Iran meldet US-Angriffe auf Brücken - und einen eigenen Angriff auf Syrien
Dieser Ausdruck wurde am 17.07.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert. Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht Krieg im Nahen Osten Iran meldet US-Angriffe auf Brücken – und einen eigenen Angriff auf Syrien US-Präsident Donald Trump hatte Iran erneut mit der Zerstörung von Brücken gedroht – nun gibt es iranischen Medien zufolge erste solche Attacken im Süden des Landes. Die Revolutionswächter greifen derweil die Militärbasis Al-Tanf in Syrien an. 17.07.2026, 01.43 Uhr War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! Iranischen Medienberichten zufolge hat das US-Militär zwei Brücken im Süden Irans angegriffen. Bei den jüngsten US-Attacken auf die Provinz Hormusgan seien die Kahurestan- und die Gariveh-Brücke auf den Verkehrsachsen der Provinz getroffen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Provinzverwaltung. Die Straßen zwischen der Hafenstadt Bandar-e Abbas und den Städten Chamir und Lar sei vollständig gesperrt ebenso wie eine zweite Verbindung in der Region. Bei dem Angriff seien zwei Menschen getötet und vier weiter verletzt worden, hieß es weiter. Es gab keine näheren Angaben zu den genauen Schäden. Laut dem regierungstreuen Sender Press TV wurden insgesamt drei Brücken bei den Angriffen getroffen. Die iranischen Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen – gleiches gilt in der Regel auch für Verlautbarungen des US-Militärs. Die Kahurestan-Brücke liegt an der Route, die die Hafenstadt Bandar-e Abbas mit der Stadt Schiras weiter nordwestlich verbindet und gilt laut »New York Times« als wichtige Route zwischen der Küste des Persischen Golfs und dem südlichen Landesinneren Irans. Davor hatte das US-Militär für die sechste Nacht in Folge den Start neuer Angriffe gegen Iran verkündet. Diese seien am Donnerstag um 14.00 Uhr US-Ostküstenzeit (21.30 Uhr Ortszeit in Iran) aufgenommen worden, teilte das für die Region zuständige Kommando des US-Militärs (Centcom) auf X mit. Ziel sei es, »die militärischen Fähigkeiten Irans weiter zu schwächen.« US-Präsident Donald Trump hatte erst diese Woche damit gedroht, die Angriffe in Iran auf Kraftwerke und Brücken auszuweiten. Empfohlener externer Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Der 80-Jährige hatte Iran zuvor im April mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden gedroht, seine Drohung dann aber nicht wahr gemacht. Damals wollte der Präsident Teheran dazu bewegen, die für den globalen Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus zu öffnen. Den Vorwurf der Anstiftung zu Kriegsverbrechen wies er damals zurück. Schließlich, so Trump, gehe man im Krieg gegen Iran gegen »Tiere« vor. Die iranischen Revolutionswächter haben derweil nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens den Militärstützpunkt Al-Tanf in Syrien angegriffen. Bei dem »Überraschungsangriff« sei das Kommandozentrum »des Feindes« in der Region attackiert worden, erklärte das Staatsfernsehen am Freitag im Onlinedienst Telegram mit. Es handele sich um einen Vergeltungsangriff nach der Tötung von iranischen Soldaten in Iranschahr im Südosten des Landes. hda/dop/dpa/AFP