Ist der Boden nach dem Wochenstart-Rutsch gefunden?
von Jörg Bernhard
Für anhaltenden Gegenwind sorgen aber nach wie vor hohe Anleiherenditen und die wachsende Erwartung weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank. Steigende Ölpreise infolge des anhaltenden Iran-Konflikts verstärken zudem die Inflationsrisiken, was auf lange Sicht eher für Gold spricht. Die Märkte rechnen mittlerweile mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit mit einer weiteren Zinserhöhung im Oktober. Aktuell zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von über 72 Prozent für dieses Szenario an. Zusätzlich belasten die hohen Renditen von US-Staatsanleihen das unverzinste Edelmetall. Zugleich bleibt die Entwicklung im Nahen Osten ein wichtiger Einflussfaktor: Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und Iran könnten die Energiepreise und damit den Inflationsdruck und die damit verbundenen verringern. Neue Impulse werden nun von wichtigen US-Konjunkturdaten erwartet. Neben diversen Arbeitsmarktzahlen steht insbesondere der von der Fed bevorzugte PCE-Preisindex im Fokus.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 6,50 auf 4.161,90 Dollar pro Feinunze.
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