Kaua Santos wird im Pokal im Tor von Eintracht Frankfurt stehen
Startseite Eintracht Kaua Santos im Pokal im Tor: „Was danach passiert, werden wir sehen“ Von: Jörn Polzin Uns auf Google folgen Eintracht-Trainer Adi Hütter gibt Torwart Kaua Santos das Pokalspiel der ersten Runde. Die Debatte um die neue Nummer 1 bleibt aber heiß. Natürlich steuerte die nachmittägliche Presserunde im Frankfurter Profi-Campus schnurstracks und unweigerlich auf die T-Frage zu. Also, wer soll denn nun das Allerheiligste bei der Eintracht bewachen, wenn es erstmals richtig ernst wird, beim Pokalauftakt am Freitag (18 Uhr) in Krefeld beim Fünftligisten SV St. Tönis? Eine Thematik, die Fans, Umfeld und Medienvertreter gleichermaßen beschäftigt. Ein erfahrener Fußballehrer wie Adi Hütter weiß natürlich um die Brisanz, ist ja schon lange genug im Geschäft dabei, der Österreicher. Seine Replik auf die Torhüter-Frage fiel dann kurz und knapp aus. „Kaua Santos.“ Kaua Santos soll es also richten, auch ursprünglich als Nummer eins vorgesehen, ehe sich zuletzt intern wie öffentlich die Zweifel mehrten und die Torwart-Debatte nach dem Brentford-Debakel mächtig Fahrt aufnahm. Viele Namen fallen bei der Frage nach einem Santos-Ersatz Seitdem geistern Namen wie Noah Atubolu und Lukas Hradecky rund um den Stadtwald. Der sich zeitweise im Dunstkreis der Nationalelf befindliche bisherige Freiburger Stammkeeper sowie der finnische Routinier und Frankfurter Pokalheld von 2018, aktuell in Diensten der AS Monaco. Alles also nur wilde Spekulationen, weitab der Realität? Mitnichten. Jetzt lostippen und gewinnen! Beim großen Bundesliga-Tippspiel haben Sie die Chance, sich tolle Preise zu sichern. Melden Sie sich jetzt kostenlos an und geben Sie Ihre Tipps für die Spiele der Saison 2026/27 ab. Alle Infos gibt es hier. Jetzt lostippen und gewinnen! Denn der Nachfrage, ob damit die Entscheidung in der T-Frage gefallen ist oder er sich nicht doch noch eine neue Nummer eins wünscht, begegnete Hütter: „Wir werden mit Kaua Santos ins Spiel gehen. Was danach passiert, werden wir sehen.“ Und weiter: „Das Wichtigste ist, dass der Trainer mit dem Personal arbeitet, das hier ist. Dem gilt auch meine komplette Aufmerksamkeit.“ Ein Bekenntnis sieht anders aus. Vielmehr sind die Worte, zwischen den Zeilen gelesen, als Fingerzeig zu verstehen. Dafür, dass der Trainer durchaus eine neue Stammkraft im Tor vorzieht. Dafür, dass diese nicht Michael Zetterer heißen wird, den Hütter in der Pressekonferenz nicht mal erwähnte. Atubolu steht übrigens nicht im Freiburger Europa-Kader – möglicherweise noch so ein Fingerzeig. Bis zum Transferschluss am 1. September könnte noch reichlich Bewegung reinkommen auf der neuralgischen Position zwischen den Pfosten. Und nicht nur da. Eintracht Frankfurt: Personelle Reihen sind gelichtet Auch eine Reihe weiter vorn sind die Reihen ziemlich gelichtet, quantitativ wie qualitativ. Hütter gibt sich zwar nach außen hin gelassen, im Inneren dürften Unmut und Ungeduld angesichts des abwehrenden Notstands aber wachsen. Die Zeit für Verstärkungen drängt, der Druck wächst und wird nun durch einen längerfristigen Ausfall noch verschärft. So verzögert sich die Rückkehr von Nnamdi Collins auf unbestimmte Zeit. Grund sind die Rückenbeschwerden, die den Verteidiger bereits seit Anfang des Monats ausbremsen. „Er wird uns noch etwas länger fehlen. Ob zwei, drei oder vier Wochen, kann ich nicht genau sagen“, betonte Hütter und konkretisierte: „Das sind reine Rückenschmerzen mit einer Entzündung, die sich jetzt ein bisschen hartnäckig darstellt.“ Grundsätzlich bringe der 22-Jährige, den der Trainer als Eckpfeiler fest eingeplant hatte, „vieles mit“. Nur eben aktuell nicht auf den Rasen. Aus Gründen. Man werde im Hintergrund daran arbeiten, die Lücken zu schließen und das „Bestmögliche“ zu machen, versicherte der Trainer, ließ sich bei Fragen zu potenziellen Neuzugängen jedoch nicht aus der Reserve locken. „Aber ich bin zuversichtlich.“ Vorerst bewegt sich die Zahl der spielfähigen und zugleich bundesligaerprobten Verteidiger auf einem Minimum. Immerhin: Robin Koch könnte am Freitag wieder einsatzfähig sein. Der Kapitän hat nach seiner leichten Gehirnerschütterung das Regenerationsprotokoll absolviert und am Mittwoch wieder mit der Mannschaft trainiert. Hütter bescheinigt dem Abwehrchef „gute Fortschritte“, was im Übrigen auch für Mittelfeldmann Noel Aseko gilt. Dessen lädiertes Knie hält den Belastungen aktuell stand. Gibt also noch positive Signale in diesen Tagen, wobei der Trainer bei aller Personalnot und negativen Schlagzeilen nach dem Offenbarungseid von Brentford die Kirche im Dorf lassen will: „Natürlich hat mich überrascht, wie sich die Elf da präsentiert hat. Das war ein Schuss vor den Bug. Wir haben das klar analysiert“, berichtet der Coach. Deutlich sollen auch seine Worte danach ausgefallen sein. Da gehe es ihm aber nicht um die Lautstärke, sondern um die Klarheit. Grundsätzlich müsse man „diesen absoluten Dämpfer“ aber auch im Gesamtkontext sehen. „Somit haben wir eine gute Vorbereitung gespielt, eben keine sehr gute.“ Die Vorfreude auf die Saison ist also da, wohl wissend, dass gerade der nationale Pokalwettbewerb eine besondere Bedeutung hat, nicht nur wegen des emotionalen Faktors, der eine Mannschaft durch die Saison begleiten kann. „Das ist nun mal der kürzeste Weg, um international wieder dabei zu sein“, sagt Hütter. Eine Blamage wie 2018, zu Beginn seiner ersten Amtszeit, beim Viertligisten Ulm, soll sich auf keinen Fall wiederholen. Die Sinne sind also geschärft, der Fünftligist aus Tönisvorst im Kreis Viersen per Videostudium analysiert. Hütter erwartet ein „seriöses, gutes Spiel“ seiner Elf. Und natürlich das Weiterkommen.