DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -0,33 % 63.081,86 Pkt 07:45:03 Gold +0,48 % 3.917,50 USD 07:53:22 Silber +2,05 % 50,29 USD 07:53:20 Brent -2,81 % 110,24 USD 07:52:52 WTI -3,26 % 100,73 USD 07:53:22 Bitcoin -0,17 % 78.104,67 USD 08:03:24 EUR/USD +0,07 % 1,11910 USD 08:02:29 EUR/GBP -0,14 % 0,83460 GBP 08:03:25 EUR/CHF -0,01 % 0,92080 CHF 08:03:26 EUR/JPY +0,06 % 176,574 JPY 08:03:25

Kampf um Hormus eskaliert: Iran legt Seeminen vom Festland - USA kontern die neue Waffe sofort

Welt

Startseite

Politik

Kampf um Hormus eskaliert: Iran legt Seeminen vom Festland – USA kontern die neue Waffe sofort

Von: Lara Hempel

Uns auf Google folgen

Laut Experten treffen nun Seeminen per Rakete auf die Straße von Hormus, ganz ohne Schiffe, dank einem umgerüsteten mobilen Minenlegesystem des Iran.

Die Fahrrinne für große Schiffe in der Straße von Hormus ist an der schmalsten Stelle nur etwa 3 Kilometer breit – gemessen an den Dimensionen der Weltmeere verschwindend klein. Doch durch diesen Engpass vor der Südküste des Iran fließt ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls. Seit Beginn des Krieges zwischen den USA und dem Iran ist diese Wasserstraße umkämpft wie kein zweiter Seeweg der Welt. Was sich dort zuletzt ereignete, alarmiert Militärexperten: Der Iran hat nun zum ersten Mal im Krieg, statt nur zur Übung, eine Waffe erprobt, die die ohnehin kritische Lage im Golf dramatisch verschärfen könnte.

Am 31. August 2026 griffen US-Streitkräfte zwei iranische Raketenwerfer auf der Insel Larak an, einer kleinen Insel nahe der Einfahrt zur Straße von Hormus. Laut einer offiziellen Mitteilung des US-Zentralkommandos CENTCOM seien Einheiten der Islamischen Revolutionsgarden dabei beobachtet worden, wie sie sich darauf vorbereiteten, Raketen mit Seeminen in die Meerenge abzufeuern. Es war kein gewöhnlicher Präventivschlag. Es könnte die erste bestätigte Begegnung mit einem Waffensystem sein, das Militäranalysten schon länger beschäftigt: der Fajr-5, mutmaßlich umgerüstet zum mobilen Minenwerfer.

Fajr-5 könnte eine Raketenrampe zum mobilen Seeminenwerfer konvertieren

Die Fajr-5 ist ein Mehrfachraketenwerfer mit 333-Millimeter-Kaliber und einer Reichweite von rund 75 Kilometern, wie das Fachportal Army Recognition festhält. Das System ist auf einem Lastwagen montiert, kann schnell verlegt und ebenso schnell wieder versteckt werden. Behnam Ben Taleblu, Senior Fellow der Denkfabrik Foundation for Defense of Democracies, erklärte dem Fachmagazin The War Zone, die Fajr-5 sei eine „iranische Visitenkarte“ – ein Standardsystem, das der Iran in großen Stückzahlen bevorratet und das inzwischen mit Seeminen-Gefechtsköpfen bestückt werden könne.

Was im Januar 2025 bei der iranischen Marineübung „Great Prophet 19“ noch eine Demonstration war, wurde im August 2026 zum ersten bestätigten Einsatzversuch im laufenden Krieg. Aufnahmen des iranischen Staatsfernsehens zeigten damals, wie Fajr-5-Raketen von der Küste aus abgefeuert wurden und kegelförmige Seeminen ins Wasser setzten. Das Fachportal Army Recognition bewertete die Demonstration als „bedeutenden Wandel in der iranischen Marinestrategie“. Das Prinzip dahinter: Seeminen ohne Besatzung und ohne Minenlegeschiff aus sicherer Entfernung legen, vom Festland oder einer Insel aus. Indessen hebelt Teheran die Blockade auch über sieben Nachbarn aus.

Warum ist das so gefährlich? Seeminen sind mit Sprengstoff gefüllte Körper, die bei Kontakt oder Annäherung eines Schiffes explodieren – je nach Bauart durch direkte Berührung, durch das Magnetfeld des Rumpfes oder durch Veränderung des Wasserdrucks. Die Denkfabrik Center for International Maritime Security (CIMSEC) analysierte das Fajr-5-System im vergangenen Jahr und kam zu einem ernüchternden Schluss: Die raketengestützte Verlegung beschleunige den Prozess erheblich, erhöhe die Reichweite und minimiere das Risiko für den Angreifer. Selbst wenn die Minen keinen Treffer erzielen, reiche bereits der psychologische Druck aus, um Reedereien zur Umkehr zu bewegen.

Genau das spiegelt sich in den aktuellen Verkehrszahlen wider. Das internationale Schifffahrtsinformationszentrum JMIC meldete laut The War Zone zuletzt einstellige Durchfahrten pro Tag durch die Straße von Hormus – weit unter dem Normalwert. Das Handelsanalyse-Unternehmen Kpler registrierte am 25. August 2026 laut dem Portal nur noch fünf passierende Schiffe, 28,6 Prozent weniger als am Vortag. Vier davon galten als sogenannte Schattenflotte, also Tanker, die unter dem Radar westlicher Sanktionen operieren.

Eskalation und die globalen Folgen der jüngsten Auseinandersetzung

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren