Kane muss harte Kritik einstecken
Conrad Fröhlich 27.07.2026 • 09:32 Uhr Eine französische Fußball-Ikone spricht Harry Kane die Chancen auf den Ballon d'Or ab. Geht es nach Emmanuel Petit, sei der englische Stürmer in den entscheidenden Momenten abgetaucht. Hat Harry Kane seine Chancen auf den Ballon d’Or verspielt? Geht es nach Emmanuel Petit reichen Kanes überragende Auftritte und Trefferquote in der vergangenen Bundesligasaison nicht aus. Der Vorwurf des französischen Weltmeisters von 1998: Kane habe bei der Weltmeisterschaft und der Champions League in den entscheidenden Momenten nicht geliefert. „Harry Kanes Chancen auf den Ballon d’Or sind vertan. Wenn man nur die Bundesligasaison nimmt, gibt es daran überhaupt nichts auszusetzen“, so die französische Ikone im Portal Mr Gamble. Aber: „In der Champions League und mit der Nationalmannschaft, als es wirklich drauf ankam, ist er abgetaucht“. Mit dem FC Bayern schied der Stürmer im Halbfinale gegen PSG aus, ebenso mit England gegen Argentinien. Während Kane für die Münchner in der Königsklasse sowohl im Hinspiel als auch im Rückspiel gegen Paris traf, konnte er gegen die Südamerikaner keinen Treffer verzeichnen. Beim 6:4-Sieg der Three Lions im Spiel um Platz drei saß er die vollen 90 Minuten auf der Bank. Unerwähnt ließ der Franzose, dass Kane die Münchner nahezu im Alleingang mit einem Dreierpack im Finale gegen den VfB Stuttgart zum DFB-Pokalsieg schoss. Bei der Weltmeisterschaft erzielte er sechs Treffer, bei Bayern insgesamt 61 Tore in 51 Pflichtspielen. Kane blickt auf eine überragende Saison zurück, musste in der Königsklasse und bei der WM aber jeweils bittere Niederlagen einstecken. Für Petit ein entscheidender Nachteil im Rennen. Frankreich-Weltmeister sieht Yamal und Rodri vorne Vorwürfe wolle er dem britischen Stürmer aber keine machen: „Ich kann nicht mit dem Finger auf ihn zeigen, weil er alles versucht und viele Tore erzielt hat. Aber in den großen Spielen – genauso wie in der Champions League – hatte er nicht den entscheidenden Einfluss. Deshalb sehe ich einige andere Spieler vor ihm.“ Geht es um die Vergabe des Ballon d’Or , ist die Weltmeisterschaft für Petit das Maß aller Dinge. Folglich sieht er die WM-Sieger Lamine Yamal und Rodri als wahrscheinlichste Anwärter, auch weil sich die Kriterien für den Ballon d’Or „inzwischen genauso stark verändert haben, wie die Regeln auf dem Platz“. Petit bescheinigt Yamal, eine „großartige Weltmeisterschaft gespielt“ zu haben. „Rodri war auch bei diesem Turnier wieder der beste Spieler. Messi hat ebenfalls eine starke WM gespielt, aber er spielt für Miami.“