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„Kader noch nicht so, wie ich ihn mir vorstelle"

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Startseite Eintracht Eintracht: Hütter und die vielen Fragezeichen Von: Ingo Durstewitz Uns auf Google folgen Eintracht Frankfurt siegt im Testspiel gegen Hull City mit 2:0. Doch Trainer Adi Hütter sieht große Baustellen – vor allem beim Spielaufbau und in der Kaderplanung. Frankfurt – Auch Adi Hütter spürt, wie sehr die Zeit rennt, wie sie davorrast. Gefühlt hat die Vorbereitung erst begonnen, da sind es nur noch weniger als 14 Tage bis zum ersten Pflichtspiel dieser Saison. Und nicht mal drei Wochen bis zur ersten Bundesligapartie, auswärts und unangenehm bei Union Berlin, Samstag, 29. August. „Das geht jetzt schneller, als man glaubt“, sagt der Eintracht-Trainer. Und sieht dabei nicht so aus, als würde ihn das in einen besorgniserregenden Zustand versetzen. Aber die geballte Zuversicht spricht auch nicht aus dem 56 Jahre alten Österreicher. Adi Hütter lebt im Hier und Jetzt, und der Status quo bei Eintracht Frankfurt ist nun mal der, der er ist. Alles ist im Ungefähren, im Nebligen, im Zwischenraum, nichts Genaues weiß man nicht. Der Jonny-Wahnsinn Der Trainer weiß natürlich mehr als alle anderen, schließlich ist er eine Kapazität auf seinem Gebiet und arbeitet täglich mit dem Team. Doch selbst er kann nicht mit Gewissheit einschätzen, wie sich seine Mannschaft, die bisher ganz sicher nicht besser geworden ist, als sie in der abgelaufenen Spielzeit war, unter harten Wettbewerbsbedingungen schlagen wird. Absolut Eintracht – der Newsletter ⚽ Seien Sie näher an der Eintracht dran als je zuvor! Unser SGE-Newsletter versorgt Sie mit den wichtigsten News, liefert Ihnen Videos, Reportagen und exklusive Interviews direkt und ganz bequem in Ihr Postfach. Jetzt den kostenlosen Newsletter abonnieren und Teil der SGE-Community werden. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden! Sind Sie dabei? HIER geht‘s direkt zur Anmeldung! Auch der vierte Test in diesem Sommer, ein brauchbares 2:0 (1:0) gegen den Premier-League-Aufsteiger Hull City, brachte zwar wieder kleine Fingerzeige, aber nicht den großen Erkenntnisgewinn. Wie soll das auch gehen? Freundschaftsspiele sind schon qua ihres Namens als solche zu bewerten, der Ernstfall dann ganz genauso. Adi Hütter war mit dem Gebotenen vor 2500 Fans in Dreieich vor den Toren Frankfurts ganz zufrieden. Als „ordentlich“ oder „okay“ bewertete er den XXL-Auftritt seines Teams über geschlagene zwei Stunden in der prallen Mittagssonne. Nicht mehr, nicht weniger. Gut fand er einige Ansätze in der Offensive. Auch die überraschende Vorlage vor dem 1:0 des souveränen Torwarts Kaua Santos hatte es dem Trainer angetan: „Super gemacht.“ Genauso wie die technisch hochwertige Ballmitnahme des Torschützen Jonathan Burakrdt. „Wahnsinn“, jubilierte der Chefcoach. Und dann noch dieser eiskalte Abschluss, „perfekt“. Die Planung im Angriff ist dennoch nicht abgeschlossen. „Mal schauen, wen wir noch dazuholen.“ Das gilt auch für die defensiven Außenbahnen und die Innenverteidigung. Adi Hütter fordert Verstärkungen. „Der Kader ist noch nicht so, wie ich ihn mir vorstelle.“ Das wissen gleichwohl alle, auch die Gremien, Aufsichtsrat, Vorstand, die Sportliche Leitung sowieso. Markus Krösche hat viele Bälle in der Luft, muss das Aufgebot dringend mit qualitativ hochwertigem Personal aufwerten, aber den Kader gleichzeitig verkleinern. Ebenso dringend. Nicht so leicht, zumal der globale, europäische und nationale Markt derzeit festgefahren ist. Hütter, wie jeder Trainer unruhig und fordernd, weil er am Ende den Kopf hinhalten muss für das, was auf dem Platz passiert, ist daher schon um Geduld gebeten worden. Der Austausch mit Sportchef Krösche sei eng, betont der Fußballlehrer daher. „Wir arbeiten daran hinter den Kulissen.“ Und doch würde es niemand großartig wundern, wenn sich der Poker auf der Abgangs- und Zugangsseite noch hinziehen würde. Baustellen hat der Chef einige ausgemacht. „Wir müssen öfter und schneller nach vorn spielen, das ist noch nicht so, wie ich mir das vorstelle.“ Der Ansatz ist ihm nicht vertikal und schnörkellos genug. „Zu viele Quer- und Rückpässe“, moniert er und fügt lächelnd an: „Das müssen wir rauspressen.“ Also der Mannschaft austreiben. Auch da ist klarerweise Geduld gefragt. Denn dieser eher abwartende Stil (vulgo: Schlafwagenfußball) ist der Mannschaft in den zurückliegenden drei Jahren übergestülpt worden. Ihn wieder loszuwerden – gar nicht so einfach. Wahi weiß Bescheid Einer kann momentan noch gar nicht helfen. Neuzugang Otavio stand gegen Hull City nicht mal im Kader, er muss körperlich noch ganz schön aufholen. Das ist überraschend, weil der Brasilianer in Portugal angeblich seit dem 1. Juli im Trainingsbetrieb stand. Adi Hütter aber sagt: „Er ist noch nicht in der Verfassung, wie ich mir das vorstelle.“ Und in eine Blessur wolle man ihn nicht hineinjagen, „vor Muskelverletzungen habe ich großen Respekt.“ Und was bleibt sonst hängen aus dem vierten Sieg im vierten Privatkick des Sommers 2026? Neuzugang Raphael Onyedika zeigte eine halbwegs solide Leistung auf der Sechs, allerdings mit einem kapitalen Schnitzer, da hätte es fast geklingelt. „So ein Fehler geht natürlich gar nicht, das weiß er selbst“, kritisierte Hütter, der aber zu Recht einwarf, dass der Spieler erst ein paar Tage beim Team weilt, „Geduld“, sagt er. Love Arrhov erzielte dafür ein wunderbares Tor, schöner Schlenzer zum 2:0. Der Youngster kommt besser ins Rollen, „wird spritziger, er ist ein guter, junger Spieler.“ Der aber starke Konkurrenz auf seiner Position hat, von Can Uzun oder Ritsu Doan, auch Ayoube Amaimouni und Mario Götze. Weiter hinten hatte Linksverteidiger Keita Kosugi enorme Probleme, auch durch seine geringe Körpergröße. Die Schwierigkeiten moderierte der Coach aber weg: „Er hat fast zu gut begonnen“, sagt Adi Hütter. „Dass so ein junger Spieler ein bisschen durchhängt, muss man ihm zugestehen.“ Und was wird aus Verteidiger Arthur Theate und Stürmer Elye Wahi, die beide zum Einsatz kamen, Theate eine Halbzeit, Wahi ein paar Minuten? „Sie sind vorerst dabei. Mit den Jungs wurde gesprochen. Mal schauen, wie es schlussendlich aussieht.“ Gefragt ist auch hier ganz klar – Geduld.

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