DAX +0,66 % 25.629,24 Pkt 18:00:00 MDAX -0,82 % 31.980,52 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,21 % 6.358,01 Pkt 18:00:00 Dow Jones +1,73 % 52.485,03 Pkt 23:22:18 S&P 500 +2,37 % 7.489,72 Pkt 23:22:12 Nasdaq +3,81 % 25.373,85 Pkt 23:15:59 Nikkei +4,03 % 64.362,02 Pkt 08:45:03 Gold +1,43 % 4.107,00 USD 22:59:54 Silber +0,34 % 57,79 USD 22:59:48 Brent 0,00 % 90,12 USD 20:28:19 WTI 0,00 % 84,67 USD 22:59:59 Bitcoin +0,42 % 63.027,69 USD 17:11:50 EUR/USD +0,52 % 1,15270 USD 23:29:53 EUR/GBP -0,31 % 0,85510 GBP 23:29:53 EUR/CHF -0,23 % 0,93060 CHF 23:29:53 EUR/JPY -3,08 % 181,491 JPY 23:29:53

Kartonagenfabrik Karl Mayer ist insolvent

Wirtschaft

Startseite Wirtschaft Seit 68 Jahren produziert dieser Betrieb Verpackungen – jetzt ist er insolvent Von: Marcel Reich Uns auf Google folgen Ein Familienunternehmen aus dem Schwarzwald stellt seit Jahrzehnten Verpackungen her. Nun ist der Betrieb insolvent – rund 110 Beschäftigte sind betroffen. München – Eine der ältesten Kartonagenfabriken Baden-Württembergs hat Insolvenz beantragt. Die Karl Mayer Kartonagenfabrik GmbH & Co. KG aus Haiterbach im Schwarzwald stellte am 29. Juli 2026 beim Amtsgericht Tübingen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Das Familienunternehmen produziert seit 68 Jahren Verpackungen aus Wellpappe. Rund 110 Beschäftigte sind von der Insolvenz betroffen. Kartonagenfabrik Karl Mayer ist insolvent Das Amtsgericht Tübingen hat Dr. Sebastian Mielke von der Stuttgarter Kanzlei Menold Bezler zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Mielke zeigte sich nach seiner Bestellung verhalten optimistisch. „Nach den Krisenjahren 2024/2025 war das Unternehmen auf gutem Weg zu einem Turnaround, diesen Sanierungsweg möchte es jetzt in der Insolvenz fortsetzen“, erklärte er. Der Geschäftsbetrieb läuft derzeit uneingeschränkt weiter. Löhne der Beschäftigten sind vorerst gesichert Die Löhne und Gehälter der rund 110 Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld abgesichert. Die Sicherung gilt von Juli bis einschließlich September 2026. Ein Investorenprozess, der bereits vor der Antragstellung angelaufen war, soll fortgesetzt werden. Das Unternehmen sucht damit aktiv nach einem Käufer oder Investor, um den Betrieb langfristig zu sichern. Die Firma betreibt ihren Hauptsitz in Haiterbach. Dazu kommen eine Niederlassung in Ottersweier sowie ein Lager in Altenstein-Spielberg im Kreis Calw. Das Unternehmen fertigt individuelle Wellpappe-Lösungen für Gewerbe- und Industriekunden. Nach eigenen Angaben produziert die Fabrik jährlich 36 Millionen Verpackungen. Familienunternehmen aus dem Schwarzwald seit 1958 Die Karl Mayer Kartonagenfabrik wurde 1958 von Karl und Lina Mayer in Haiterbach gegründet. Das Unternehmen wuchs über Jahrzehnte stetig. 1999 übernahm Sohn Thomas Mayer die Geschäftsführung. Unter seiner Leitung expandierte die Firma. 2014 kam ein zweiter Standort hinzu. Zu Spitzenzeiten beschäftigte das Unternehmen mehr als 120 Mitarbeiter. Die Fabrik ist auf Verpackungen aus Wellpappe spezialisiert. Zum Produktportfolio gehören Faltkartons, Stanzkartons, Schiebekartons und Sonderanfertigungen. Kunden kommen aus dem Einzel- und Großhandel, dem Onlinehandel sowie aus dem Maschinen- und Automobilbau. Mittelstand gerät weiter unter Druck Das Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert und trägt das FSC-Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft. Die Insolvenz der Karl Mayer Kartonagenfabrik reiht sich in eine Welle von Firmenpleiten im deutschen Mittelstand ein. Auch andere Unternehmen aus der Region und der Verpackungsbranche stehen unter Druck. Steigende Energie- und Rohstoffkosten sowie ein schwächelndes Industrieumfeld belasten viele Betriebe. (Quellen: Insolvenzbekanntmachungen, Menold Bezler, Unternehmensangaben Karl Mayer Kartonagenfabrik) (mare)

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