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Islands Ministerpräsidentin Frostadottir verkündet nach "Nein"

Allgemein

In dem Referendum hatten knapp 53 Prozent der Wähler gegen Beitrittsgespräche gestimmt. Die EU-Kommission betonte, Island werde weiter ein enger Partner bleiben. Der Vorsitzende der SPD im Europäischen Parlament, Repasi, sagte im Deutschlandfunk, die Bürger in Island hätten vor der Frage gestanden, ob sie in Zeiten eines unberechenbaren US-Präsidenten Trump eine engere Anbindung an die EU wollten oder ihre Autonomie in der Fischereipolitik. Ihre Entscheidung sei bedauerlich, aber zu akzeptieren. Repasi betonte, die Tür der EU sei für Island weiterhin jederzeit offen.

Isländische Fischindustrie: Sorgen um Fangquoten

Auch diesmal sorgten sich viele Isländer, vor allem die Fischer, um ihre Souveränität. Die Fischerei ist der größte Wirtschaftszweig der Insel. Die heimische Industrie äußerte damals wie heute Bedenken, dass eine gemeinsame EU-Fischereipolitik ausländischen Schiffen Zugang zu isländischen Gewässern erlauben könnte - und es in Zukunft schlechtere Fangquoten für die Isländer gebe. Vor dem Referendum hatte Regierungschefin Frostadóttir deswegen bereits versprochen, Island werde den Verhandlungstisch wieder verlassen, sollte man nicht die volle Kontrolle über die eigenen Fischereiressourcen behalten dürfen.

Diese Nachricht wurde am 30.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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