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Kampf gegen die Huthis in Jemen: Saudi-Arabien fordert militärische Unterstützung aus Deutschland

Welt

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Berlin/Riad – Saudi-Arabien plant Insidern zufolge eine neue Militäroffensive gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Terror-Miliz im Jemen. Dabei setzt die Regierung in Riad auch auf militärische Unterstützung anderer Länder, darunter Frankreich und Großbritannien. Jetzt fordert Saudi-Arabiens Ex-Geheimdienstchef Turki bin Faisal al Saud (81) auch Deutschland auf, sich zu beteiligen.

„Wer von den Rohstoffen in der Region profitiert, sollte sich für Frieden und Sicherheit einsetzen“, sagte er dem „Spiegel“ . „Nicht nur die USA, Israel und Iran tragen dafür Verantwortung. Auch Europa profitiert von der Stabilität in unserer Region, tut aber wenig, um diese zu sichern. Das überlassen sie lieber den Amerikanern und anderen.“

Saudi-Arabien habe vor Monaten ein militärisches Sicherheits- und Überwachungssystem für die Arabische Halbinsel und die Meerenge Bab al-Mandab vorgeschlagen. „Kein europäisches Land wollte sich beteiligen. Dabei hätte Europa enorm von der Sicherung der Meerenge profitiert: Schiffe könnten ungehindert zum Suezkanal und weiter nach Europa fahren. Europa hätte sich engagieren sollen.“

Erst Handelsabkommen, dann Sicherheitspakt?

Es gebe Verbündete, die im Kampf gegen die Huthis bereits Unterstützung leisteten. „Frankreich engagiert sich. Großbritannien unterstützt uns mit Luftbetankung, Ägypten und weitere Länder könnten folgen“, sagte Turki. Pakistan und die Türkei unterstützten bereits mit Nachschub, Munition und Geheimdienstinformationen. Aber es sei nicht allein Amerikas Aufgabe, Handelswege zu schützen. „Die ganze Welt sollte sich daran beteiligen.“

Im nächsten Monat finde in Riad ein Treffen zwischen dem Golfkooperationsrat (GCC) und der Europäischen Union statt. „Wir wollen dort ein seit 30 Jahren diskutiertes Handelsabkommen zwischen Europa und dem GCC unterzeichnen“, erklärte Turki. „Das könnte der Anfang einer Zusammenarbeit sein, der Sicherheitsfragen folgen sollten.“

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