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Jugendlicher bei Trainsurfing schwer verletzt

Nation

Gegen 20:30 Uhr sahen Fahrgäste zwei Lichtblitze, hörten einen lauten Knall, dann Hilferufe und Schreie. Sie informierten den Lokführer. Der zog daraufhin die Notbremse und stoppte den Zug nahe des Kölner Südbahnhofs auf offener Strecke.

"Der Fahrzeugführer fand einen schwer verletzten 14-Jährigen zwischen zwei Wagenreihen", sagte Polizeisprecherin Stephanie Reuver dem WDR. Beim Unfall erlitt der Jugendliche starke Verbrennungen an 80 Prozent seines Körpers und wurde damit lebensgefährlich verletzt. Der 14-Jährige wurde direkt vor Ort medizinisch versorgt und dann in eine Fachklinik in Köln-Merheim gefahren.

Jugendlicher konnte 30 Minuten nicht behandelt werden

Die Herausforderung für die Rettungskräfte: Auf der Oberleitung ist eine Spannung von bis zu 15.000 Volt. Die Leitung musste erst abgestellt und geerdet werden, bevor die Sanitäter den Jugendlichen vom Dach des Zuges retten konnten.

Bundespolizei-Sprecherin Stephanie Reuver

Bildquelle: WDR/Frank Piotrowski

"Nachdem die Oberleitung abgestellt ist, ist für einige Zeit noch Restspannung vorhanden, die für den menschlichen Körper lebensgefährlich ist", sagte die Polizeisprecherin. Demnach dauerte es eine halbe Stunde, bis der 14-Jährige behandelt werden konnte.

Drei Reisende im Unfallzug klagten über Kreislaufprobleme, sie wurden vor Ort von den Rettungskräften versorgt.

Streckensperrung in Köln bis spät in die Nacht

Gegen 21 Uhr hatte die Bundespolizei die Strecke gesperrt. Rund 600 Reisende im Unfallzug stiegen in andere Bahnen um. Betroffen von der Sperrung waren die Linien RE 5, RE 22, RB 24 und RB 26.

Mittlerweile ist die Strecke aber wieder frei, es kann dennoch zu Verspätungen kommen.

Der gefährliche Reiz des Trainsurfens

Warum setzen Menschen für den Adrenalinkick ihr Leben aufs Spiel? Das WDR-YouTube-Format "Die andere Frage" trifft einen Trainsurfer und zeigt in einem Experiment die verheerende Wirkung von 15.000 Volt auf den menschlichen Körper.

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