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Jähriger aus den Niederlanden wollte Auftragsmord in Hamburg ausführen

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Die Hamburger Polizei hat vor rund drei Monaten einen 13-Jährigen als mutmaßlichen Auftragsmörder festgenommen. Das in Deutschland strafunmündige Kind sei anschließend an die niederländischen Behörden übergeben worden. „Auf Basis bisheriger Ermittlungen gehen wir davon aus, dass das Kind zuvor den Auftrag erhalten hatte, eine Person in Hamburg zu töten“, teilte die Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft, Mia Sperling-Karstens, mit.

Die Behörde ermittelt wegen des Verdachts der versuchten Anstiftung zu einem Tötungsdelikt gegen unbekannt. „Wir haben Hinweise darauf, wer das Opfer hätte sein sollen, können zum Schutz der laufenden Ermittlungen dazu aber keine Auskünfte erteilen“, erklärte die Sprecherin weiter.

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Die Familie des 13-Jährigen soll nach Informationen der „Bild“-Zeitung aus dem südamerikanischen Land Suriname stammen. Angeworben habe ihn eine 26-Jährige aus den Niederlanden, die zu einer libanesischen Clan-Familie gehört, berichtet das Blatt weiter. Sie soll den 13-Jährigen über die Social-Media-Plattform Snapchat kontaktiert haben.

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Ein 33-jähriger Hintermann übergab ihm nach Ermittlerangaben daraufhin eine Schusswaffe und Magazine mit 50 Schuss Munition. Mit der Waffe reiste er nach Hamburg, wurde dort jedoch vor einer möglichen Tat von der Polizei in St. Pauli festgenommen. Die Mutter des Jungen hatte ihn zuvor bei der niederländischen Polizei als vermisst gemeldet. Nach der Festnahme wurde er seiner Familie übergeben. In den Niederlanden beginnt die Strafmündigkeit bereits mit der Vollendung des 12. Lebensjahres.

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Dem „Bild“-Bericht zufolge sollte das Kind ein Mitglied der Rocker-Vereinigung Hells Angels in Hamburg erschießen. Dabei soll es sich laut „Bild“-Angaben um einen Mann handeln, auf den am 15. August ein Mordanschlag verübt wurde. Hintergrund sei ein Konflikt im kriminellen Milieu. Laut Staatsanwaltschaft werde wegen des Verdachts der versuchten Anstiftung zu einem Tötungsdelikt ermittelt.

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Auch die tödlichen Schüsse auf zwei Männer an der Lagerstraße auf St. Pauli am 1. September stünden mit der Auseinandersetzung im Zusammenhang. An jenem Tag waren ein 47- und ein 33-Jähriger tödlich getroffen worden. Ein 48-Jähriger wurde zudem schwer verletzt. Er begab sich aber selbstständig in ein Krankenhaus.

Seit der Tat habe es in dem Verfahren keine Festnahmen gegeben, erklärte Sperling-Karstens. Zur Rolle des angeschossenen Mannes könne sie vor dem Hintergrund der laufenden Ermittlungen derzeit keine Auskunft erteilen. Zwei Tage nach der Tat hatte die Sprecherin mitgeteilt, es bestünden Anhaltspunkte für eine mögliche Auseinandersetzung im Milieu.

dpa/kami

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