DAX -0,24 % 26.140,13 Pkt 18:00:00 MDAX -0,40 % 32.431,12 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,39 % 6.502,56 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,26 % 53.946,95 Pkt 20:35:32 S&P 500 -0,26 % 7.716,30 Pkt 20:35:38 Nasdaq -0,84 % 26.361,76 Pkt 20:35:36 Nikkei -0,93 % 65.683,26 Pkt 08:45:03 Gold +1,43 % 4.306,50 USD 20:25:36 Silber -0,53 % 61,77 USD 20:25:36 Brent +3,81 % 82,48 USD 20:25:31 WTI +2,81 % 77,33 USD 20:25:37 Bitcoin -0,34 % 64.380,78 USD 20:35:35 EUR/USD -0,05 % 1,15260 USD 20:34:55 EUR/GBP -0,12 % 0,85630 GBP 20:35:31 EUR/CHF +0,31 % 0,93590 CHF 20:35:35 EUR/JPY +0,36 % 182,514 JPY 20:35:37

Jason Arday: Cambridge-Professor tritt nach Plagiatsvorwürfen zurück

Welt

Jason Arday galt als eine Art Wunderkind der Wissenschaft. Mit nur 37 Jahren wurde er im März 2023 zum Professor für Bildungssoziologie an der Universität Cambridge ernannt. Er war damit der jüngste schwarze Professor in der Geschichte der Universität. Arday gelang das offenbar trotz vieler Widerstände. Er ist Autist, wuchs als Sohn ghanaischer Einwanderer in Südlondon in einer Sozialsiedlung auf. Wie unter anderem der »Guardian « berichtet, habe Arday bis zum Alter von elf nicht sprechen und bis 18 weder schreiben noch lesen können. Die akademische Aufsteigergeschichte fand nun am Mittwoch vorerst ein Ende: Nach Plagiatsvorwürfen ist der Wissenschaftler von seiner Position an der Universität Cambridge und am Jesus College, an dem er als Fellow tätig war, zurückgetreten. In der Erklärung sagt Arday , dass seine Professur in Cambridge das »größte berufliche Privileg« seines Lebens gewesen sei. Er spricht von persönlichen Angriffen und Anschuldigungen, die ihn schwer belastet hätten. Der Rückzug sei nicht das Ende seiner Arbeit, er werde zurückkehren. Ein Fehlverhalten räumte er in der Erklärung nicht ein. Ebenfalls am Mittwoch teilte die Universität Cambridge in einer Erklärung mit, dass sie gegen Arday eine Untersuchung eingeleitet habe. Man habe »neue Informationen« zu den akademischen Qualifikationen. Universität verteidigte Arday zunächst Auslöser für die Diskussionen war ein Text auf der Onlineplattform Substack. Darin behauptet Nathan Cofnas, ein ehemaliger Philosophie-Forscher aus Cambridge, der die Universität verließ, nachdem seine Kritik an den Richtlinien zu Diversität, Gerechtigkeit und Inklusion für Proteste sorge, dass er die Dissertation von Arday durch eine Plagiatssoftware habe laufen lassen und diese erhebliche Überschneidungen mit einer Doktorarbeit aus dem Jahr 2009 feststellte. Ardays Unterstützer witterten schnell eine Kampagne von rechts gegen den Wissenschaftler. Die Universität Cambridge hatte Arday zunächst verteidigt und von einer »Kampagne« gesprochen, die seine Glaubwürdigkeit untergraben wolle. Zunächst verteidigte sich auch Arday in einem Interview mit der »Times «. Er sei kein Lügner, Fehler in früheren akademischen Arbeiten stünden nach seiner Darstellung im Zusammenhang mit seinem Autismus. Fragen auch zur Biografie Inzwischen steht aber nicht nur Ardays wissenschaftliche Karriere im Fokus. Es geht unter anderem auch um seine Aussage, in 35 Tagen 30 Marathons gelaufen zu sein und unter anderem damit mehr als fünf Millionen Pfund für wohltätige Zwecke gesammelt zu haben. Dem »Guardian « sagte Arday nun, dass das Geld mithilfe mehrerer Spendeninitiativen über zwei Jahrzehnte gesammelt habe. Außerdem gab Arday an, in sechs Tagen 600 Meilen (ca. 966 km) gelaufen zu sein. Gegenüber der Zeitung gab Arday nun allerdings zu, dass es zwölf Tage waren, er habe Ruhetage einlegen müssen, weil die Trainings- und Laufbelastung aus früheren Läufen seinem Körper bereits zugesetzt hätte.

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