Iran: Zwei Männer wegen angeblicher Spionage für Israel hingerichtet
Das Regime in Teheran hat zwei Männer hinrichten lassen, angeblich sollen sie Spionage für Israel betrieben haben. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wurden die Männer am Montagmorgen gehängt. Es handelt sich um die jüngsten in einer Reihe von Hinrichtungen in Iran wegen mutmaßlicher Spionage seit Beginn des Krieges mit Israel und den USA Ende Februar. Nach Darstellung der iranischen Justiz hatten die Männer dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad Koordinaten sensibler militärischer Einrichtungen und Sicherheitsstandorte übermittelt. Sie seien infolgedessen wegen »Spionage und Zusammenarbeit mit dem zionistischen Regime« verurteilt worden, hieß es. Angaben zum Zeitpunkt ihrer Festnahme und zu ihrem Prozess wurden nicht gemacht. Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens bezogen sich die Vorwürfe sowohl auf den derzeitigen Krieg als auch auf den zwölftägigen Krieg vom Juni 2025. Der aktuelle Krieg hatte am 28. Februar mit massiven Angriffen der USA und Israels auf Iran begonnen. Menschenrechtsgruppen zufolge vollstreckt nur China mehr Todesurteile als Iran. Nach Angaben der Organisationen Iran Human Rights (IHR) und Gemeinsam gegen die Todesstrafe (ECPM) wurden im Jahr 2025 mindestens 1639 Menschen hingerichtet – so viele wie seit 1989 nicht mehr. Amnesty International berichtete von über 2000 Hinrichtungen im vergangenen Jahr und beklagte kürzlich eine »Eskalation« der Hinrichtungen.