DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,57 % 4.432,00 USD 23:00:00 Silber -0,07 % 64,83 USD 22:59:58 Brent +1,75 % 88,59 USD 22:59:58 WTI +1,42 % 82,40 USD 22:59:59 Bitcoin -0,90 % 62.834,07 USD 23:26:47 EUR/USD +0,37 % 1,15730 USD 23:27:21 EUR/GBP +0,11 % 0,85480 GBP 23:27:21 EUR/CHF +0,34 % 0,94060 CHF 23:27:21 EUR/JPY +0,38 % 184,365 JPY 23:27:21

Jetzt spricht auch Putin von "Problemen"

Welt

Ukrainische Drohnen treffen immer öfter Raffinerien und Energieanlagen tief im russischen Hinterland. Nun reagiert Russlands Präsident Wladimir Putin ungewöhnlich deutlich. Angesichts verstärkter ukrainischer Angriffe hat Russlands Präsident Wladimir Putin "Probleme" eingeräumt. In einem am Sonntag vom Kreml veröffentlichten Interview mit einem russischen Journalisten sprach er zudem von einer "gewissen" Treibstoffknappheit. Putin sagte ferner, er rechne mit weiteren Besuchen der US-Unterhändler in Moskau, um über den Ukraine-Konflikt zu verhandeln. "Was Angriffe auf die kritische Infrastruktur im Allgemeinen und die Energieinfrastruktur im Besonderen betrifft, so verursachen diese Angriffe auf unsere Infrastruktureinrichtungen natürlich Probleme, das ist offensichtlich", sagte Putin. "Im Moment beobachten wir einen gewissen Mangel, aber er ist nicht kritisch." Ukraine greift Russlands Energieinfrastruktur an Die Hauptaufgabe bestehe jetzt darin, die russischen Flugabwehrkapazitäten zu erhöhen und die Treibstoffversorgung sicherzustellen, insbesondere für die Krim, sagte Putin in dem Interview mit dem russischen Journalisten Pawel Sarubin. Auf das Interview beriefen sich russische Nachrichtenagenturen, die vollständige Fassung wurde auf dem Telegram-Kanal des Journalisten veröffentlicht. Wenige Stunden vor dem Interview hielt Putin eine Rede auf dem Parteitag seiner Partei Geeintes Russland und sprach ebenfalls von "Problemen", derer sich die Führung bewusst sei. "Wir werden ohne Zweifel alle Herausforderungen bewältigen, mit denen wir heute konfrontiert sind, einschließlich terroristischer Angriffe auf unser Territorium und auf Infrastruktur-Einrichtungen", sagte er. "Wir werden die Sicherheit sowohl des Landes als auch unserer Bürger gewährleisten, wie auch die Unverletzlichkeit von Russlands Grenzen." In dem seit mehr als vier Jahre andauernden Krieg mit der Ukraine überzieht Russland das Nachbarland nahezu täglich mit Luftangriffen. Zuletzt hatte die ukrainische Armee ihrerseits ihre Luftangriffe auf Ziele innerhalb Russlands ausgeweitet. Dabei greift die ukrainische Armee nach Angaben Kiews neben militärischen Einrichtungen vor allem die russische Öl- und Energieinfrastruktur an. Wenige Stunden vor Putins Rede hatte eine ukrainische Drohne einen Brand in einer Raffinerie in der südrussischen Region Krasnodar verursacht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den Angriff als Teil der "Operationen, die Russlands Fähigkeit, diesen Krieg zu führen, schwächen". Die getroffene Ölraffinerie sei 300 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Am Freitag hatten die Behörden auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel wegen Treibstoffengpässen und Stromabschaltungen infolge ukrainischer Angriffe den Ausnahmezustand erklärt. Medienberichten zufolge steigt inzwischen auch in Russland die Unzufriedenheit. Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (Bezahlinhalt) berichtet von Recherchen der russischen Journalistin Farida Rustamowa. Demnach haben die Machthaber in geheimen Umfragen festgestellt, dass 60 Prozent der befragten Russen "verschiedener Aspekte des Krieges müde" seien. Empfehlungen der Redaktion Ukrainische Angriffe zeigen Wirkung: Putin räumt Treibstoffengpässe ein Putin bekräftigt Kriegsziele trotz militärischer Rückschläge Putin weist Angriffspläne gegen Nato-Staaten zurück Putin: "Sind bereit, Verhandlungen fortzusetzen" Zu den Ukraine-Verhandlungen äußerte sich Putin gegenüber dem Journalisten in einer Interview-Passage, die nicht vom Kreml veröffentlicht wurde. "Wir warten, sobald alle Ereignisse abgeschlossen sind und die heiße Phase in der Iran-Frage beendet ist, auf den Besuch jener Vertreter der US-Regierung, die wir bereits mehrfach in Moskau getroffen haben", sagte der Präsident laut russischen Nachrichtenagenturen und dem Telegram-Kanal des Journalisten. "Wir sind bereit, die Verhandlungen fortzusetzen, und alle Details zu besprechen." Damit antwortete Putin auf eine Frage zum Stand der US-russischen Beziehungen nach dem G7-Gipfel vor zwei Wochen in Frankreich, bei dem US-Präsident Donald Trump gesagt hatte, Russland solle "ein Abkommen mit der Ukraine schließen". Am Mittwoch hatte Trump gesagt, der ukrainische Präsident schlage sich gut im Krieg gegen Russland, nachdem er zuvor mehrfach erklärt hatte, ihm fehlten die "Karten", um zu gewinnen. (afp/bearbeitet von fab) Verwendete Quellen Agence France-Presse (afp) faz.net: Über Moskau liegt ein Hauch von Kontrollverlust

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