Ist das noch Entwicklungshilfe? 612 Mio. Euro gehen an Gender-Projekte
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Berlin – „Links ist vorbei“, verkündete Friedrich Merz (70, CDU) am Vorabend der Bundestagswahl. Doch bei der Entwicklungshilfe ist davon bislang wenig zu spüren: Laut „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) wurden 2025 weltweit 612 Millionen Euro deutsches Steuergeld für teils fragwürdige Gender-Projekte ausgezahlt. Das sind zwar 13 Prozent weniger als 2024 mit 704 Millionen Euro, aber deutlich mehr als unter der Ampel-Vorgängerregierung. Laut einer AfD-Anfrage förderte die Deutsche Botschaft ein Theaterstück in Skopje (Nordmazedonien) über einen AIDS-kranken Mann, der prophetische Visionen von einem Engel hat, der „mit acht Vaginen“ beschrieben wird. Das klingt nicht gerade nach dem angekündigten Ende ideologischer Weltverbesserei. Schließlich sollte Entwicklungshilfe künftig vor allem deutschen Interessen dienen. Entwicklungshilfeministerin Reem Alabali Radovan (36, SPD ) formulierte es im Januar so: „Entwicklungszusammenarbeit ist kein moralischer Luxus, sondern strategische Notwendigkeit.“ Doch bei den Gender-Projekten bleibt der Kurs weitgehend derselbe. Ihr Anteil am gesamten Entwicklungshaushalt sank nur leicht von 5,6 auf 5,4 Prozent. So flossen 2026 etwa 1,1 Mio. Euro an den Weltdachverband von LGBTQ-Organisationen. Das Geld soll laut Ministerium in die „weltweit größte Zusammenstellung von über 3500 Gesetzen zu sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, -ausdruck und Geschlechtsmerkmalen“ fließen. 20 Mio. Euro für feministische Transformation in Afrika Dabei will die Bundesregierung die Entwicklungshilfe eigentlich zur strategischen Waffe deutscher Außenpolitik machen. Doch gleichzeitig sollen – laut einem Ministeriumssprecher gegenüber der NZZ – weiterhin Vorgaben aus der Ampel-Zeit gelten, dass 93 Prozent aller neuen Projekte einen Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter leisten. Die Folge: In Indonesien werden mit 392.000 Euro „ökofeministische Ansätze“ in der lokalen Politik gefördert. „Ökofeminismus“? Eine Strömung, die auf der steilen These basiert, Frauen und Natur würden auf ähnliche Weise als „verfügbare Ressource“ behandelt, kontrolliert und ausgebeutet. Feministische Entwicklungspolitik in Armenien, Kolumbien, Ruanda und Tunesien wird bis 2027 mit insgesamt 10 Millionen Euro unterstützt. Und bis 2028 werden mit weiteren 20 Millionen Euro „lokale und regionale zivilgesellschaftliche Akteure für die feministische Transformation in Afrika“ gestärkt.