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Kabinettsumbildung: Kretschmer kritisiert Friedrich Merz für Ablösung von Schenderlein

Nation

Sachsens Ministerpräsident und CDU-Landeschef Michael Kretschmer hat die Ablösung von Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) kritisiert. »Christiane Schenderlein war eine unglaublich erfolgreiche Sportministerin«, sagte Kretschmer dem MDR über die aus Sachsen stammende CDU-Politikerin. »Insofern habe ich diesen Wechsel überhaupt nicht verstanden.« Am Montag war bekannt geworden, dass Schenderlein nicht länger Sport-Staatsministerin im Kanzleramt ist und stattdessen als Parlamentarische Staatssekretärin ins Gesundheitsministerium wechselt. Das gab Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bekannt.

Kretschmer kritisierte die Entscheidung. In seinen Augen sei Schenderlein »das erfolgreichste Kabinettsmitglied in der Regierung Merz«. »Diese Veränderung, die müssen wir erst alle noch mal durchdenken und dann vielleicht verstehen.« Dass Schenderlein nicht im Kanzleramt bleiben soll, war seit mehreren Tagen bekannt und hatte zu Unmut in den ostdeutschen Landesverbänden geführt. Ihre Nachfolge ist noch nicht geklärt.

Personalrochade von Merz in der Kritik

An den weiteren personellen Veränderungen in der Bundesregierung übte Kretschmer ebenfalls Kritik. »Ich glaube, viele Menschen standen davor, haben das Ganze beobachtet und haben den Kopf geschüttelt. Ich auch«, sagte er zu den zahlreichen Personalentscheidungen des Kanzlers. Zugleich müsse man einem Regierungschef zubilligen, dass er das Team bilde, mit dem er dann die Arbeit machen wolle und müsse.

Zuletzt hatte auch der entlassene Gesundheitsstaatssekretär Tino Sorge (CDU) Merz kritisiert. »Die Entscheidung des Bundeskanzlers nehme ich zur Kenntnis«, schrieb Sorge auf X. »Dass er sie – anstelle eines persönlichen Gesprächs mit mir – zuerst in Parteigremien und vor der Presse verkündet hat, bleibt seine eigene Stilfrage.« Er hätte die Arbeit gerne fortgeführt, schrieb der CDU-Politiker aus Sachsen-Anhalt weiter. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hatte die Personalrochade im Deutschlandfunk als »nicht unbedingt gut verlaufen« bezeichnet.

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