Japans Kronprinz Akishino äußert sich erstmals zur Änderung des Kaiserhausgesetzes
Was die japanischen Royals wirklich denken, bleibt meist hinter ihrer perfekten Fassade versteckt. Das Kaiserhaus setzt mehr auf Gemeinplätze als auf Individualität und zeigt sich für gewöhnlich stets unauffällig. Doch wenige Wochen nach der Änderung des Kaiserhausgesetzes, das auch Einfluss auf die japanische Thronfolge hat, meldet sich Kronprinz Akishino (60) mit überraschend offenen und ehrlichen Worten. Diese lassen zumindest einen kleinen Einblick in seine Einstellung zu. Kaiserhausgesetz verändert – trotzdem keine Frauen auf dem Thron Bei einer Pressekonferenz in Tokio gab es für die Journalisten mit der Gesetzesänderung vor allem ein brennendes Thema. Denn schon seit Ewigkeiten wird in Japan darüber diskutiert, wie die Thronfolge des Landes gesichert werden kann. Nur Männer dürfen Kaiser werden, doch die Herren gehen dem Kaiserhaus langsam aber sicher aus. Zwar stünden mehrere Prinzessinnen bereit, die theoretisch als Kaiserinnen in frage kommen würden. Doch die Regierung entschied sich dennoch im Juni für eine andere Lösung: Anstatt Frauen den Thron zuzugestehen, können nun männliche Nachkommen aus Nebenlinien des ehemaligen Adels adoptiert und so ins Kaiserhaus aufgenommen werden. Der einzige Fortschritt für die Prinzessinnen liegt in der Neuerung, dass eine Heirat mit einem Bürgerlichen nicht mehr automatisch aus der Kaiserfamilue ausschließt. Ein Schicksal wie Prinzessin Mako (34), die mit ihrem bürgerlichen Ehemann in New York lebt, könnte ihren Nachfolgerinnen also erspart bleiben. ANZEIGE ANZEIGE HINTERGRUND Verlobung vor 8 Jahren Schicksalsschlag bescherte Ex-Royal Ayako von Japan die große Liebe Japans Kronprinz hat „gemischte Gefühle“ zur Thronfolge-Regelung Doch was hält der Kronprinz, der selbst Vater von zwei Töchtern ist, von der Änderung? Gefragt nach seiner Meinung hält er sich laut „abcnews.com“ erst bedeckt und sagt, er könne dazu nichts sagen. Doch seine weiteren Erklärungen lassen dann doch tief blicken. Er habe „gemischte Gefühle“ bezüglich der Gesetzesänderung. „Es wäre ziemlich seltsam, wenn nicht“, äußert er zudem. Seine folgenden Worte zeigen allerdings eindeutig, dass er prinzipiell auch Frauen auf dem Thron sehen würde. Er sieht „keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen“, wenn es um die Erfüllung der Aufgaben innerhalb der kaiserlichen Familie gehe, so Kronprinz Akishino. Akishino von Japan ist dafür, weiterhin über die Frage nachzudenken Und obwohl er betont, es sei eine schwierige Frage, zu der er nichts sagen könne, lässt er doch einen kleinen Kommentar fallen: „Die Gesellschaft muss sich weiterentwickeln, und ich glaube, es ist wichtig, dass Menschen mit unterschiedlichen Ansichten weiterhin darüber nachdenken, was das Beste ist“. So ganz zufrieden scheint er mit der Regelung also nicht zu sein, oder? Nur noch drei Thronfolger – einer davon ist schon 90 Jahre alt Viele Japaner hatten sich gewünscht, dass die Thronfolge endlich auch auf weibliche Nachfolgerinnen ausgeweitet würde. Die Entscheidung, die die Regierung traf, stieß also auf Kritik und noch immer bestehen Zweifel, ob die Thronfolge so überhaupt gerettet werden kann. Aktuell besteht die Linie aus dem Kronprinzen, dessen Sohn Prinz Hisahito (19) sowie dem Prinzen Masahito, der allerdings schon 90 Jahre alt ist. Sie feiern 33. Hochzeitstag Masako nahm Kaiser Naruhitos Antrag erst beim dritten Mal an Ein besonderer Geburtstag Prinzessin Aiko zeigt erstmals ihr Kätzchen Mimi 8. Verlobungstag Für die Liebe verzichtete Mako von Japan auf 1,1 Millionen Euro 00:38 Video Glänzender Auftritt Kronprinzessin Victoria beeindruckt Kaiserin Masako mit perfektem Knicks 00:30 Video