IWC bei „Bares für Rares“: Experte aus Bad Salzuflen verhängt Verkaufsverbot
Diese Marke arbeitet sich immer mehr in die Herzen der Uhren-Fans. Die Rede ist natürlich von IWC. Zwar hat die International Watch Company noch einen derartigen Legendenstatus wie beispielsweise Rolex, Audemars Piguet oder auch Patek Philippe (eine besonders schöne Uhr dieses Unternehmens wurde recht günstig bei „Bares für Rares“ verkauft), dennoch finden Modellreihen wie die Portugieser oder die Portofino immer mehr Fans und Sammler. Umso schöner, wenn eine solche Uhr via „Bares für Rares“ einem breiten Publikum zuteilwird. Pünktlich zum Start der Uhrenmesse „Watchtime“ in Düsseldorf am 23. Oktober 2026 haben wir noch einmal einen Blick auf die spannendsten Uhrenverkäufe bei „Bares für Rares“ geworfen und sind dabei auch auf die IWC von Anja und ihrer künftigen Schwiegertochter Anna gestoßen.
2022 waren die beiden Damen mit einer auf 1.000 Stück limitierten IWC Portugieser in die ZDF-Trödelshow gekommen. Die Uhr wurde einst als Jubiläums-Edition auf den Markt gebracht und gehörte einst Anjas Vater. Sie hatte den Zeitmesser vor 25 Jahren geerbt und seitdem im Schrank liegen lassen. Nun sollte er endlich einen neuen Besitzer finden.
📌 Die Geschichte hinter der Marke IWC
Von einem Amerikaner gegründet: Die Schweizer Luxusuhrenmarke IWC Schaffhausen wurde 1868 vom amerikanischen Uhrmacher Florentine Ariosto Jones gegründet, der amerikanische Fertigungstechniken mit der traditionellen Schweizer Uhrmacherkunst verbinden wollte.
Berühmt für Fliegeruhren: Bereits 1936 entwickelte IWC ihre erste Spezialuhr für Flieger und legte damit den Grundstein für eine der bekanntesten Fliegeruhren-Kollektionen der Welt, zu der auch die legendäre Big Pilot gehört.
Eine Uhr für die Ewigkeit: Mit der 1985 vorgestellten Da Vinci Ewiger Kalender gelang IWC ein technisches Meisterwerk, dessen Kalender automatisch unterschiedliche Monatslängen und Schaltjahre berücksichtigt und erst im Jahr 2100 manuell korrigiert werden muss.
Zu den beliebtesten Modellen gehören die Calatrava und die Portugieser
Eine limitierte IWC-Uhr bei „Bares für Rares“ – doch es gibt ein Problem
Doch zunächst einmal gab es ein kleines Problem, respektive ein Verkaufsverbot, das auszusprechen war. Warum und wieso, das erklärt „Bares für Rares“-Experte Sven Deutschmanek, der im nordrhein-westfälischen Bad Salzuflen einen Antiquitäten-Handel betreibt.
„Stellt ihr euch überhaupt nicht die Frage, warum ich das Band abgemacht habe?“, fragte der Uhren-Experte in die Runde. Na klar wurde sich die Frage bereits gestellt. Und so erklärte Deutschmanek weiter: „Hier handelt es sich um Echsenleder und dieses darf nicht mehr gehandelt werden. Man darf dieses Band nicht mehr verkaufen, darum habe ich es komplett vor der Expertise einmal von dieser Uhr getrennt. Du dürftest nie losgehen und sagen: Das verkaufe ich jetzt.“
Echsenleder-Armband darf nicht verkauft werden
Deutschmanek bezieht sich dabei auf das Washingtoner Artenschutzabkommen, das den internationalen Handel mit gefährdeten frei lebenden Tier- und Pflanzenarten regelt, und 1975 in Kraft trat. Das sollte den Wert der Uhr jedoch nicht schmälern. Stärker ins Gewicht fiel da eher, dass die IWC bereits seit 25 Jahren lag und somit dringend eine Revision benötigte. Ebenso etwas unglücklich: Es handelte sich nicht um ein Full-Set, da sowohl die Box als auch das Kauf-Kärtchen fehlten.
Waren die 5.000 Euro, die sich Anja für ihr Erbstück wünschte, dennoch im Bereich des Realistischen? Durchaus. So würde die Uhr teilweise für rund 13.000 Euro angeboten, erläuterte Deutschmanek. Aufgrund der ausstehenden Revision schätzte Sven den Wert aber eher auf 7.000 bis 9.000 Euro.
Ganz so viel gab es von den Händlern allerdings nicht. Dafür aber den Wunschpreis der Kandidatin. Dieser lag schließlich bei 5.000 Euro, die Julian Schmitz-Avila gerne auf den Tisch legte.
Selten gab es nach einem Verkauf bei „Bares für Rares“ so viel Zoff unter den Fans wie bei dem einer Omega-Uhr. Sogar das ZDF-Team musste einschreiten.