Israel: Festnahmen nach Angriff von Siedlern auf Journalisten und Diplomaten
Israelische Einsatzkräfte beschlagnahmten den Angaben zufolge bei der Razzia in mehreren Orten im besetzten Westjordanland auch Fahrzeuge. Sie stellten demnach zudem Gegenstände sicher, die die Verdächtigen mit den Angriffen in Verbindungen bringen sollen.
Am Freitag war die US-Fotografin Heidi Levine von der »Washington Post« bei einem mutmaßlichen Siedlerangriff verletzt worden. Berichten zufolge hatten Dutzende maskierte israelische Siedler Palästinenser bei der Olivenernte attackiert. Levine, die auf Aufnahmen des Vorfalls mit Schutzweste mit dem Schriftzug »PRESS« zu sehen ist, dokumentierte die Gewalt. Laut der »Washington Post« stießen Siedler schließlich auch sie zu Boden und traten auf sie ein. Auch aus den USA gab es scharfe Kritik an der Gewalt.
Derzeit gibt es fast täglich Berichte über Angriffe auf Palästinenser oder ihr Eigentum. Laut der Menschenrechtsorganisation Yesh Din gab es seit dem 27. September mindestens 170 Angriffe von Siedlern auf Palästinenser. Israels Militär und Polizei wird dabei immer wieder vorgeworfen, nicht entschlossen genug dagegen vorzugehen. Nur wenige Vorfälle enden mit Verurteilungen.