Ironman-WM auf Hawaii: Patrick Lange mit Drama-Abschied
Patrick Lange aus Bad Wildungen hat einen bitteren Tränen-Abschied vom Triathlon auf Hawaii erlebt. Der dreimalige Ironman-Weltmeister musste auf der WM-Radstrecke mit Schmerzen aussteigen. "Es ist eines der härtesten Did not Finishs in meinem Leben", sagte Lange im Anschluss im ZDF. "Ich hatte Krämpfe, die nicht mehr aufgehört haben."
Lange hat Krämpfe beim Radfahren
Nach einem starken Auftakt beim Schwimmen über 3,86 Kilometer war der 40-Jährige noch aussichtsreich platziert, als er aus dem diesmal sehr anspruchsvollen welligen Pazifik stieg. Auf der insgesamt 180,2 Kilometer langen Radstrecke verlor der Hawaii-Gewinner von 2017, 2018 und 2024 aber schnell immer mehr Zeit auf die Spitze.
Nach gut 65 Kilometern fuhr er erstmals an den Straßenrand, fasst sich an den linken hinteren Oberschenkel und beriet sich minutenlang mit Trainer Ben Reszel. Schließlich setzte er sich noch mal aufs Rad, nach 96 Kilometern ging dann aber nichts mehr. Bei der Wende in Hawi stieg Lange endgültig aus und vergrub sein Gesicht enttäuscht in seinen Händen.
Lange wird während der Ironman-WM zum Volunteer
"Ich habe literweise Wasser und Elektrolyte in mich reingekippt, aber es hat nicht locker gelassen. Es ist einfach immer schlimmer geworden", berichtete er im Anschluss. Es sei für ihn "unvorstellbar" gewesen, in diesem Zustand noch einen Marathon zu laufen. Deswegen sei die Aufgabe "auch die richtige Entscheidung". Er habe bereits bei seiner Aufgabe im April beim Ironman Texas ähnliche Probleme gehabt, so Lange. "Ich weiß nicht, woran es liegt."
Noch während des Rennens wechselte Lange die Seiten und half den Sportlerinnen und Sportlern auf Hawaii auf ganz besondere Art: Er stand als Volunteer an der Strecke und verteilte Flaschen. "Ich habe mich entschieden, wenn ich schon nicht die Finish Line respektieren kann, dann möchte ich zumindest Energie zurückgeben und an der Strecke mithelfen, um es denen leichter zu machen, die die Finish Line sehen werden", erklärte Lange.
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