Jürgen Klopp erwägt riesigen DFB-Kader für die Nations League
Nach Informationen der Sportschau haben Klopp und sein Trainerteam noch nicht im Detail beschlossen, wie ein Bettenwechsel im Quartier in Herzogenaurach aussehen soll. Grundsätzlich sei aber die Entscheidung gefallen, dass der Kader viel größer sein wird als die vorgeschriebenen 23 Spieler. Auch "Sky Sport" berichtet darüber.
XXL ist im Fußball in Mode. Die Champions League wurde aufgebläht, die Klub-WM, die Weltmeisterschaft der Männer wurde im Sommer in Nordamerika mit 48 Mannschaften gespielt, schon 2030 könnten es 64 Teams sein.
Ein großes Fenster, gestreckt über zwei Wochenenden
Das Format der Nations League ist seit der ersten Austragung 2018 weitestgehend gleich geblieben. Deutschland spielt seitdem in der Gruppenphase gegen drei Gegner jeweils zu Hause und auswärts.
Neu ist, dass es nur noch zwei statt drei Länderspielfenster bis zum Ende des Jahres gibt, in denen die Partien ausgetragen werden. Das erste ist so groß geworden, dass es sich über zwei Wochenenden hinaus streckt. So kommt es, dass etwa für die deutsche Mannschaft vier Spiele in einer FIFA-Abstellungsperiode anstehen, wie das Fenster offiziell heißt.
Die Eliteauswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) spielt am 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande, drei Tage später in Augsburg gegen Griechenland, am 1. Oktober in München gegen Serbien, bevor es am 4. Oktober in Thessaloniki zum Rückspiel gegen Griechenland kommt.
Reglement spielt dem Bundestrainer - und Vereinstrainern - in die Karten
Ein XXL-Fenster, auf das der neue Bundestrainer mit einem XXL-Kader reagieren will. Schon vor Wochen hatte er gesagt, dass sicher kein Spieler in allen vier Partien über nahezu 90 Minuten zum Einsatz kommen werde und er die Belastung gut verteilen wolle.
Das Reglement des europäischen Verbandes UEFA für die Nations League gibt den Trainern freie Hand. Es schreibt vor, dass ein Verband bis zum Tag vor dem Spiel um 23.59 Uhr eine verbindliche Liste mit 23 Spielern melden muss, von denen drei Torhüter sind. Theoretisch könnte diese Liste für jede der vier Partien komplett anders aussehen.
Solch extreme Änderungen würden aber sportlich wenig Sinn ergeben. Anders sähe das bei einem großen Austausch nach dem zweiten Spiel aus. Er würde aus Gründen der Belastungssteuerung Sinn machen, er dürfte auch die Vereinstrainer glücklich machen, die ihre Nationalspieler während einer Abstellungsperiode zumindest für eine Woche im Training haben. Der Tausch hätte zudem den Vorteil, dass Jürgen Klopp sehr viele Spieler aus der Nähe sehen und vielleicht sogar erst persönlich kennenlernen würde.
Entsprechend könnte es Spieler geben, die aktuell noch kaum jemand auf der Liste hat, quasi XXL-Überraschungen
Donnerstag Bekanntgabe des Kaders