italienisches Team Astronauten vor Strahlung schützen
Kosmische Strahlung gehört zu den größten Gefahren für Astronaut:innen. Forscher:innen beschäftigen sich intensiv mit diesem Thema, um Weltraum-Missionen diesbezüglich so sicher wie möglich zu machen. Ein Deutsch-italienisches Forschungsteam, angeführt von Forscher:innen der römischen La Sapienza Universität und des GSI Helmholtzzentrums, könnte auf diesem Gebiet einen Durchbruch erzielt haben. Magnet-Mauer ist 300 Kilogramm schwer und rund einen Quadratmeter groß Es fügte eine 300 Kilogramm schwere und rund einen Quadratmeter große Magnet-Mauer zusammen, die etwa 20 Prozent der Sonnenpartikel im niederenergetischen Energiebereich ablenkte. Hochenergetische Teilchen konnten den magnetischen Schutz noch durchdringen, dennoch könnte das System Teil eines hybriden Schutzsystems für Astronaut:innen werden. Die Frage, wie Astronaut:innen vor Strahlung geschützt werden können, ist aktueller denn je, da die Menschheit der Erforschung des Mars näher rückt und weiter als je zuvor in die Tiefen des Weltraums vordringt. Lorentzkraft soll Protonen ablenken Weltraumorganisationen weltweit unternehmen laut der Technologie-Webseite bgr.com derzeit noch relativ wenig, um Strahlenschutz direkt in die Hüllen von Raumschiffen zu integrieren. Forschungsprojekte wie dieses könnten helfen, das zu ändern. Die dem Magnet-Mauer-Test zugrunde liegende Kraft ist die sogenannte Lorentzkraft. Diese tritt zwischen einem Magnetfeld und einer bewegten Ladung auf. Strahlungsquellen wie die kosmische Strahlung bestehen größtenteils aus Protonen, die sich mit hoher Geschwindigkeit bewegen. Bewegt sich ein geladenes Teilchen durch das Magnetfeld, wirkt die Lorentzkraft senkrecht sowohl zum Magnetfeld als auch zur Flugbahn des Teilchens auf dieses ein. Dies verändert die Flugbahn des geladenen Teilchens und lenkt es von dem Objekt ab, das geschützt werden soll. In diesem Fall: vom Raumschiff. 16 atemberaubende Bilder der Erde aus dem Weltall Viele Aspekte der Strahlenbelastung sind noch unbekannt Da kosmische Strahlung im Weltraum nicht nur aus einer Richtung auf Raumschiffe trifft, muss das Forschungsteam noch erarbeiten, wie die gesamte Außenhülle der Raumschiffe abgedeckt werden kann. Viele Aspekte der Strahlenbelastung sind zudem noch unbekannt, da es bisher nur wenige bemannte Missionen in den tiefen Weltraum gab. Das Themenfeld wird die Forschung also noch weiter beschäftigen.