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Jens Spahn: CDU-Verband aus Münsterland fordert seinen Bundestagsrückzug

Nation

Nach Leihmutter-Affäre

CDU-Verband aus Spahns Heimat fordert kompletten Rückzug

Aktualisiert am 22.08.2026 - 13:01 UhrLesedauer: 1 Min.

Seinen Fraktionsvorsitz hat Jens Spahn bereits abgegeben, auch als Bezirksvorsitzender kandidiert er nicht mehr. Jetzt gibt es weitere Forderungen.

In der CDU ins Jens Spahns Heimat wächst die Kritik am früheren Bundestagsfraktionsvorsitzenden. Nachdem er zuletzt gebeten worden war, nicht mehr für den Bezirksvorsitz im Münsterland zu kandidieren, fordert nun ein Gemeindeverband den Verzicht auf sein Bundestagsmandat.

In der "Bild"-Zeitung sagte Thomas Lorig, Vorsitzender des Gemeindeverbands Wadersloh: "Spahn sollte sein Bundestagsmandat auf jeden Fall niederlegen." Politik lebe von Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Er betonte: "Diese Glaubwürdigkeit sehen wir bei Herrn Spahn nicht mehr als gegeben an."

In einem offenen Brief hatte der Gemeindeverband Wadersloh bereits Mitte Juli beklagt, Spahn habe mit seiner Entscheidung für eine Leihmutterschaft gegen die Grundwerte seiner Partei verstoßen. "Ein Kind ist keine Ware, die man sich kauft!", heißt es. Es entstehe hier der "Eindruck einer Doppelmoral zwischen den Maßstäben, die politisch vertreten wurden, und Ihren persönlichen Entscheidungen".

Spahn selbst will der Rücktrittsforderung aber nicht nachkommen. "Die Wählerinnen und Wähler haben mich 2025 zum siebten Mal in Folge mit einem starken Ergebnis direkt in den Bundestag gewählt. Dieses Mandat nehme ich sehr ernst", sagte er "Bild". "Neben Kritik erfahre ich auch viel Zuspruch aus dem Wahlkreis und der Partei dafür, mein Mandat fortzusetzen." Die Frage, wer bei der Wahl 2029 die CDU in seinem Wahlkreis vertrete, werde im nächsten Jahr entschieden.

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