Israel: Netanjahu verurteilt Siedlergewalt im Westjordanland ungewöhnlich scharf
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Gewalttaten israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland ungewöhnlich scharf verurteilt. Er verurteile „entschieden die kriminellen Gewalttaten“ einer „Handvoll Randalierer“ in den Dörfern Kusra und Dschalud, erklärte Netanjahu am Samstag. Die Täter verstießen gegen das Gesetz, behinderten die israelische Armee und schadeten „Israels Ansehen in der Welt“. Öffentliche Kritik Netanjahus an gewalttätigen Siedlern ist selten.
In Kusra hatten am Samstag Dutzende israelische Siedler Palästinenser angegriffen. Bewohner und die israelische Armee berichteten von Steinwürfen und gewaltsamen Zusammenstößen. Nach Angaben des Militärs verbarrikadierten sich Siedler in einem palästinensischen Haus, während sich dort auch Bewohner aufhielten. Es gab Berichte über verletzte Palästinenser.