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Jan Josef Liefers bei Lanz & Precht: So widerspricht er sich zur AfD

Unterhaltung

Dresdner Schauspieler

Liefers vergleicht AfD-Erfolg im Osten mit alten DDR-Reflexen

Von t-online

Aktualisiert am 18.08.2026 - 08:13 UhrLesedauer: 2 Min.

Bei Markus Lanz und Richard David Precht spricht Jan Josef Liefers über die AfD im Osten. Dabei widerspricht er sich innerhalb weniger Minuten selbst.

Jan Josef Liefers hat sich im Podcast "Lanz & Precht" zur AfD und zur bevorstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt geäußert – und sich dabei im Gesprächsverlauf mehrfach selbst widersprochen. Drei Wochen vor der Wahl war der in Dresden geborene Schauspieler von Mallorca aus zu Markus Lanz und Richard David Precht zugeschaltet.

Er berichtete zunächst von seiner DDR-Kindheit, in der man im öffentlichen Raum anders gesprochen habe als zu Hause, und zeigte sich verwundert darüber, dass die AfD nun ausgerechnet in den neuen Bundesländern mit einer "relativ autoritären Agenda" reüssiere. Auf Nachfrage Prechts, worin diese Agenda denn bestehe, relativierte er seine Aussage jedoch: Das "autoritäre Ding" sehe er eigentlich nicht so stark, störend seien für ihn eher Debatten um Nationalismus und "Deutschsein".

Liefers berichtet von Dreharbeiten in Sachsen-Anhalt

Precht selbst zweifelte an der Bedrohung durch eine mögliche AfD-Regierung: Weder ein großer ideologischer Umbau noch ein Bruch der Landesverfassung seien wahrscheinlich, allenfalls Einfluss auf die Besetzung des MDR-Intendantenpostens. Liefers ergänzte, eine AfD-Regierung werde ohnehin an handfesten Erfolgen gemessen – etwa daran, ob Menschen sich sicher in ihrem Job fühlten oder eine Wohnung fänden – und weniger am Umgang mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Von seinen jüngsten Dreharbeiten in Sachsen-Anhalt zur Verfilmung von Juli Zehs Roman "Über Menschen" berichtete Liefers ebenfalls: Angesichts der AfD-Umfragewerte sei er mit der Erwartung angereist, in einem als extrem geltenden Umfeld zu drehen – stattdessen sei er auf freundliche, interessierte Menschen getroffen. Lanz bestätigte Ähnliches von eigenen Dreharbeiten in Mecklenburg-Vorpommern und wandte sich gegen das Klischee vom abgehängten Landbewohner im Osten.

Manches erinnert Liefer inzwischen wieder an die DDR

Im weiteren Gespräch näherte sich Liefers' Sichtweise wieder seiner ursprünglichen Position an: Manches erinnere ihn inzwischen an frühere Zeiten im Osten, wo Menschen Manipulationsversuche besonders sensibel wahrnähmen.

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