Kehrt das Löwenwappen zurück? Ismaik-Vertrauter macht Hoffnung
Zum Interview mit BR24Sport erscheint Biel Ballester Relat vor dem Grünwalder Stadion. Die rechte Hand von Hasan Ismaik möchte einige Dinge klarstellen, die in den letzten Wochen rund um seine Person in der Presse standen. Zugleich erneuert der Spanier die Vorwürfe, die schon sein Chef Ismaik im BR24Sport-Interview geäußert hatte, weshalb er auch keine Zukunft Ismaiks beim TSV 1860 München sieht. Relat spricht außerdem über den Streit mit der Merchandising GmbH rund um das Löwenwappen, das aktuell nicht das Trikot der Profis ziert. zum Artikel: TSV 1860 München als Start-up: Mangs Plan zur Umstrukturierung Relat erneuert Ismaik-Vorwürfe: "e.V. handelt nicht im Interesse von 1860" Im vergangenen Herbst wurde Relat in den Aufsichtsrat des TSV 1860 München berufen. Er sollte dort die Interessen von Hasan Ismaik vertreten. Der Spanier verantwortete bereits die Immobiliengeschäfte Ismaiks und gilt als enger Vertrauter des Investors. Den Verein habe er als eine "Gruppe von Freunden und Familien" vorgefunden, kritisiert Relat. Keiner sei in der Lage gewesen, ernsthaft zu arbeiten. "Sie hatten keine konkreten Ziele." Für die Ismaik-Seite ist klar: "Die Leute im e.V. haben persönliche Interessen. Sie handeln nicht im Interesse von 1860." Es sind die Vorwürfe, die auch schon Hasan Ismaik im Interview mit BR24Sport vor einigen Wochen geäußert hatte und die vom Verein dementiert wurden. Fehlende Kenntnis über 50+1-Regel: Keine Kontrolle über Investment Ismaiks Vertrauter sieht aber auch Fehler im eigenen Handeln, diese beträfen aber nur das Investment. "Wir haben damals beim Kauf einen großen Fehler gemacht. Wir hätten einen Deutschen installieren müssen, der sich auskennt." So habe man "15 Jahre den Club gesponsort, ohne Kontrolle über unser Investment zu haben". Damit gibt er erneut zu, dass die Investorenseite nicht über die Praxis der 50+1-Regel informiert war, die den Mitgliedern eines Vereins Stimmenmehrheit gegenüber externen Geldgebern zusichert. Keine Ismaik-Rückkehr bei 1860: "Sie wollen uns hier nicht" Nach dem Zwangsabstieg kündigte der Stammverein den Kooperationsvertrag mit Hasan Ismaik. Ein Schritt, gegen den sich der Jordanier aktuell juristisch wehrt. Dennoch werde es keine Rückkehr des Investors zu den Löwen geben, vermutet Relat. "15 Jahre voller Misskommunikation erlauben es uns nicht, zu 1860 zurückzukehren", kommt der Spanier nicht ohne erneute Vorwürfe aus. "Sie wollen uns hier nicht." Er sehe "keine Zukunft für Hasan bei 1860". Prangt bald wieder der Löwe auf dem 1860-Trikot? Das führt unweigerlich zur Frage, was mit den Merchandise-Rechten passiert, die bei der Merchandising GmbH um Ismaiks Bruder Yahya liegen. Aus diesem Grund tritt der Löwe gerade ohne selbigen auf dem Trikot auf und setzt stattdessen auf ein historisches Wappen der Fußballabteilung. 1860 kündigte an, dass der Löwe wieder zurückkehre, "sobald die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind". Auch Relat glaubt an eine Zukunft der Giesinger mit dem Löwen: "Ich hoffe es. Ich glaube, es wäre richtig, wenn sich alle an einen Tisch setzen, verhandeln und das alles auf professionelle Art und Weise beenden."