Karussell bleibt in 30 Metern Höhe stehen: Fahrgäste sitzen am Hamburger Dom stundenlang fest
Auf einem Hamburger Volksfest haben 23 Fahrgäste eines Kettenkarussells rund drei Stunden in großer Höhe festgesessen. Das Fahrgeschäft war am späten Dienstagabend wegen eines Defekts stehen geblieben, wie die Polizei mitteilte. Feuerwehr und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort, um das Karussell wieder auf den Boden zu bringen und Panik unter den Fahrgästen zu vermeiden. Das Karussell hat nach Angaben der Feuerwehr einen Turm von 70 Metern Höhe, laut „Bild“ befanden sich die Menschen etwa 30 Meter über dem Boden.
Die Fahrgäste saßen in ihren an Ketten befestigten Sitzen fest. Einsatzkräfte der Spezialeinsatzgruppe Höhenrettung stiegen zusammen mit dem Betreiber des Fahrgeschäfts im Inneren des Turms auf, wie die Feuerwehr ausführte. Sie sprachen mit den Fahrgästen und fanden heraus, dass keiner von ihnen ärztliche Hilfe benötigte.
Dann sei parallel nach der Ursache des Problems gesucht und die Rettung vorbereitet worden. Dazu bereitete die Feuerwehr ein 70 Meter hohes Teleskopmastfahrzeug und eine Drehleiter vor. Über diese Leiter seien den Passagieren Decken gebracht worden.
Betroffene konnten unverletzt aussteigen
Kurz nach Mitternacht gelang es, das Fahrgeschäft wieder in Gang zu setzen. Die Betroffenen konnten nach Angaben eines Polizeisprechers unverletzt und ohne Hilfe der Feuerwehr aussteigen. Nun solle unter anderem der TÜV prüfen, wie es zu dem Zwischenfall kommen konnte.
Der Hamburger Sommerdom, auf dem das betroffene Kettenkarussell steht, endet am Sonntag. In diesem Jahr dauert das Volksfest auf dem Heiligengeistfeld in St. Pauli erstmals fünf statt bislang vier Wochen. Mehr als 1,3 Millionen Menschen besuchten den Sommerdom nach Angaben der Veranstalter im vergangenen Jahr. (dpa, AFP)