Jetzt ist Eintracht-Boss Krösche als Verkäufer gefragt
absolutfussball.com Deutschland Eintracht Frankfurt Jetzt ist Eintracht-Boss Krösche als Verkäufer gefragt Von: Christopher Michel Eintracht Frankfurt hat wichtige Transfers getätigt. Sportvorstand Markus Krösche muss aber die Kaderverkleinerung vorantreiben. Frankfurt – Der Kader von Eintracht Frankfurt nimmt Formen an. Nach Malik Pimpong, Noel Aseko und Otavio steht der Transfer von Raphael Onyedika kurz vor dem Abschluss. Das Herzstück der Hessen wäre somit schlagkräftig besetzt. Sportvorstand Markus Krösche hatte einen neuen defensiven Mittelfeldspieler und linksfüßigen Innenverteidiger ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Er hat diese Hausaufgaben erledigt. Ab sofort ist Krösche allerdings als Verkäufer gefragt. Sobald die Unterschrift von Onyedika erfolgt, hat die Eintracht einen Kader, der – ohne Nachwuchsspieler – 33 Profis umfasst. Und die Liste der Spieler, die noch gehen sollen, ist lang. Michy Batshuayi, Noel Futkeu, Jessic Ngankam und Ellyes Skhiri reisten gar nicht erst mit ins Trainingslager nach Grassau. Eintracht muss den Kader deutlich verkleinern Junior Dina Ebimbe und Niels Nkounkou waren zwar dabei, sie haben jedoch keine Zukunft mehr in der Mainmetropole. Im Gegensatz zu den vier Spielern, die nicht mitreisen durften, wurde das französische Duo sportlich benötigt und kam im Test gegen Trabzonspor (3:0) zum Einsatz. Trotz großen Engagements sollen sie zeitnah gehen. Absolut Eintracht – der Newsletter ⚽ Seien Sie näher an der Eintracht dran als je zuvor! Unser SGE-Newsletter versorgt Sie mit den wichtigsten News, liefert Ihnen Videos, Reportagen und exklusive Interviews direkt und ganz bequem in Ihr Postfach. Jetzt den kostenlosen Newsletter abonnieren und Teil der SGE-Community werden. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden! Sind Sie dabei? HIER geht‘s direkt zur Anmeldung! Eine der schwierigsten Aufgaben von Krösche betrifft einen Angreifer. Sorgenkind Elye Wahi erhielt längeren WM-Sonderurlaub. Der im Januar 2025 für 26 Millionen Euro geholte Angreifer soll seine Zukunft regeln und den Verein schnellstmöglich verlassen. Wahi hat seinen Marktwert nach einem guten Leih-Halbjahr in Nizza (neun Tore und zwei Vorlagen in 19 Partien) wieder etwas gesteigert. In Frankfurt wird es für ihn höchstwahrscheinlich nicht weitergehen. Auch bei Talent Love Arrhov steht eine Entscheidung an. Die Konkurrenz auf seinen Positionen in der Offensive ist gewaltig. Der 18 Jahre alte Schwede hat im Trainingslager einen ordentlichen Eindruck hinterlassen. Ein Leihgeschäft könnte dennoch Sinn ergeben. Arrhov benötigt Spielpraxis auf hohem Niveau. Das ist bei einer Eintracht ohne Dreifachbelastung schwierig. Trainer Adi Hütter wird, sobald er seinen Stamm gefunden hat, in einer Saison ohne Europapokal weniger rotieren. Frankfurt sollte sich daher auch noch von ein bis zwei größeren Namen trennen. Jean-Matteo Bahoya ist in den ersten Wochen unter Hütter etwas ins Hintertreffen geraten. Dies lag einerseits an seinen muskulären Problemen. Es ist fraglich, ob er in das aktuell präferierte 4-2-2-2-System passt. Bei einer guten Offerte ist Krösche gesprächsbereit. Was passiert mit Bahoya und Chaibi? Fares Chaibi hat in den Einheiten in Grassau sein Können immer wieder aufblitzen lassen. Der 23-Jährige liebäugelt aber mit einem Abgang nach Saudi-Arabien. Auch hier ist Frankfurt offen für einen Wechsel. Die Zentrale ist stark besetzt. Die Abgänge von Bahoya und Chaibi könnte der Kader in seiner aktuellen Form auffangen, es bräuchte dafür keinen weiteren Ersatz. Krösche hätte dann zwar noch nicht alle Fragen (Torhüterposition, Kauf von Arnaud Kalimuendo und Louey Ben Farhat) beantwortet. Sollten diese Verkäufe jedoch allesamt gelingen, dann wäre die Eintracht ihrem Ziel, unter Hütter einen schlankeren Kader zu haben, in diesem Sommer deutlich nähergekommen.