Kartenzahlung muss möglich sein: Klingbeil will „Cash only“ beenden
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Berlin – Schluss mit „Cash only“! Geschäfte und Restaurants sollen künftig nicht mehr nur Bargeld akzeptieren dürfen. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) will eine Pflicht zur digitalen Zahlung einführen. Kunden sollen selbst entscheiden können, ob sie bar oder mit Karte bezahlen.
Bisher gilt: Scheine und Münzen sind das gesetzliche Zahlungsmittel in Deutschland. Deshalb müssen Händler Bargeld annehmen. Kartenzahlung müssen die Läden nicht akzeptieren. Kleinere Geschäfte und Spätis nehmen oft keine Karten an.
Gleichzeitig gibt es aber auch immer mehr Cafés und Selbstbedienungskassen im Supermarkt, wo man nicht bar zahlen kann. Das ist möglich, wenn Händler und Kunde es vorher vereinbaren. „Wir wollen, dass Unternehmen überall dort, wo Waren und Dienstleistungen direkt vor Ort bezahlt werden, eine digitale Bezahlmöglichkeit anbieten“, heißt es in den Eckpunkten. Damit wird ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag von Union und SPD umgesetzt.
„Cash only“-Verbot: Es soll Ausnahmen geben
Die Pflicht soll für Handel, Gastronomie und Dienstleistungssektor gelten. Welches digitale Bezahlverfahren angeboten wird, soll Sache des Inhabers sein. Umsatzgrenzen oder Zusatzkosten soll es nicht geben. Man soll also den Kaffee oder den Schokoriegel genauso bargeldlos bezahlen können wie einen größeren Einkauf.
Gleichzeitig betont das Klingbeil -Ministerium: Bezahlen mit Bargeld soll auch weiterhin möglich sein, es gehe nur um zusätzliche Optionen. Die Pflicht soll nur für Unternehmen gelten. Vereine ohne Gewinnabsicht wie Amateur-Sportvereine oder Wohltätigkeitsverbände dürfen weiter nur Bargeld nehmen.
Immer mehr Deutsche zahlen mit Karte