Jemen: Mehr als 100.000 Menschen im Jemen auf der Flucht
Die neue Eskalation zwischen der Huthi-Miliz und der international anerkannten Regierung im Jemen hat nach Angaben der Vereinten Nationen eine umfassende Fluchtbewegung ausgelöst. Derzeit gibt es in dem Land nach Schätzungen des UN-Flüchtlingshilfswerks mehr als 100.000 Binnenflüchtlinge. Laut der Internationalen Organisation für Migration wirkt sich die Krise auch auf die umliegenden Länder aus.
Nach Angaben der UN-Agentur sind im Bürgerkriegsland mehr als 65.000 Flüchtlinge und Asylsuchende registriert, die größtenteils aus Somalia und Äthiopien stammen. In den vergangenen vier Tagen setzten demnach mehr als 2.400 Menschen über die Meerenge nach Dschibuti. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Frauen, Kinder und ältere Menschen. Beobachter gehen davon aus, dass viele von ihnen Schutz in Nachbarstaaten suchen wollen.
Nach Angaben von Save the Children sind bei den jüngsten Kämpfen 19 Kinder getötet und 49 weitere verletzt worden. Kinder hätten zwischen dem 1. August und dem 9. September mehr als ein Fünftel aller Getöteten und Verletzten ausgemacht, teilte die Hilfsorganisation mit. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum demnach schätzungsweise 117 Zivilisten getötet und 206 verletzt.
Menschen im Jemen droht humanitäre Krise
Die Organisation warnte vor einer umfassenden humanitären Krise. Dem ärmsten Land der arabischen Welt drohe neben der Vertreibung Tausender Menschen auch ein Anstieg von Infektionskrankheiten sowie eine Zunahme von durch Wasser übertragenen Krankheiten.