Kehrtwende bei Wagner-Rotsperre? Bayern-Boss äußert sich
Unterstützung bekommt Wagner dabei sogar vom kommenden Gegner: Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen fordert – neben weiteren prominenten Namen aus der Fußballwelt – die Sperre aufzuheben. Vincent Wagner war beim 4:3-Sieg der Elversberger in Mönchengladbach kurz vor der Pause mit Gelb-Rot vom Platz geflogen. Vorausgegangen war ein Einwurf, der – wie sich später herausstellte – fälschlicherweise den Gladbachern zugesprochen wurde und unmittelbar zum zwischenzeitlichen Führungstreffer der Borussia führte. Wagner ärgerte sich über die Entscheidung, betrat daraufhin das Spielfeld und sah von Schiedsrichter Martin Petersen dafür die Gelbe Karte. Nach dem Halbzeitpfiff ging der SVE-Trainer erneut in Richtung des Unparteiischen, offenbar um mit ihm die Szene zu besprechen. Petersen zeigte ihm daraufhin die zweite Gelbe Karte.
Wagner betonte anschließend, sich bewusst zurückgehalten zu haben: „Ich habe die Rote Karte für stillen Protest in beiden Fällen bekommen“, erklärte er. Er sei weder auf den Schiedsrichter zugerannt noch habe er lautstark mit ihm diskutieren wollen. Er habe gewusst, sagte Wagner, „wenn ich irgendwie wackele, fliege ich direkt vom Platz. Deswegen bin ich ganz entspannt, ganz langsam und seicht in seine Richtung gelaufen. Darf ich wohl auch nicht machen.“ Auch Knut Kircher, Chef der deutschen Schiedsrichter, bezeichnete die Szene am Sonntag in der Sport1-Sendung „Doppelpass“ als „in Summe eine unglückliche Situation“. Auch Stefan Effenberg stellte sich auf die Seite von Wagner: „Ich bin ein Freund von Fingerspitzengefühl, lass uns mal kurz in die Kommunikation gehen. Dann hätte man hier nicht Gelb-Rot zeigen müssen."