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Irankrieg: US-Kontrollbehörde beziffert bisherige Folgen des Irankriegs

Welt

Eine US-Regierungskontrollbehörde hat erstmals eine ausführliche offizielle Bilanz der Folgen des Irankriegs veröffentlicht. Der am Montag vorgelegte Bericht des Generalinspektors des Verteidigungsministeriums führt elf »im Einsatz getötete« US-Soldaten auf und legt Engpässe bei wichtigen Waffen offen. Den Erkenntnissen zufolge verursachte der Krieg zudem erhebliche Schäden an US-amerikanischen Militärstützpunkten und Flugzeugen.

Demnach wurden Hunderte Gebäude und andere Einrichtungen auf US-Stützpunkten in Kuwait, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Jordanien, im Irak und Oman durch iranische Angriffe beschädigt oder zerstört. Besonders stark betroffen war der US-Marinestützpunkt in Bahrain. Die US-Streitkräfte mussten deshalb auf weiter entfernte Versorgungsstützpunkte ausweichen.

Auch mehrere US-Flugzeuge und Drohnen wurden dem Bericht zufolge beschädigt oder zerstört. Darunter waren bis zu 30 MQ-9-Reaper-Drohnen im Wert von jeweils rund 30 Millionen US-Dollar. Sieben Tankflugzeuge vom Typ KC-135 wurden ebenfalls beschädigt oder zerstört.

Elf Soldaten »im Einsatz getötet«

Eine weitere KC-135 stürzte im Irak nach der Kollision mit einer anderen KC-135 ab. Dabei kamen sechs Soldaten ums Leben. Diese Todesfälle sowie der Tod eines Piloten, dessen Hubschrauber ins Arabische Meer stürzte, werden als Todesfälle bei nicht feindseligen Ereignissen aufgeführt. Elf weitere Soldaten werden in Kuwait, Jordanien, Saudi-Arabien und im Irak als »im Einsatz getötet« aufgeführt.

Der Krieg führte dem Bericht zufolge zudem zu Engpässen bei modernen Waffen und Problemen bei deren Nachschub. Experten gehen davon aus, dass es etwa drei Jahre dauern könnte, die Bestände an modernen Raketen und Abfangsystemen wieder auf das Vorkriegsniveau zu bringen. Das US-Verteidigungsministerium weist Berichte über einen Munitionsmangel zurück.

37,5 Milliarden US-Dollar Kriegskosten

US-Präsident Donald Trump teilte am Montag in einem Beitrag in den sozialen Medien mit, die USA würden »mehr exquisite und erstklassige Waffen als jemals zuvor in unserer Geschichte« produzieren. »Sie werden täglich an unsere Streitkräfte im Nahen Osten und darüber hinaus geliefert«, schrieb er.

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