Kanada strebt „einzigartige Allianz“ mit EU an
Konflikt mit USA :
Kanada strebt „einzigartige Allianz“ mit EU an – keine Mitgliedschaft
14.09.2026, 04:43Lesezeit: 2 Min.
Laut Premierminister Mark Carney teilen Kanada und Europa die gleichen Werte und Prioritäten und haben sich ergänzende Stärken.AP
Premierminister Mark Carney lässt prüfen, ob Kanada ein „assoziiertes Mitglied“ der EU werden könnte. Hintergrund der Annäherung ist der eskalierende Handelsstreit mit den USA.
Kanada strebt eine „einzigartige Allianz“ mit der Europäischen Union an, will jedoch kein Mitglied des Staatenbundes werden. Dies sagte Premierminister Mark Carney und reagierte damit auf einen Bericht der Zeitung „Wall Street Journal“. Demzufolge prüfe er, ob Kanada ein „assoziiertes Mitglied“ der EU werden könne. „Wir wollen kein Mitglied der Europäischen Union werden“, sagte Carney. „Was wir anstreben – und worüber wir Gespräche aufnehmen werden – ist eine einzigartige Allianz zwischen Kanada und der Europäischen Union.“ Beide Seiten teilten die gleichen Werte und Prioritäten und hätten sich ergänzende Stärken.
Hintergrund der Annäherung an Europa ist der eskalierende Handelsstreit Kanadas mit den USA. Die Beziehungen zwischen Ottawa und Washington haben sich seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr deutlich verschlechtert. Trump erneuerte am Sonntag seine Kritik und nannte Kanada „den schwierigsten Verhandlungspartner“. Er glaube jedoch, das Land „brenne darauf, eine Einigung zu erzielen“. Der US-Präsident bekräftigte seine Absicht, ab dem 1. Januar neue Zölle auf Autos, Lastwagen und Autoteile aus Kanada zu erheben.
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Dem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge erörtern Kanada und die EU, wie sie den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Arbeitskräften in strategischen Lieferketten wie Energie, KI, Verteidigung und kritischen Rohstoffen ermöglichen können. Zudem sei der gemeinsame Bau von Infrastruktur wie Unterseekabeln, Rechenzentren und neuen Satellitennetzwerken im Gespräch.
Carneys Büro bestätigte, dass der Premierminister in der kommenden Woche nach Frankreich und Großbritannien reisen und eine Rede vor dem Europäischen Parlament halten wird. Am 20. September ist zudem ein Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron geplant.
Quelle: ReutersArtikelrechte erwerben
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