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Iran: Präsident Peseschkian räumt wirtschaftliche Probleme offen ein

Welt

Dieser Ausdruck wurde am 24.08.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

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Versorgung der Bevölkerung Irans Präsident räumt wirtschaftliche Schwierigkeiten ein

Normalerweise kommen aus Teheran trotzige Durchhalteparolen. Nun aber spricht der iranische Präsident Massud Peseschkian die Probleme im eigenen Land ungewohnt offen an. Vielen Menschen mangele es am nötigsten.

24.08.2026, 04.37 Uhr

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Derart klare Worte kommen aus Teheran nicht allzu häufig: Vor dem Hintergrund der US-Androhung eines Wirtschaftskriegs (hier mehr zum Thema) hat der iranische Präsident Masoud Pezeshkian Schwierigkeiten im Land eingeräumt, insbesondere mit Blick auf die wirtschaftliche Lage.

Die Regierung setze sich dafür ein, die Inflation zu senken, sagte Pezeshkian in einer Rede, wie aus einer Mitteilung auf der offiziellen Webseite des Präsidenten hervorgeht. Pezeshkian sprach demnach auch von »erheblichen Ungleichgewichten« in der Versorgung mit Wasser, Strom, Gas und Benzin sowie in der Umwelt und im Bankensektor, die seine Regierung »geerbt« habe. Seit seinem Amtsantritt im Juli 2024 habe das Land mit einer Kombination aus Krieg, Sanktionen, politischem Druck und Attentaten zu kämpfen gehabt.

Pezeshkian schien in der Rede auch auf die jüngste Aussage von US-Präsident Donald Trump einzugehen, der Iran fast sechs Monate nach Beginn der militärischen Auseinandersetzung mit einem Wirtschaftskrieg gedroht hatte. Pezeshkian sagte der Mitteilung zufolge, Iran sei »mit einem umfassenden wirtschaftlichen, militärischen und sicherheitspolitischen Krieg konfrontiert«. Er habe darauf hingewiesen, »dass die Feinde offen damit gedroht hätten, beispiellose Sanktionen gegen das Land zu verhängen«.

Trotz des ausgeklügelten Systems zur Umgehung der Sanktionen ist die wirtschaftliche Entwicklung in Iran jedoch seit Jahren massiv unter Druck. Die Bevölkerung leidet unter einer sprunghaft gestiegenen Inflation.

Andere Führungskräfte geben sich trotziger

Angesichts der angesprochenen Probleme lasen sich die Inhalte der Rede weniger gelassen als Äußerungen anderer Vertreter der iranischen Führung. So sagte Außenminister Abbas Araghchi, wirtschaftliche Kriegsführung sei ein immer wiederkehrendes Muster und Teil der langjährigen Einschüchterungstaktik Washingtons. Iran habe gelernt, damit umzugehen.

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hatte die USA angesichts der von Washington geplanten verschärften Sanktionen gegen die Islamische Republik vor einem Bumerang-Effekt gewarnt (mehr hier). Auf der Plattform X teilte er einen Comic, der insinuierte, dass der von Washington angekündigte Wirtschaftskrieg die USA selbst treffen werde.

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Der neue Chef des iranischen nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Rezaee, drohte am Wochenende den ölreichen Nachbarländern, sich nicht an einem Wirtschaftskrieg gegen Iran zu beteiligen. Man werde jeden, der das tue, als Feind betrachten und nicht ein Tropfen Öl werde den Persischen Golf passieren, sagte er im Staatsfernsehen. Am Wochenende passierten laut dem Schiff-Tracker Kpler weniger als 20 Schiffe die wichtige Straße von Hormus.

Wegen der Parlamentswahlen in den USA steht Donald Trump unter Druck. Daheim mangelt es ebenso an Erfolgen wie in der Außenpolitik. Der US-Präsident kümmert sich derweil um die Preise für Hackfleisch. Mehr dazu hier.

jok/dpa

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