Jemen: USA warnen vor Eskalation zwischen Huthis und Saudi-Arabien
Die USA haben vor einer Eskalation des Konflikts zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz gewarnt. In einer Reisewarnung sagte das US-Außenministerium, die militärischen Auseinandersetzungen könnten »rasch eskalieren«. US-Staatsangehörige, die planen, in die Region zu reisen, sollten dies »ernsthaft überdenken«, hieß es mit Verweis auf die Angriffe auf zivile Flughäfen.
Am Samstag gab es in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad zweimal heftige Explosionen. Die Huthis meldeten Angriffe auf »wichtige Einrichtungen« in der Hauptstadt. Außerdem gab die Miliz weitere Angriffe in der Hafenstadt Janbu an. Dort geriet ein Öltank mit dem Logo des staatlichen Ölkonzerns Aramco in Brand. Zuvor hatten Augenzeugen von Explosionen, schwarzem Rauch und Flammen in der Nähe des internationalen Flughafens berichtet. Die saudiarabischen Behörden hatten das erste Mal seit dem Wiederaufflammen des Konflikts eine Warnung vor den Angriffen herausgegeben.
UN-Sicherheitsrat verurteilt Angriffe der Huthi-Miliz
Die Angriffe seien eine Reaktion auf Versuche Saudi-Arabiens, die jemenitische Hauptstadt Sanaa ins Visier zu nehmen, wie die Huthi-Miliz sagte. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die anhaltenden Attacken der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien. Die 15 Mitglieder des Rates erklärten ihre Solidarität mit Saudi-Arabien und forderten die Huthis auf, die Angriffe sofort einzustellen. Der Sicherheitsrat forderte »praktische Zusammenarbeit«, auch mit der jemenitischen Regierung, um zu verhindern, dass die Huthis weiterhin Zugang zu Waffen haben.
In einer Blitzoffensive hatten die Huthis vergangene Woche die strategisch gelegenen Inseln in Bab al-Mandab und die gesamte Westküste des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht. Die Meerenge Bab al-Mandab ist eine zentrale Route für den internationalen Schiffsverkehr, besonders für den Export von saudiarabischem Öl.