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Kanada verspottet Donald Trump mit "Lake Ontario"-Schild am Ufer

Welt

Der Premier der Provinz Ontario, Doug Ford, ist ein Mann der klaren Worte. Zuletzt hatte er im Zollstreit mit den USA erklärt, Donald Trump »könne ihn mal«, und mit einem Aufschlag auf Stromexporte gedroht. Nun hat er – weniger blumig aber nicht minder deutlich – klargemacht, was er von der einseitigen Umbenennung des Lake Ontario hält.

Am Samstag posierte Ford in einem kanadischen Fußballtrikot vor einem neuen Schild in Grimsby am kanadischen Ufer des Sees. Das 7,30 Meter mal 3,60 Meter große Billboard trägt die Aufschrift: »Lake Ontario. Now and Always« (Ontariosee. Jetzt und für immer). Darunter ist dieselbe Aussage auch noch einmal in französischer Sprache zu sehen. »Lange, nachdem Präsident Trump weg ist, wird das hier immer noch der Ontariosee sein«, so Ford.

Trump hatte zuvor in einer Videobotschaft eine Karte mit dem neuen Namen des Sees veröffentlicht und dazu gesagt, die USA erwarteten nicht, »noch viele Geschäfte mit Ontario zu machen«. Der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada war nach dem Scheitern von Verhandlungen eskaliert, beide Länder überziehen sich seither gegenseitig mit hohen Zöllen (mehr hier ).

Autogigant GM will mehr Trucks in Kanada bauen

Ob diese Einschätzung Trumps zutrifft, lässt sich nicht zuletzt nach einer Meldung aus Detroit bezweifeln. Der US-Autobauer General Motors will laut einer vorläufigen Vereinbarung mit der Gewerkschaft Unifor 1,1 ​Milliarden kanadische Dollar (791,31 Millionen US-Dollar) in den kanadischen Automobilsektor investieren.

Dies geht aus ‌einem am Samstag veröffentlichten Verhandlungsbericht der Gewerkschaft hervor. Ein Teil des Geldes soll in die Montage eines schweren Pick-ups in einem Werk in Ontario fließen. Die Vereinbarung muss noch von den rund 4600 Gewerkschaftsmitgliedern ‌gebilligt werden, die am Samstag und Sonntag darüber ​abstimmen.

Dem Bericht ‌zufolge plant GM, 144 Millionen kanadische Dollar für die Produktion der nächsten Generation des schweren Pick-ups GMC Sierra in einem Werk in Oshawa zu investieren. Zudem sicherte ‌der Konzern zu, ein zweites Montagewerk in Ingersoll, Ontario, vorerst nicht zu verkaufen oder zu schließen.

Das Schicksal der ‌kanadischen Automobilwerke ist zu ​einem zentralen Thema in ‌den festgefahrenen Handelsverhandlungen zwischen den USA und Kanada ‌geworden. ​Die Regierung in Ottawa hat erklärt, dass sie keinem Handelsabkommen mit den USA zustimmen ​könne, das nicht das ⁠Überleben einer starken kanadischen Automobil- ​und Zulieferindustrie ​sichert.

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