritannien „auf der falschen Seite der Geschichte“ stehen werde. Mit Blick auf die Wahl zur Knesset im Oktober sprach Herzog von einem „groben Eingriff in die demokratischen Wahlen einer souveränen Nation“.

Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, erklärte, die Sanktionen diskriminierten „das jüdische Volk“. Wenn die britische Regierung die Maßnahmen in Kraft setze, seien Konsequenzen oder Vergeltungsmaßnahmen seitens der USA möglich.

Israels Außenminister Gideon Saar. AFP

Bianca Hugo

Großbritannien verbietet Handel mit Waren aus israelischen Siedlungen im Westjordanland

Großbritannien hat am Dienstag in Abstimmung mit Frankreich und Kanada ein Handelsverbot für Waren aus israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland angekündigt. Der britische Außenminister Ed Miliband erklärte im Unterhaus, sein Land könne Ungerechtigkeit und Leid nicht länger lediglich anprangern. Man müsse handeln, um der Ausweitung der Siedlungen und der Zerstörung einer Zwei-Staaten-Lösung entgegenzuwirken. Die britische Regierung betrachte die Besetzung des Westjordanlands als rechtswidrig.

Mit dem Schritt schließt sich London anderen europäischen Staaten wie den Niederlanden, Irland, Belgien, Spanien und Norwegen an, die solche Importverbote umgesetzt haben oder planen. Die Ankündigung stieß in Israel auf scharfe Kritik. Finanzminister Bezalel Smotrich forderte die Ausweisung des britischen Botschafters in Tel Aviv und kündigte den Bau von 1000 neuen Wohnungen in zwei anderen Siedlungen im Westjordanland an. Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir plädierte für die Schließung des britischen Konsulats in Ostjerusalem. Staatspräsident Izchak Herzog warf Großbritannien vor, sich in die für Ende Oktober geplanten israelischen Wahlen einzumischen.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Verbots dürften gering sein. Das bilaterale Handelsvolumen liegt bei jährlich rund sieben Milliarden Euro. Waren aus den Siedlungen, hauptsächlich landwirtschaftliche Produkte und Wein, machen einen sehr kleinen Teil der israelischen Exporte aus. Darüber hinaus ist unklar, wie die britischen Behörden zwischen Produkten aus den Siedlungen und solchen aus Israel unterscheiden wollen.

Patricia Hoffhaus

Lawrow: Russland zu Vermittlung im Nahen Osten bereit

Russland ist nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow bereit, zur Lösung des Konflikts im Nahen Osten beizutragen. Das sagt Lawrow bei einem Treffen mit seinem saudiarabischen Amtskollegen Prinz Faisal bin Farhan al-Saud in Moskau. Prinz Faisal betonte dabei die Bedeutung der Partnerschaft beider Länder.

Die Zusammenarbeit zwischen Saudi-Arabien und Russland erstrecke sich über eine Vielzahl politischer und wirtschaftlicher Bereiche, erklärte er. Diese habe sich als wichtig für die Stabilisierung der globalen Energiemärkte erwiesen. Saudi-Arabien sei an einer Vertiefung der Kooperation mit Russland interessiert. Das gelte insbesondere für das Bündnis Opec+, dem die Opec-Staaten und weitere Ölproduzenten wie Russland angehören.

Lukas Bay

Irans Präsident kündigt starken Widerstand an

Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian kündigt an, den Widerstand „mit Stärke“ fortzusetzen, bis die „Aggressoren“ ihr Handeln bereuen. Die Islamische Republik sei zwar immer gegen Krieg gewesen, werde sich aber wie bisher gegen Aggressionen zur Wehr setzen, um die Rechte des Volkes zu schützen, schreibt Pezeshkian auf der Online-Plattform X.

Leonidas Exuzidis

Teherans Metro-Stationen sollen als Bunker dienen

Die Bevölkerung in der iranischen Hauptstadt Teheran soll die zahlreichen Metro-Stationen im Krieg künftig als Schutzräume nutzen. Die Stadt arbeite derzeit an einem Konzept und werde in Kürze Hinweisschilder installieren, sagte der Vorsitzende des Stadtrats, Mehdi Tschamran, nach einer Sitzung laut einem Bericht des Webportals Didban.

Bereits während der schwersten Bombardierungen im Krieg hatten Politiker die Bevölkerung in der Millionenmetropole aufgerufen, Metro-Stationen als Bunker aufzusuchen. Im Gegensatz zu vielen Gegenden in Israel gibt es im Iran kein flächendeckendes Konzept für Schutzräume. Die israelischen und US-Luftangriffe trafen die meisten Menschen im Iran oft überraschend, ohne Vorwarnung.

Für viele der rund 15 Millionen Einwohner dürften die Metrostationen jedoch zu weit entfernt und im Ernstfall nicht rechtzeitig erreichbar sein. In Teheran gibt es rund 160 U-Bahn-Stationen. Einige davon liegen iranischen Medienberichten zufolge in gut 40 Metern Tiefe.

Eine der Metro-Stationen in der iranischen Hauptstadt. AFP

Lukas Bay

Huthi-Rebellen melden Angriff auf saudi-arabische Aramco-Anlagen

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen greifen nach eigenen Angaben saudi-arabische Energieanlagen des Ölkonzerns Aramco im Süden des Landes an. Bei der Attacke kommen Drohnen und ballistische Raketen zum Einsatz, wie ein Militärsprecher der Gruppe erklärt. Er spricht von einer „breit angelegten Operation“.

Sabrina Frangos

Goldman Sachs hebt Ölpreisprognosen wegen Nahost-Risiken an

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Ölpreisprognosen wegen der anhaltenden Risiken für die Schifffahrt im Nahen Osten angehoben. Für Dezember 2026 rechne das Institut nun mit einem Preis von 85 Dollar je Barrel (159 Liter) für die Nordseesorte Brent und 80 Dollar für die US-Sorte WTI, teilte Goldman Sachs am späten Montag (Ortszeit) mit. Dies entspricht einem Aufschlag von jeweils fünf Dollar gegenüber der bisherigen Schätzung. Für das Jahr 2027 rechnen die Analysten mit Preisen von 80 beziehungsweise 75 Dollar. Begründet wurde die Anpassung mit der Erwartung, dass die Störungen des Schiffsverkehrs in der Region bis ins kommende Jahr andauern. Sollte die durchschnittliche Ölförderung in der Golfregion im Jahr 2027 zudem um vier Millionen Barrel pro Tag unter dem Vorkriegsniveau liegen, könnte der Brent-Preis sogar auf über 120 Dollar steigen, hieß es weiter.

Carlotta Moreno Lara

Emirate lehnen Kontrolle der Straße von Hormus durch Einzelstaat ab

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben den Iran vor Angriffen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus gewarnt. Teheran müsse mit Konsequenzen rechnen, wenn es Öltanker und Frachter in der Meerenge mit Seeminen, Drohnen oder Raketen bedrohe, sagte der diplomatische Berater von Präsident Mohammed bin Sajid Al Nahjan am Montag.

„Eine internationale Wasserstraße als Druckmittel einzusetzen, ist nicht hinnehmbar“, fügte Anwar Gargash auf einem Forum von Staats- und Regierungschefs in Abu Dhabi hinzu. Die Straße von Hormus dürfe nicht von einem einzelnen Staat kontrolliert werden, betonte Gargasch. „Unsere Energieexporte werden nicht als Geiseln genommen. Das gilt auch für unseren Handel und unsere Wirtschaft“, sagte er.

Carlotta Moreno Lara

12 Tote bei weiteren Angriffen Israels im Libanon

Die Opferzahl nach israelischen Angriffen im Südlibanon ist nach Behördenangaben auf zwölf gestiegen. Bei einem Angriff auf ein Wohngebäude in Kfar Rumman im Raum Nabatija am Morgen seien elf Menschen getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Darunter waren demnach auch zwei Kinder und zwei Frauen. Es habe acht Verletzte gegeben. Bei einem weiteren Angriff auf ein Fahrzeug im gleichen Ort sei ein Sanitäter des der Hisbollah nahestehenden Risala-Gesundheitsdienstes getötet worden.

Israels Armee teilte am Nachmittag mit, die Hisbollah habe in der Nacht zwei Sprengstoffdrohnen gegen israelische Soldaten im Südlibanon eingesetzt. Als Reaktion darauf habe Israels Militär Ziele wie Waffenlager der vom Iran unterstützten Miliz im nördlichen Nachbarland angegriffen. Die Armee habe zudem in einem Ort nahe Nabatija Personen ins Visier genommen, die Waffen transportiert hätten, hieß es weiter. Das Militär prüfe derzeit Angaben, dass es infolge der Angriffe unbeteiligte Opfer gegeben habe.

Lydia Wolter

IAEA-Chef: Assads Reaktor war für Atomwaffen konfiguriert

Eine geheime syrische Anlage aus der Regierungszeit des früheren Präsidenten Baschar al-Assad war nach Angaben des obersten UN-Atomwächters für Atomwaffen konfiguriert. Er urteile zwar nicht über die früheren Absichten Syriens, sagte der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi. Doch er wies darauf hin, dass ein nie fertiggestellter Reaktor für die effiziente Produktion für Material ausgelegt gewesen sei, das „direkt für die Herstellung von Nuklearwaffen“ tauglich gewesen wäre.

Die IAEA arbeitet derzeit zusammen mit der aktuellen Regierung in Damaskus das frühere Atomprogramm auf. Zuletzt haben IAEA-Fachleute tonnenweise geheime Bestände an Uran und Reaktorbrennstäben aus der Ära Assad in Syrien sichergestellt.

Lydia Wolter

UN-Gericht: Deutschland verteidigt Waffenexporte nach Israel

Deutschland hat vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) seine Rüstungsexporte nach Israel als vereinbar mit internationalem Recht verteidigt. „Alle deutschen Rüstungsexporte nach Israel und in andere Länder unterliegen strengen Prüfverfahren, die strikter als internationale Regelungen sind“, sagte die deutsche Rechtsvertreterin zu Beginn einer Anhörung in Den Haag.

Nicaragua hatte Deutschland mit einer Klage wegen Beihilfe zum Völkermord vor das Gericht gebracht. Die Rüstungsexporte verletzen demnach die Genozid-Konvention, da sie von Israel bei den Angriffen im Gazastreifen genutzt würden.

Lydia Wolter

Israels Armee tötet Palästinenser nach mutmaßlichem Angriff

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge einen mutmaßlich palästinensischen Angreifer im Norden des Westjordanlands nach einer kurzen Verfolgungsjagd getötet. Der Palästinenser habe am Morgen zunächst einen israelischen Siedler mit einem Messer angegriffen und sei dann geflüchtet, teilte das israelische Militär mit. Der mutmaßliche Täter sei schließlich gefunden worden und habe dabei versucht, auch auf Soldaten einzustechen. Ein Kommandeur der israelischen Armee habe ihn erschossen. Der verletzte Siedler kam israelischen Angaben zufolge in ein Krankenhaus.

Lukas Bay

Palästinensischer Student von Siedlern erschossen

Ein 20-jähriger palästinensischer Student ist nach palästinensischen Angaben bei einem Angriff radikaler israelischer Siedler auf ein Dorf im Westjordanland getötet worden. Nach Angaben des Rettungsdienstes Roter Halbmond wurden zwei weitere Menschen bei dem Vorfall in dem Ort Hadscha nahe der Palästinenserstadt Kalkilia durch Schüsse verletzt. Ein israelischer Armeesprecher sagte auf Anfrage, man prüfe die Berichte.

Nach Angaben aus dem Dorf kamen radikale Siedler am Sonntagabend in den Ort und eröffneten das Feuer auf Einwohner. Der Student sei am Kopf getroffen worden und später seinen Verletzungen erlegen. Ein weiterer Palästinenser sei in kritischem Zustand.

Lukas Bay

Schiffsverkehr in Straße von Hormus bricht nach Angriffen ein

Nach gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran auf Tanker ist der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus auf den niedrigsten Stand seit Mai eingebrochen. In den vergangenen zehn Tagen passierten im Durchschnitt nur noch zehn Frachtschiffe pro Tag die Meerenge, wie aus Daten des Analyseunternehmens Kpler hervorgeht. Am Samstag durchquerten demnach lediglich zwei Schiffe die wichtige Handelsroute, am Sonntag waren es sechs. Ein Tanker aus Saudi-Arabien habe beim Versuch, die Meerenge zu verlassen, umkehren müssen, zeigten LSEG-Daten. Zudem habe laut Kpler seit Mittwoch kein einziger Supertanker die Straße von Hormus verlassen.

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