Iran weist Vorstoß zu internationaler Minenräumung zurück
Der iranische Vize-Außenminister Gharibabadi wies den Vorschlag Frankreichs als Verstoß gegen das Rahmenabkommen mit den USA zurück. Die Räumung von Seeminen in der Meerenge werde ausschließlich vom Iran übernommen. Initiativen wie die aus Frankreich seien als Provokation zu werten, die die ohnehin angespannte Lage im Persischen Golf weiter belasten würden. Der französische Präsident Macron hatte nach einem Treffen mit dem Sultan von Oman erklärt, man wolle gemeinsam mit Partnern an der Minenräumung in der Meerenge mitwirken, um die Seewege zu sichern und eine - Zitat - "freie und bedingungslose" Durchfahrt zu gewährleisten. Die rund 40 Kilometer breite Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Transportwegen für den weltweiten Ölhandel und andere Güter. Der Nahost-Experte der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, Schneider, äußerte sich mit Blick auf den Zeitplan für die weiteren Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran skeptisch. Zwar wollten beide Seiten ein Ende des Krieges, sagte Schneider im Deutschlandfunk. Die jüngste militärische Eskalation in der Straße von Hormus zeige jedoch, wie schwierig die Situation sei. Man müsse daher bezweifeln, dass ein Friedensabkommen in 60 Tagen gelingen könne. Mitte Juni hatten die USA und der Iran bei Gesprächen in der Schweiz vereinbart, dass in den kommenden zwei Monaten ein dauerhafter Vertrag zur Beendigung des Iran-Kriegs ausgehandelt werden soll. Diese Nachricht wurde am 30.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.