Kein normaler Edeka: „Es soll ein Pilot-Markt werden“
2019 hat Holger Milkau den ehemaligen „Treff 3000“ in Emmingen übernommen und als Edeka-Markt eröffnet. Der Laden ist inzwischen zu klein und in die Jahre gekommen. Daher will der Kaufmann neu bauen. Standort ist gefunden Dafür hat er mehrere Grundstücke an der Liptinger Straße, also der Verbindungsstraße zwischen Emmingen und Liptingen, erworben. Einen Bebauungsplan gibt es für das Gebiet nicht. Daher ist ein Bebauungsplanverfahren notwendig. Und damit einhergehend „das gesamte Programm, das dazu gehört“, erklärt Stefan Duschel, der bei Edeka Südwest für die Bereiche Standortsicherung und Expansion zuständig ist. Sprich: Es müssen umfangreiche Umweltberichte und Fachgutachten eingeholt werden. „Was der Gutachter auf der Fläche findet, wissen wir noch nicht“, ordnet Karl Hermle vom gleichnamigen Ingenieurbüro ein. Entsprechend ungewiss ist, wie lange das Verfahren dauern wird - und wann mit dem Bau des neuen Supermarktes begonnen werden kann. „Mit den Bodengutachten starten wir noch in diesem Jahr“, informiert Duschel. „Parallel dazu arbeiten wir am Bebauungsplanverfahren, das braucht etwa ein Jahr“, erklärt er. „Die Gretchenfrage ist, wie schnell wir durch die Gutachten kommen. Das ist aktuell schwer zu sagen“, fasst Holger Milkau den Stand der Dinge zusammen. „Läuft es günstig, können wir in einem Jahr den Satzungsbeschluss fassen, läuft es ungünstig, werden es zwei Jahre“, sagt Hermle, der den Zeitrahmen für das Projekt auf insgesamt zwei bis vier Jahre ansetzt. Kaufmann will Supermarkt selbst finanzieren Anders als beispielsweise beim E-Center-Neubau in Tuttlingen, will Milkau den Neubau in Emmingen-Liptingen ohne die Hilfe von Edeka Südwest finanzieren. Zum einen, weil das für den Kaufmann bei der Größe - es ist eine Verkaufsfläche von etwa 1400 Quadratmetern geplant - zu stemmen sei. Eigenes Konzept: Milkau plant Pilotmarkt Doch es gibt einen weiteren Grund. „Ich will anders bauen als die Edeka, möchte etwas Eigenes entwickeln und habe schon ein Konzept im Kopf“, so Milkau auf Nachfrage. Allzu viel verraten kann und will Milkau noch nicht. „Wir sind konzeptionell an den Anfängen. Es war wichtig, die Grundstücke zu sichern“, so Milkau. „Jetzt geht es daran, ein gutes, zukunftsfähiges Konzept zu stricken.“ So viel sagt er aber schon: Das Gebäude soll in Holzbauweise errichtet werden. Und das Ziel ist es, Kühl- und Heiztechnik ohne fossile Brennstoffe zu betreiben. Milkau: „Wir sind an einer neuen Technik dran, es soll ein Pilotmarkt werden.“