DAX +0,74 % 26.319,45 Pkt 18:00:00 MDAX -0,06 % 32.407,20 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,33 % 6.523,86 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,57 % 54.036,93 Pkt 22:50:36 S&P 500 +0,44 % 7.757,64 Pkt 22:50:24 Nasdaq +1,24 % 26.690,62 Pkt 23:15:59 Nikkei +1,98 % 66.906,30 Pkt 07:56:05 Gold +0,13 % 4.405,50 USD 08:01:07 Silber +1,40 % 64,39 USD 08:00:55 Brent +0,01 % 83,56 USD 08:01:01 WTI -0,15 % 78,06 USD 08:01:05 Bitcoin +0,45 % 65.138,27 USD 08:11:05 EUR/USD +0,29 % 1,15580 USD 08:10:21 EUR/GBP -0,05 % 0,85610 GBP 08:11:09 EUR/CHF -0,17 % 0,93460 CHF 08:11:09 EUR/JPY +0,24 % 182,973 JPY 08:11:09

Kein höheres Diabetesrisiko bei früher Menopause

Gesundheit

Vor diesem Hintergrund untersuchten nun spanische Wissenschaftler um Dr. Jose Antonio Quesada von der Miguel Hernández University of Elche, Alicante, das Diabetesrisiko von Frauen mit früher (40–45 Jahre) bzw. vorzeitiger (unter 40 Jahre) Menopause. Die Forscher werteten Daten aus der UK-Biobank-Datenbank von knapp 150 000 menopausalen Frauen mit einem Durchschnittsalter von 60 Jahren aus. Davon traten rund 82% der Frauen nach dem 45. Lebensjahr in die Menopause ein, etwa 14% zwischen 40 und 45 Jahren und 4% vor dem Alter von 40 Jahren. Bei 5,5% der Frauen war die Menopause chirurgisch herbeigeführt worden infolge einer beidseitigen Entfernung der Eierstöcke. Vermuteter Zusammenhang nicht bestätigt Während einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von rund 14 Jahren entwickelten 6.598 Frauen (4,5%) einen Diabetes. Die überwiegende Mehrheit davon bekamen einen Typ-2-Diabetes. Zunächst schien das Risiko mit früherem Menopausenalter zu steigen. Frauen mit früher (7,4%) oder vorzeitiger (5,2%) Menopause erkrankten häufiger an Diabetes als Frauen mit späterer Menopause (4,2% bei Alter über 45 Jahren). Zudem war die Diabetesinzidenz bei Frauen mit chirurgisch herbeigeführter Menopause höher als bei Frauen mit natürlicher Menopause. Nach Berücksichtigung anderer Risikofaktoren – etwa Übergewicht, Rauchen, ungesunde Ernährung, Bluthochdruck oder familiärer Belastung – verschwand dieser Zusammenhang jedoch. Entscheidend sind klassische Risikofaktoren Damit zeigte sich: Weder das Alter bei Menopausen-Beginn noch die Art der Menopause sind klinisch oder statistisch signifikant mit dem Auftreten von Diabetes assoziiert. Nach Ansicht der Autoren deuten die Ergebnisse vielmehr darauf hin, dass sich das erhöhte Erkrankungsrisiko vor allem durch die klassischen kardiometabolischen Risikofaktoren erklären lässt, die bei postmenopausalen Frauen häufiger auftreten. Die hormonelle Umstellung selbst scheint dabei nicht relevant zu sein. Um die komplexen Wechselwirkungen zwischen hormonellen Veränderungen, kardiometabolischen Risikofaktoren und langfristigen Gesundheitsrisiken in dieser Lebensphase besser zu verstehen, sind weitere Studien notwendig.

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