DAX -0,94 % 26.091,33 Pkt 18:00:00 MDAX -1,65 % 31.822,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,37 % 6.444,46 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,01 % 53.463,05 Pkt 22:38:37 S&P 500 -0,48 % 7.707,98 Pkt 22:38:31 Nasdaq -1,18 % 26.331,09 Pkt 23:15:59 Nikkei +1,20 % 66.111,47 Pkt 06:42:40 Gold +1,26 % 4.546,10 USD 06:47:36 Silber +2,08 % 67,10 USD 06:47:24 Brent +0,21 % 91,81 USD 06:47:36 WTI -1,61 % 84,45 USD 06:47:43 Bitcoin +0,25 % 69.459,27 USD 06:57:34 EUR/USD +0,85 % 1,16780 USD 06:56:54 EUR/GBP +0,32 % 0,85790 GBP 06:57:44 EUR/CHF -0,68 % 0,93380 CHF 06:57:44 EUR/JPY +0,23 % 185,123 JPY 06:57:44

Iran plante Angriffe auf Militärziele in Europa

Welt

US-amerikanische und israelische Nachrichtendienste haben nach israelischen Informationen einen iranischen Plan aufgedeckt, der Angriffe auf Militärstützpunkte der USA und ihrer Verbündeten in Europa vorsah. Zu den möglichen Zielen sollen – so die Informationen der Quellen gegenüber dem Autor – unter anderem Einrichtungen auf Zypern und in Bulgarien gehört haben. Nach Angaben israelischer Quellen wurde der Plan von besonders radikalen Gruppierungen innerhalb der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) entwickelt. Demnach sollen bereits erste Vorbereitungen für mögliche Angriffe getroffen worden sein. Europa zunehmend im Fokus des Iran Die Planungen stehen nach Einschätzung der israelischen Quellen im Zusammenhang mit dem wachsenden wirtschaftlichen Druck auf den Iran infolge der US-Sanktionen. Die zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten hätten innerhalb des Landes zu einer angespannten und teilweise chaotischen Lage geführt. Vor diesem Hintergrund hätten besonders kompromisslose Kräfte innerhalb der Revolutionsgarden auf eine Ausweitung möglicher Vergeltungsmaßnahmen gedrängt. Nach Erkenntnissen der Nachrichtendienste sollten mögliche Angriffe dabei den europäischen Staaten vor Augen führen, welche Folgen ihre Unterstützung amerikanischer oder israelischer Militäroperationen haben könnte. Frühere Angriffe als Warnsignal Nach Einschätzung israelischer Sicherheitsexperten passt der Plan in ein bereits länger erkennbares Muster iranischer Aktivitäten. In den vergangenen Monaten seien mehrfach militärische Einrichtungen mit europäischem Bezug im erweiterten Mittelmeerraum und im Nahen Osten ins Visier geraten. Als Beispiel nennen die israelischen Quellen einen Drohnenangriff auf den britischen Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern. Militäranalysten weisen zudem darauf hin, dass der kontinuierliche Ausbau iranischer Langstreckenraketen und Drohnensysteme die theoretische Reichweite Teherans erheblich vergrößert hat. Nach ihrer Einschätzung könnten heute Teile Südosteuropas und in bestimmten Szenarien sogar Regionen Mitteleuropas grundsätzlich innerhalb der Reichweite entsprechender iranischer Waffensysteme liegen. Moderate Kräfte verhinderten Umsetzung Nach Einschätzung der israelischen Nachrichtendienste existierte der vorher nur gemutmaßte Angriffsplan tatsächlich. Gleichzeitig deuten demnach die vorliegenden Erkenntnisse darauf hin, dass gemäßigtere Kräfte innerhalb der iranischen Führung den besonders radikalen Fraktionen der Revolutionsgarden letztlich Einhalt geboten haben. Ob der Plan dauerhaft aufgegeben wurde oder lediglich zurückgestellt ist, lässt sich nach Angaben der israelischer Quellen derzeit nicht beurteilen. Die Erkenntnisse unterstreichen jedoch nach Einschätzung israelischer Sicherheitsexperten, dass Europa aus Sicht Teherans zunehmend nicht mehr nur politischer Akteur, sondern auch möglicher Schauplatz zukünftiger militärischer Eskalationen werden könnte. Autor: Arie Egozi, Korrespondent Israel

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