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Iran legt Kraftwerk in England vier Tage lahm

Welt

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Von Tony Diver, Rozina Sabur und Matt Oliver

London – Der Angriff kam urplötzlich und er ist absolut beispiellos: Wie der britische „Telegraph“ berichtet (gehört wie BILD zur Axel Springer SE), haben iranische Hacker ein britisches Kraftwerk vier Tage lang lahmgelegt! Aus Sicherheitsgründen wollten die Quellen dem „Telegraph“ nicht sagen, welche Anlage betroffen war. Es wird aber angenommen, dass es sich um ein kleineres Kraftwerk gehandelt hat.

Die britische Stromversorgung war von dem Angriff nicht beeinträchtigt. Weswegen davon auszugehen ist, dass es den Cyberkriminellen nicht darum ging, der Bevölkerung zu schaden. Trotzdem ist der Vorfall besorgniserregend. Denn der britischen Regierung sollte gezeigt werden: Wenn wir wollen, kommen wir bei euch rein!

Vorfall parallel zu US-Angriff

Nach Informationen des „ Telegraph “ ereignete sich der Hacker -Vorfall zeitgleich mit einer Reihe von Angriffen auf die US-Wasserinfrastruktur im vergangenen Monat. Dabei waren gleich zwölf Bundesstaaten betroffen. Mit heftigen Auswirkungen: Dutzende Kläranlagen reinigten nicht mehr, vielerorts blieben Wasserhähne trocken und es kam zu Überschwemmungen. Zahlreiche Amerikaner waren gezwungen, ihr Wasser abzukochen.

Im Gegensatz zu den USA führen die Briten keinen offenen Krieg gegen den Iran. Allerdings gibt es aufgrund der menschenverachtenden Mullah-Politik mehr als nur diplomatischen Schlagabtausch. Neben dem Streit um die gefährlichen Atompläne der Iraner hat Großbritannien Land und Machthaber mit Sanktionen belegt. Erst in der Nacht zu Sonntag gab es neues Säbelrasseln aus Teheran: Laut dem Chef des nationalen Sicherheitsrates würden alle Länder, die sich am Wirtschaftskrieg der USA gegen den Iran beteiligten, als „Feinde“ eingestuft.

Bereits zuvor hatten mehrere Länder – darunter Deutschland – immer wieder iranische Hacker-Attacken gemeldet. Der Angriff auf ein Kraftwerk inklusive tagelangem Ausfall ist jedoch eine neue Dimension des Cyber-Terrors.

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