Iran meldet Angriff auf AKW-Gelände - USA weisen Vorwurf zurück
Washington weist Vorwurf zurück US-Angriff trifft offenbar AKW-Gelände im Iran Von t-online 10.07.2026 - 12:31 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Iran meldet Angriffe auf Ziele in Buschehr, darunter das Gelände des einzigen zivilen Atomkraftwerks. Washington weist eine Beteiligung an neuen Attacken zurück. Die USA haben laut iranischen Angaben am Donnerstag das Gelände des iranischen Atomkraftwerks Buschehr angegriffen. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur unter Berufung auf den stellvertretenden Gouverneur der Provinz Buschehr, Ehsan Jahanian. Demnach seien mehrere Ziele in der Provinz getroffen worden, darunter das Gelände des Kraftwerks, eine Militärbasis in der Stadt Choghadak sowie ein Fischerpier im Süden der Region. Todesopfer habe es nicht gegeben. Die USA wiesen die Verantwortung für den Angriff am Donnerstag von sich: "Die US-Streitkräfte haben in den vergangenen Stunden keinen neuen Angriff im Iran ausgeführt", sagte ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur AFP. US-Krieg gegen den Iran: Trump versinkt im Chaos Politik an Chameneis Sarg: Irans Führungsriege will das Land einen "Sehr reale Gefahr für die nukleare Sicherheit" Anwohner der nahegelegenen Stadt Choghadak, rund 20 Kilometer vom Kraftwerk entfernt, berichteten von mehreren Explosionen. Bereits in der Vergangenheit waren im Zuge des Iran-Kriegs Angriffe in der Nähe des Kraftwerks gemeldet worden. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte im April vor den Gefahren solcher Angriffe gewarnt: Sie stellten "eine sehr reale Gefahr für die nukleare Sicherheit" dar und müssten unterbleiben. Das Kraftwerk Buschehr ist die einzige zivile Atomanlage des Iran. Es wurde mit russischer Unterstützung gebaut und verfügt über einen in Betrieb befindlichen Reaktor, zwei weitere sind im Bau. Während des Krieges hatte Russland sein Personal von der Anlage abgezogen. Die Nichtregierungsorganisation ACLED zählte während des Konflikts bereits vier Angriffe in der Nähe des Kraftwerks. Der aktuelle Angriff verschärft die ohnehin angespannte Lage in der Region. Die Sicherheit von Nuklearanlagen steht erneut im Fokus internationaler Beobachter. Bislang gibt es keine Hinweise auf Schäden am Reaktor selbst. Die iranischen Behörden betonen, dass die Angriffe auf das Gelände und nicht auf den Reaktor zielten.