Jemen: Regierung meldet Erfolge gegen Huthis
Ziel der am Sonntag gestarteten Militäroperation ist nach Aussage von Raschad al-Alimi, dem Vorsitzenden des Präsidialen Führungsrats, die vollständige Rückeroberung aller von der Huthi-Miliz besetzten Gebiete. Die Armee habe mehr als 1100 Angriffe auf Stellungen der Miliz ausgeführt, teilte ein Armeesprecher mit. Dabei seien Kampfflugzeuge, Artillerie, Raketen und Drohnen zum Einsatz gekommen.
Saudi-Arabien muss wichtige Pipeline erneut schließen
Die Regierungstruppen werden von Saudi-Arabien unterstützt. Die Huthi-Miliz ist ein Verbündeter Irans. Seit Wochen liefern sich die verfeindeten Lager im Jemen wieder schwere Gefechte. Im September hatte die Huthi-Miliz in einer Blitzoffensive die gesamte Rotmeerküste des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht und sich damit auch Zugriff auf die wichtige Meerenge Bab al-Mandab verschafft.
Zuletzt gelang ihnen offenbar erneut ein Erfolg gegen Saudi-Arabien. Nach Angriffen musste das Land die wichtige Ost-West-Pipeline am Montag erneut schließen. Der Betrieb sei nach einer Attacke auf eine Pumpstation eingestellt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP von einer Quelle im saudi-arabischen Energiesektor. Bei dem Angriff in Churais, östlich der Hauptstadt Riad, sei »großer Schaden« entstanden.
Die proiranische Huthi-Miliz im Jemen hatte am Sonntag nach eigenen Angaben Raketen- und Drohnenangriffe auf Anlagen des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco geflogen. Die Ost-West-Pipeline war seit Beginn des Irankriegs bereits mehrfach im Visier. Nach einem Angriff vor gut drei Wochen wurde der Betrieb der rund 1200 Kilometer langen Leitung nach Angaben der Analysefirma Kpler für elf Tage unterbrochen.