„Junk-Glück”, Antrieb, Scheitern: Glückliche Menschen wenden jeden Tag diese 3 einfachen Regeln an
Im Video oben: 3 Sternzeichen, die immer vom Glück geküsst werden Was Glück wirklich bedeutet, wird oft missverstanden. In einer vernetzten Welt, in der soziale Medien und gesellschaftliche Erwartungen ein perfektes Lebensgefühl suggerieren, entsteht schnell ein verzerrtes Bild. Wie die Psychologin Valentine Hervé im Gespräch mit dem französischen Online-Magazin „Le Journal des Femmes“ erklärt, zeigt sich Glück nicht in dauerhafter Euphorie oder völliger Kontrolle über das eigene Leben. Entscheidend ist vielmehr ein Gefühl tieferer Zufriedenheit, das auch Krisen und Widersprüche zulässt. 1. Glück von Perfektionsdruck trennen Dabei ist die erste Regel, sich nicht an einem idealisierten Bild des Glücks zu orientieren. Glück sei kein Zustand permanenter Euphorie. Nach Einschätzung der Psychologin kann der Versuch, festen Vorgaben für ein glückliches Leben zu folgen, sogar gegenteilige Effekte haben. Wer sich an einem unerreichbaren Ideal orientiert, fördert eher Frustration, Schuldgefühle und Angst. Um sich selbst zu schützen, müsse man dieses „Junk-Glück” aufgeben, denn jeder Mensch habe eine eigene Vorstellung von Glück. 2. Eigenen Wünsche wiederbeleben Als zweiten Punkt stellt Hervé den eigenen Antrieb in den Vordergrund. Echtes Glück zeigt sich nicht in flüchtigen Konsumreizen, wie etwa beim Kauf teurer Kleidung, in schicken Restaurants oder im Anhäufen überflüssiger Dinge. Entscheidend sei vielmehr, was dem Leben Richtung gebe. Projekte, konkrete Vorhaben oder lange aufgeschobene Wünsche könnten dieses Gefühl stärken. ANZEIGE ANZEIGE 3. Schwierigkeiten als Teil des Lebens annehmen Die dritte Regel lautet, unzufriedene oder traurige Phasen nicht als Scheitern zu deuten. Ein stabiles Glücksgefühl schließe Rückschläge nicht aus. Entscheidend sei, Krisen zu durchlaufen, ohne daran den eigenen Wert festzumachen. „Ein normales Leben beinhaltet Frustrationen, Verluste und Widersprüche”, sagt die Psychologin. Glück bedeute deshalb nicht, von schwierigen Gefühlen verschont zu bleiben. Vielmehr erlebe ein glücklicher Mensch über längere Zeit ein tiefes Gefühl der Erfüllung und Zufriedenheit, auch wenn er Phasen der Trauer, Frustration und Belastung durchstehen muss. Hervé beschreibt Glück damit als längerfristige Zufriedenheit statt als Serie kurzer Höhepunkte. Wer weniger vergleicht, innere Ziele pflegt und Unvollkommenheit akzeptiert, komme diesem Zustand eher näher. Glück ist kein Feuerwerk Auch der Psychotherapeut Stefan Woinoff bestätigt diesen Gedanken. In einem Beitrag für FOCUS online beschreibt er, dass Glück häufig missverstanden wird. Viele Menschen denken dabei zuerst an Ausnahmezustände: an Verliebtheit, einen großen Erfolg oder einen unerwarteten Gewinn. Solche Momente sind intensiv und bewegend, aber meist nur von kurzer Dauer. Genau darin liegt laut Woinoff das Problem. Wirkliches Glück zeigt sich nicht in einzelnen Höhepunkten, sondern in der grundsätzlichen Wahrnehmung, ein gutes Leben zu führen: „Das Glück, das ihr Leben trägt, ist weniger ein Feuerwerk als vielmehr ein dauerhaftes Licht im Hintergrund.” Für den Psychotherapeuten aus München gibt es acht Dinge, die helfen, das eigene Glück von einem flüchtigen Gefühl in einen Dauerzustand zu verwandeln: